Budgetobergrenze: Haas-Team fordert "zweiten Schritt"

Norman Fischer

Die Budgetgrenze ab 2021 wird von einigen Seiten als Hoffnungsträger der Formel 1 gesehen, doch zu glauben, dass Teams wie Haas plötzlich gewinnen können, wäre laut Teamchef Günther Steiner "sehr naiv", wie er sagt. Denn mit 175 Millionen Dollar liegt die Grenze noch deutlich höher als der Etat einiger Teams - zumal es zahlreiche Ausnahmen von dieser gibt.

"Das wird nicht passieren", sagt Steiner gegenüber 'Motorsport-Total.com' über die Aussicht auf Siege kleinerer Teams. Von daher will er Teameigner Gene Haas auch nicht mit diesem Argument davon überzeugen, in der Formel 1 zu bleiben. "Er muss sich selbst überzeugen, dass es das ist, was er tun möchte."

Die Formel 1 steht vor einem großen Umbruch, doch noch ist unklar, wie sich der Sport nach 2020 aufstellen wird - auch wenn das Grundgerüst nun steht. "Aber trotzdem gibt es noch so viele offene Probleme im Moment, sodass ich nicht weiß, ob er jetzt eine Entscheidung treffen sollte", sagt er über die Zukunft von Haas.

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2019 erlebte der Rennstall eine Seuchensaison, die nur auf Rang neun der Meisterschaft endete.

Um einen echten Schritt nach vorne zu machen, sei es notwendig, die Budgetgrenze noch weiter nach unten zu schieben: "Ich denke, dass es einen zweiten Schritt braucht, denn ansonsten wird es einfach nicht passieren", so Steiner. "Ich glaube nicht, dass die Finanzen, die Auszahlungen, in Zukunft so gut werden, dass die kleineren Teams die Budgetgrenze erreichen können."

Aktuell seien kleinere Teams auch nicht bereit, so hohe Investments zu tätigen, weil man das Geld nie wieder reinbekomme. "Natürlich könnte es schon 2022 oder 2023 die Lücke etwas schließen, aber ein guter Schritt wäre eine zweite Überprüfung der Zahlen. Ich denke nicht, dass jemand dem nicht zustimmen würde."

Mit Bildmaterial von LAT.

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