Bully Boy will kurioses Versprechen einlösen

Michael Smith macht ernst und will sich nach seinem Triumph bei der Darts-WM 2023 einen Bullen kaufen. (NEWS: Alles Wichtige zum Darts)

Bereits nach seinem Finaleinzug bei der Darts-WM 2022 hatte er im Interview mit SPORT1 bestätigt, dass er sich im Falle eines Finaltriumphs einen Bullen zulegen wolle.

„Wenn ich gewinnen sollte, überzeuge ich meine Frau, dass wir einen Bullen kaufen“, erklärte er damals und fügte hinzu: „Der Name steht auch schon fest: Ferdinand, wie der Bulle aus dem Cartoon. Man kann nicht zu mir nach Hause kommen und dann steht da kein Bulle vor dem Haus. Das geht doch nicht.“

Am Ende stand jedoch eine bittere 5:7-Finalpleite gegen Peter Wright und der „Bully Boy“ mit Tränen auf der Bühne. (DATEN: Alle Ergebnisse der Darts WM 2023)

Doch ein Jahr später ist alles anders. Nach seinem Finaltriumph über Michael van Gerwen - samt dem wohl besten Leg, das je bei einer Weltmeisterschaft gespielt wurde - rannte Smith euphorisch über die Bühne und in die Arme seiner Familie.

So soll der Bulle heißen

Und er erinnert sich an seine Ankündigung. Nach dem Triumph kündigte er bei der Sun erneut an: „Es wird ein Stier kommen. Er wird Ferdinand, wie der Stier aus dem Film, heißen. Das ist ein Zeichentrickfilm, den ich und die Kinder mögen.“ (BERICHT: Das Versprechen des Clemens-Gegners)

Zwar werde die Unterbringung schwierig werden, denn der vordere Bereich ist verpachtet und mit zwei Pferden belegt. Nichtsdestotrotz soll der Stier nun kommen und damit seinem Spitznamen „Bully Boy“ alle Ehre machen.

Denn seinen Darts-Spitznamen verdankt die neue Nummer eins der PDC Order of Merit ebenjenen Tieren. In seiner Jugend arbeitete er auf einer Farm in Littleborough und kümmerte sich um die neugeborenen Kälber. Unter anderem verpasste er ihnen die Ohrmarken. Da die Tiere dabei regelmäßig rebellierten, verpasste ihm sein Chef den Spitznamen, mit dem er in der Darts-Welt für Furore sorgte. (SERVICE: Wer ist der beste Dartsspieler der Welt? Die Order of Merit)

Es könnte auch sein, dass der Engländer schon einen bestimmten Bullen im Auge hat. Vor dem Turnier offenbarte er im großen SPORT1-Interview, dass ihm ein Freund von Jonny Clayton bereits ein Video eines Bullen zugeschickt hatte. „Ich war schon kurz davor, ihn zu kaufen, aber ich muss erst den WM-Titel gewinnen“, hielt er sich damals noch zurück. (INTERVIEW: Smith: „Könnte zurücktreten, aber...“)

Bei der Namensgebung würde er allerdings mit einer kleinen Tradition brechen. Neben anderen Tieren gehören auch zwei Schildkröten zum Haushalt der Smiths. Diese wurden Mensur und Justin genannt - nach den Darts-Kollegen Mensur Suljovic und Justin Pipe.