Bundesliga-Auftakt: Wer stoppt die Bayern?

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Soll man den Bayern die Meisterschale einfach direkt übergeben? Oder schafft es eine Mannschaft, der Rekordmeister zu stoppen? Eine Analyse der Bayer-Jäger zum Auftakt der Bundesligasaison.

Neuer Stürmer, gleiches Bild: Sadio Mané feiert mit den Bayern beim Supercup den ersten Titel der Saison.
Neuer Stürmer, gleiches Bild: Sadio Mané feiert mit den Bayern beim Supercup den ersten Titel der Saison. (Bild: REUTERS/Matthias Rietschel)

In den vergangenen Jahren war es mit der Spannung in der Bundesliga wirklich nicht weit her. Zumindest nicht, was den Meistertitel angeht. Denn der wandert seit 2013 jedes Jahr nach München. Zehn Titel hat der FC Bayern in Folge gewonnen, so viele, dass sich die Fußballfans außerhalb Münchens schon fragen, ob das Feiern der Meisterschale überhaupt noch geschätzt wird an der Säbener Straße. Nur einmal war es richtig knapp. 2019 kam Borussia Dortmund nur zwei Punkte hinter dem FCB ins Ziel. Wie wird es nun also in dieser Saison, die am kommenden Wochenende beginnen wird? Gibt es eine ernsthafte Konkurrenz, um den elften Titel in Folge zu verhindern?

Starke Bayern auf ohne Lewandowksi

Auf den ersten Blick muss man sagen: Es wird auch 2023 sehr unwahrscheinlich, dass eine andere Mannschaft die Meisterschale am 34. Spieltag zu sehen bekommt. Denn Sportchef Hasan Salihamidzic und sein Team haben satt eingekauft. Auch wenn mit Robert Lewandowski der überragende Torjäger der letzten Jahre nach viel Transfer-Geschacher schließlich doch in Barcelona gelandet ist, ist der Bayern-Kader nicht sehr geschwächt worden. Mit Matthijs de Ligt (Juventus) und Noussair Mazraoui (Ajax Amsterdam) wurde die Verteidigung verstärkt. Mit Ryan Gravenberch kam ein weiterer Ajax-Spieler für das Mittelfeld. Und neben Star-Zugang Sadio Mané aus Liverpool wurde gleich noch das überragend 17-jährige Sturm-Talent Mathys Tel verpflichtet. Und glaubt man den Transfer-Gerüchten, soll noch nicht Schluss sein, obwohl die Bayern bereits fast 140 Millionen Euro in die Zugänge investiert haben. Vor allem Strafraumstürmer Harry Kane soll ganz oben auf der Wunschliste stehen. Wer also kann diesen Bayern Paroli bieten?

Angriff ohne Haaland

An erster Stelle steht natürlich der BVB, denn bei den zehn Bayern-Titeln waren die Dortmunder sechsmal Zweiter. Doch der Abgang von Erling Haaland schmerzt die Borussen mindestens genau so, wie der Verlust von Lewandowski die Bayern. Dennoch wächst unter Edin Terzic ein spannendes Team in Dortmund. Immerhin nahm man dort auch 86 Millionen in die Hand und verstärkte sich gezielt. Mit Niklas Süle gelang es der sportlichen Führung sogar, einen Bayern-Spieler zu stibitzen. Dazu kommen mit Salih Özcan aus Köln und Nico Schlotterbeck aus Freiburg zwei richtig starke defensive Spieler. Auch U21-Europameister Karim Adeyemi könnte direkt eine gute Rolle spielen. Der eigentliche Haaland-Ersatz Sébastien Haller fällt nach der Schock-Diagnose Hodenkrebs nun allerdings langfristig aus. Deswegen suchen auch die Dortmunder nach einem Strafraum-Stürmer, zuletzt wurde der Kölner Anthony Modeste vermehrt genannt. Auf den Durchbruch von Supertalent Youssufa Moukoko hofft man zudem weiterhin. Es müsste aber schon viel zusammenpassen, damit der BVB die Bayern ernsthaft in die Bredouille bringen kann.

Kontinuität in Leipzig

Auf Augenhöhe mit dem BVB ist auch wieder RB Leipzig unterwegs. Aber reicht das für die Bayern? Im Supercup wirkte es eine Halbzeit lang zwar so, als könnten die Leipziger gar nicht mit dem Team ihres Ex-Trainers Nagelsmann mithalten. Doch bei der am Ende vergeblichen Aufholjagd zeigte die Mannschaft welch offensives Potenzial in ihr steckt. Nach einer etwas enttäuschenden Liga-Saison, die aber immerhin mit dem Pokalsieg und dem ersten Titel für RB überhaupt endete, will Trainer Tedesco Domenico sich endgültig als Bayern-Jäger Nummer 1 etablieren. Das soll in erster Linie der bisherige Kader bewerkstelligen. Mit David Raum (Hoffenheim) wurde nur ein richtig prominenter Neuzugang verpflichtet. Dafür verloren die Leipziger allerdings mit Nordi Mukiele (wechselte zu PSG) einen starken Defensivspieler.

Der Geheimfavorit

Auswärts taten sich die Bayern übrigens eher gegen "kleinere" Gegner schwer. Die drei Niederlagen kamen gegen Augsburg, Bochum und Mainz. Zuhause in der Allianz Arena dagegen verlor man gegen Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt und damit gegen einen Geheimfavoriten dieser Saison. Denn Eintracht Frankfurt geht voller Selbstbewusstsein in die neue Spielzeit. Mit dem Europapokal gelang einer der größten Erfolge der Vereinsgeschichte. Und gleichzeitig wurde Frankfurt plötzlich auch für eine andere Klasse von wechselwilligen Spielern attraktiv.

Macht Götze die Eintracht zum ersten Bayernverfolger?
Macht Götze die Eintracht zum ersten Bayernverfolger? (Bild: Martin Rose/Getty Images)

Das Team von Oliver Glasner ist eine eingeschworene Truppe und hat mit Mario Götze einen neuen Spielmacher, der anscheinend in Eindhoven seinen Karriere-Reset geschafft hat und vor Spielwitz und -intelligenz nur so strotzt, wie er im DFB-Pokal direkt bewies. Und apropos beweisen: Das will sich der Ex-Leverkusener Lucas Alario unbedingt vor seinem argentinischen Nationaltrainer Lionel Scaloni, damit dieser in mit zur WM nimmt. Sollte der eigenwillige Star Filip Kostic auch noch bleiben, könnten die Adler dieses Jahr auch in der Bundesliga ordentlich mitmischen.

Die Eintracht darf die Bundesligasaison am kommenden Freitag (5.8. 20:30 Uhr) im eigenen Stadion eröffnen. Zu Gast: Der FC Bayern München. Der Ausgang der Partie könnte ein kleiner Wink sein, ob den Fans eine spannendere Spielzeit bevorsteht, als in den vergangenen Jahren.

Im Video: Erobert Mario Götze mit Eintracht Frankfurt die Bundesliga?

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