Bundesliga: BVB nach wildem Schlagabtausch: "Froh, wieder Fußball zu spielen"

Durch den 3:2-Erfolg bei Borussia Mönchengladbach ist Borussia Dortmund an der TSG Hoffenheim ( 1:1 gegen den 1. FC Köln ) vorbeigezogen und steht nun auf dem dritten Tabellenplatz der Bundesliga. Dementsprechend zufrieden waren Thomas Tuchel und seine Spieler mit dem Auftreten gegen die Fohlen.

Durch den 3:2-Erfolg bei Borussia Mönchengladbach ist Borussia Dortmund an der TSG Hoffenheim (1:1 gegen den 1. FC Köln) vorbeigezogen und steht nun auf dem dritten Tabellenplatz der Bundesliga. Dementsprechend zufrieden waren Thomas Tuchel und seine Spieler mit dem Auftreten gegen die Fohlen.

"Ich bin natürlich sehr zufrieden. Wir haben ein tolles Auswärtsspiel gezeigt und hochverdient gewonnen", sagte Tuchel nach dem Sieg bei Sky. "Spielerisch haben wir dominiert. Das ist eine tolle Reaktion. Der Mannschaft gebührt ein großes Kompliment. Wir haben heute absoluten Siegeswillen gezeigt. Die Stimmung in der Kabine ist sehr ausgelassen."

In einem offenen Spiel setzte Raphael Guerreiro in der 87. Minute den Schlusspunkt. "Dortmund war sehr giftig, wir haben nie Ruhe ins Spiel bekommen. Kurz vor Schluss darf Guerreiro mit seinen 1,70 Meter nicht ein Kopfballtor machen", sagte Gladbachs Trainer Dieter Hecking.

Zuvor traf für Borussia Dortmund bereits Marco Reus per Foulelfmeter (9.), allerdings war dieser umstritten. Denn Mo Dahoud foulte Christian Pulisic zwar deutlich, der Kontakt war aber wohl knapp außerhalb des Strafraums.

Wenige Minuten später hätte Schiedsrichter Wolfgang Stark allerdings Elfmeter geben müssen, als Tobias Strobl Nuri Sahin mit gestrecktem Bein foulte. Doppelt bitter für den BVB: Sahin droht nun mit Verdacht auf einen Außenbandriss im Knöchel lange auszufallen. Dortmund bangt bereits um Sokratis, der an muskulären Problemen laboriert.

Tuchel: "Das ist ein weiterer Klebstoff"

Obwohl der BVB das Spiel bis zur Halbzeit eigentlich im Griff hatte, kam der Gastgeber nach einem Aussetzer von Mikel Merino in Person von Lars Stindl kurz vor der Halbzeit zum Ausgleich (43.), ehe ein Eigentor von Marcel Schmelzer den Spielverlauf auf den Kopf stellte (48.).

Doch der BVB schlug durch den eben eingewechselten Pierre-Emerick Aubameyangs kurz nach der Pause zurück (59.) und belohnte sich zudem spät für einen engagierten Auftritt.

Tuchel war besonders vom Zusammenhalt seines Teams angetan. "Es zeigt sich, dass sie sehr empathisch und rücksichtsvoll miteinander umgehen. Sie trauen sich auch, Gefühle zu zeigen und darüber zu sprechen. Das schweißt auf einer Ebene zusammen, die man sonst normalerweise nicht hat. Das ist natürlich ein weiterer Klebstoff."

Auch die Spieler selbst zeigten sich nach dem Sieg sichtlich erleichtert. "Es tut gut, wieder einen Sieg einzufahren. Es war ein schwieriges Spiel. Über das Geschehene möchte ich eigentlich nicht mehr sprechen. Ich bin froh, dass wir wieder Fußball spielen können. Heute haben wir gezeigt, dass wir wieder da sind", sagte Roman Bürki nach der Partie.

DFB-Pokal steht vor der Tür

Während Gladbachs Strobl "im Großen und Ganzen einen verdienten Sieg für Dortmund" erlebt hat, war sein Teamkollege Oscar Wendt enttäuscht. "Wir waren in der ersten Halbzeit nicht gut und viel zu passiv. In der zweiten Halbzeit waren mehr Leidenschaft und mehr Aggressivität da. Nach der zweiten Halbzeit hätten wir Minimum einen Punkt verdient."

Lange können sich beide Teams allerdings nicht mit dem vergangenen Spektakel beschäftigen, immerhin müssen sie unter der Woche im DFB-Pokal ran: Gladbach empfängt am Dienstag Eintracht Frankfurt (20.45 Uhr im LIVETICKER), Borussia Dortmund muss am Mittwoch zu Bayern München in die Allianz Arena (20.45 Uhr im LIVETICKER).

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