Bundesliga: Darmstadts dritter Sieg: Optimistisch zum Meister

Darmstadt 98 hat durch das 3:0 (2:0) gegen den SC Freiburg zum ersten Mal drei Bundesliga-Spiele in Folge gewonnen. Der Abstieg wurde damit noch einmal verschoben - das Selbstbewusstsein vor der Partie beim FC Bayern ist dementsprechend groß.

Darmstadt 98 hat durch das 3:0 (2:0) gegen den SC Freiburg zum ersten Mal drei Bundesliga-Spiele in Folge gewonnen. Der Abstieg wurde damit noch einmal verschoben - das Selbstbewusstsein vor der Partie beim FC Bayern ist dementsprechend groß.

Als die Bald-Absteiger von Darmstadt 98 noch ihren historischen Hattrick feierten, sehnten die Fans schon den nächsten Coup herbei.

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"Zieht den Bayern die Lederhosen aus!", forderten die Anhänger der Lilien lautstark, nachdem der Abstieg ein weiteres Mal verschoben worden war. Erst am kommenden Samstag wird das Schicksal der Südhessen also besiegelt sein - es sei denn, der Rekordmeister aus München wird entzaubert.

"Wir können jetzt mit breiter Brust dorthin fahren", sagte Offensivspieler Marcel Heller nach dem 3:0 (2:0) gegen den SC Freiburg, dem dritten Sieg nacheinander.

Heller: "Es tut einfach gut"

Eine solche Serie war den Darmstädtern in ihren vier Jahren Fußball-Bundesliga noch nie gelungen, vielleicht wird es das auch nie mehr geben. Aber sei es drum. "Es tut einfach gut, dass wir nun mal eine positive Serie haben. Man kann nur den Hut vor uns ziehen", meinte Heller.

Wie Heller wusste auch Trainer Torsten Frings, dass ein Sieg gegen den FCB, in dessen Stadion, in dieser Situation, nur mit "viel, viel Glück" machbar ist.

"Aber ich habe immer gesagt, dass man in jedem Spiel die Chance besitzt, etwas zu holen", sagte Frings: "Und wie ich meine Jungs kenne, werden sie alles probieren und aus sich rausholen."

Streich: "Darmstadt in allen Belangen überlegen"

So, wie sie es seit Wochen tun. Zu den bewährten Lilien-Tugenden wie Kampf, Fleiß und Laufbereitschaft kamen am Samstag vor 17.400 Zuschauern auch noch spielerische Raffinesse und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.

"Wir hatten keine Chance. Darmstadt war in wirklich allen Belangen überlegen", analysierte Freiburgs Trainer Christian Streich anerkennend.

Acht Punkte beträgt der Rückstand von Tabellenschlusslicht Darmstadt auf den Relegationsrang zwar immer noch, er könnte sich am Sonntag bei einem Sieg des FC Augsburg gegen den Hamburger SV sogar auf neun Punkte erhöhen.

Platte: "Rechnen nicht mehr mit der Rettung"

"Der Funken Hoffnung ist extrem klein, wir rechnen nicht mehr mit der Rettung", sagte Angreifer Felix Platte: "Aber wir werden weiter Gas geben und gucken, was in München drin ist."

Felix Platte ("Die Bayern sind nochmal eine andere Liga") hatte die Führung der dominierenden Gastgeber erzielt (18.), noch vor der Pause erhöhte Jerome Gondorf (45.+1).

Besonders allerdings war der dritte Treffer - weil er von Sven Schipplock (65.) erzielt worden war und damit eine wahre Rarität darstellte.

Schipplock beendet Torflaute

"Mir ist kein Stein, sondern ein ganzer Felsen vom Herzen gefallen", sagte Schipplock, der 1957 Minuten auf einen Torerfolg gewartet hatte: "Das hat ziemlich an meinem Ego gekratzt."

Von Frings gab es für den "total verdienten Treffer" ein Sonderlob, "weil sich Sven immer in den Dienst der Mannschaft stellt".

Ob er damit auch eine Option für die Startelf gegen München ist? "Das Spiel ist noch so weit weg, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht", sagte Frings, der viel lieber den Moment des Erfolgs auskostete.

"Wir sind überglücklich, uns noch eine weitere Woche Fußball-Bundesligist nennen zu können."

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