Profi-Debüt von Moukoko? Das sagt Talent-Trainer Addo

Jens Tampier, Maximilian Lotz
Sport1

Theoretisch könnte Youssoufa Moukoko schon im November sein Bundesligadebüt feiern.

Anfang April hatte die Deutsche Fußball Liga (DFL) die Altersgrenze auf 16 Jahre gesenkt, somit wäre Moukoko ab seinem 16. Geburtstag am 20. November dieses Jahres spielberechtigt. Borussia Dortmunds Top-Talente-Trainer Otto Addo traut dem BVB-Megatalent jedenfalls viel zu - bremst aber auch die hohen Erwartungen.

Ob Moukoko schon im November den Sprung zu den Profis schafft, sei schwierig einzuschätzen, sagte Addo auf einer Pressekonferenz der Dortmunder.

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Addo: "Das Potenzial hat er auf jeden Fall"

"Ich bin auch kein Hellseher", erklärte der 45 Jahre alte Ex-Profi. "Ich hoffe, dass er es schafft. Das Potenzial hat er auf jeden Fall. Aber keiner weiß, wie er unter Profibedingungen trainiert und wie er sich gegen erwachsene, gestandene Spieler durchsetzen kann. Deswegen tut es dem Jungen nicht gut, wenn wir jetzt sagen: 'Er schafft das jetzt oder er schafft es nicht'."


Moukoko gilt als eines der größten Talente in Deutschland. In der laufenden Spielzeit traf er für die U19 des BVB in 20 Ligaspielen 34 Mal und legte in den Duellen mit Spielern, die größtenteils zwei oder drei Jahre älter sind als er, neun weitere Treffer auf. Als Zwölfjähriger hatte der Linksfuß bereits in der U17-Bundesliga mitgespielt, nachdem er vor vier Jahren vom FC St. Pauli zum BVB gewechselt war.

Addo lobt BVB-Talent Moukoko

"Wir müssen das auf uns zukommen lassen", gab sich Addo betont gelassen. "Er bringt auf jeden Fall alles mit. Er ist sehr, sehr diszipliniert, sehr motiviert, arbeitet professionell. Er macht sehr, sehr viele Sachen einfach sehr gut. Ich habe selten einen Spieler gesehen, der so an den kleinen Schwächen, die er noch hat, arbeitet. Er gibt alles dafür. Ich hoffe, dass es reicht. Die Voraussetzungen sind auf jeden Fall sehr gut."

BVB-Nachwuchskoordinator Lars Ricken hatte die Senkung der Altersgrenze zuletzt positiv bewertet - gerade in Bezug auf Moukoko.


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"Er hat in den vergangenen drei Jahren knapp 130 Tore geschossen. Dem Jungen musst du zumindest die Möglichkeit geben, den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen", sagte Ricken im SPORT1-Interview im April. "Hinzu kommt, dass ausländische Ligen bislang einen Wettbewerbsvorteil hatten. Das kann nicht im Sinne des deutschen Fußballs sein, wenn wir Youssoufa zum Beispiel nach England verleihen würden, damit er diesen nächsten Schritt geht."

Moukoko selbst sah den DFL-Entschluss als zusätzlichen Ansporn. "Das gibt natürlich jetzt jedem Spieler noch mehr Motivation, Gas zu geben", sagte Moukoko im April bei einem Q&A auf Instagram. 

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