Bundesliga: Hoeneß: FCB wird "ein anderer Verein"

Uli Hoeneß hat vor Beginn seiner letzten Woche als Präsident des FC Bayern München noch einmal betont, dass sein Rückzug "eine freie Entscheidung" gewesen sei.
Uli Hoeneß hat vor Beginn seiner letzten Woche als Präsident des FC Bayern München noch einmal betont, dass sein Rückzug "eine freie Entscheidung" gewesen sei.

Uli Hoeneß hat vor Beginn seiner letzten Woche als Präsident des FC Bayern München noch einmal betont, dass sein Rückzug "eine freie Entscheidung" gewesen sei.

Er werde "nicht aus Altersgründen weggemobbt", stellte Hoeneß im kicker klar. Der 67-Jährige war im vergangenen Jahr auf der Jahreshauptversammlung des Vereins von Fans aufgrund seines Wirkens in jüngerer Vergangenheit teils heftig kritisiert worden.

Hoeneß hatte Ende August angekündigt, auf der Jahreshauptversammlung am kommenden Freitag nicht mehr für das Amt des Vereinspräsidenten kandidieren zu wollen, auch den Vorsitz des Aufsichtsrats wird er abgeben. Als Grund dafür führte der Vorsitzende des Verwaltungs-Beirats beim FCB Edmund Stoiber "Zwistigkeiten" mit Karl-Heinz Rummenigge an. Auch der Vorstandsvorsitzende, mit dem Hoeneß ein ums andere Mal aneinander geraten war, wird Ende 2021 aussteigen.

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Ob der FC Bayern ohne das Führungsduo ein ganz normaler Verein werde, "wird sich zeigen", sagte Hoeneß. Dass er "ein anderer Verein" werde, sei "keine Frage". Herbert Hainer wird am Freitag aller Voraussicht nach die Hoeneß-Nachfolge als Präsident des deutschen Rekordmeisters antreten, Rummenigge - so der Plan - wird spätestens Ende 2021 von Oliver Kahn beerbt.

Hoeneß gesteht Fehler ein: "Habe auch viel Mist gebaut"

Die personelle Neuausrichtung des Klubs bezeichnet Hoeneß als "Prozess", in dem auch Fehler gemacht würden. "Woher sollen die Leute die Erfahrung haben. Ich habe als junger Manager auch viel Mist gebaut", sagte Hoeneß: "Ich war viel zu emotional, habe Leute attackiert."

Sein designierter Nachfolger Hainer werde "es ganz schnell lernen, wie man Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender des FC Bayern ist", erklärte Hoeneß: "Er ist ein Topmanager aus der Industrie, das kann man auf den Fußball übertragen." Er sei zuversichtlich, dass Hainer und Kahn in ihre Rollen "hineinwachsen" werden. Auch deshalb stellte er seine Entscheidung, sich nach fast 40 Jahren an der Spitze des Klubs zurückzuziehen, nicht in Frage.

"Irgendwann muss es einfach kommen. Fertig, aus, Amen. Ist halt so", sagte Hoeneß. Würde er noch einmal für die Präsidentschaft kandidieren, "würde ich die Entwicklung wieder drei Jahre aufhalten. Ich muss die jetzt ins Wasser schmeißen. Ich glaube, der Zeitpunkt ist gut".

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