Bundesliga: Hoffenheimer "Psychospielchen", die keine sind - "Druck liegt bei Dortmund"

Endspiel um die Königsklasse: 1899 Hoffenheim will beim direkten Konkurrenten Borussia Dortmund einen Riesenschritt Richtung Champions League machen. Julian Nagelsmann grinste. Auf "Psychospielchen" hat der Trainer von 1899 Hoffenheim vor dem Endspiel um die Königsklasse keine Lust.

Endspiel um die Königsklasse: 1899 Hoffenheim will beim direkten Konkurrenten Borussia Dortmund einen Riesenschritt Richtung Champions League machen. Julian Nagelsmann grinste. Auf "Psychospielchen" hat der Trainer von 1899 Hoffenheim vor dem Endspiel um die Königsklasse keine Lust.

"Es ist einfach so - Borussia Dortmund hat den größeren Druck, und das wissen sie auch", sagte der sichtlich entspannte 29-Jährige über die Partie am Samstag (15.30 Uhr im LIVETICKER), in der die Kraichgauer eine bislang sehr gute Saison zu einer überragenden erheben können.

Mit einem Sieg beim BVB würde die TSG Platz drei festigen, aus dem einen Punkt Vorsprung auf Dortmund zwei Spieltage vor Schluss vier machen. Die direkte Qualifikation für die Gruppenphase der Champions League wäre in greifbarer Nähe. "Wir haben eine Chance, die nicht viele Teams bekommen", sagte Nagelsmann: "Ich habe keine Angst und spüre keinen Druck, sondern freue mich einfach. Und ich glaube, meiner Mannschaft geht es genauso."

Der BVB, eine "außergewöhnlich starke Mannschaft" (Nagelsmann), die seit mehr als zwei Jahren kein Liga-Heimspiel verloren hat, muss sich hingegen dem Selbstverständnis nach für die Champions League qualifizieren. Als Vierter, der vor der Gruppenphase zunächst die Play-offs im August überstehen muss, ist das deutlich schwieriger.

Am Ende könnte es reichen

"Wir müssen unsere Torchancen nutzen", sagte Nagelsmann: "Aber wir werden auch nicht verhindern können, dass sich Dortmund welche erspielt." Es gehe darum, so zu spielen, dass "ihnen die große Lust am Fußball vergeht". Dann könnte es am Ende reichen.

Denn die Hoffenheimer sind sich natürlich auch darüber im Klaren, dass mit dem vierten Platz erst einmal wenig gewonnen wäre. Auf die ungesetzte TSG, die ihre Nationalspieler Rudy und Niklas Süle nach der Saison an den Rekordmeister Bayern München verliert, würde wahrscheinlich ein "richtiges Brett" (Nagelsmann) in den Play-offs warten. Dann droht der "Trostpreis" Europa League - die große Bühne gibt es aber nur in der Königsklasse.

"Natürlich wäre ein Klub wie Real Madrid ein Traum. Ich glaube, im Estadio Santiago Bernabéu würde auch mir das Herz in die Hose rutschen. Aber ich hoffe, dass wir noch andere große Stadien kennenlernen, denn das würde bedeuten, dass wir weit kommen im Europapokal", sagte Mehrheitseigner Dietmar Hopp unlängst.

Hansi Flick vor Rückkehr zur TSG

Abgesehen von den tollen Namen garantiert Platz drei auch erhebliche Mehreinnahmen für den trotz Hopp kleinen Klub aus dem Kraichgau. Allein zwölf Millionen Euro bekommt jeder Klub in der Königsklasse als Startgeld. In der Europa League sind es 2,4 Millionen.

Dennoch "wäre es der völlig falsche Ansatz, von einem verpassten Ziel zu sprechen, wenn wir Vierter werden", betonte Nagelsmann, dem bei der Planung für die kommenden Saison vielleicht ein in Hoffenheim bekanntes Gesicht zur Seite gestellt wird. Der frühere DFB-Sportdirektor Hansi Flick steht laut kicker vor einer Rückkehr zur TSG, bei der er von 2000 bis 2005 als Trainer gearbeitet hatte.

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