Bundesliga: Neuer: "Es ist eine Frage der Motivation"

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Nach dem 2:0-Sieg bei Union Berlin sind die Protagonisten beim FC Bayern zumindest mit dem Ergebnis zufrieden. Der 1. FC Köln kann mit dem Remis gegen Mainz leben. Und: Bruno Labbadia hat seine Spieler nach der Jubeltraube in Hoffenheim verteidigt. Hier gibt es die Stimmen zum 26. Spieltag.

Hansi Flick (Trainer FC Bayern München) ...

... zum Spiel: "Es war ein Arbeitssieg, aber am Ende ein verdienter Sieg. Wir haben etwas schwer reingefunden ins Spiel. Aber ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Sie haben konzentriert die 90 Minuten runtergespielt. Ich war am Ende mit dem Ergebnis zufrieden."

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... zur aktuellen Situation (vor dem Spiel): "Es ist für uns alle ein besonderer Spieltag. Wir haben uns gut vorbereitet und haben alle vorgegebenen Maßnahmen durchgeführt. Die Mannschaft hat seit dem Beginn der Krise sehr professionell gearbeitet."

Manuel Neuer (Kapitän FC Bayern München) ...

... zum Spiel: "Natürlich sind bei einem Spiel ohne Zuschauer die Minuten immer sehr lang. Bis das Spiel dann abgepfiffen wird, das fühlt sich ein bisschen länger an. Wir waren natürlich froh, dass wir das Spiel dominiert haben und die drei Punkte verdient mit nach Hause nehmen."

... zur Einstellung auf das Spiel: "Hier kennen wir eigentlich eine andere Atmosphäre in der Alten Försterei. Es kommt dann wirklich nur auf uns an. Es ist dann immer eine Frage der Motivation, der Einstellung und dem Bewusstsein dafür, was für ein Spiel hier heute stattfindet. Wir waren von Anfang an wach, haben uns spielerisch nicht von der allerbesten Seite gezeigt, aber das können wir ja noch ausbauen."

... zur Vertragsverlängerung: "Ich denke, dass Karl-Heinz Rummenigge im Bild und im Moment gibt es nichts zu verkünden und dabei bleibe ich auch. Es gibt da kein Ultimatum. Ich glaube, dass der FC Bayern jetzt sowieso schon viel gemacht hat. Ich denke, dass es jetzt nicht von Nöten ist, dass man so eine Entscheidung treffen muss."

... zum Gehaltsverzicht: "Es wurde ja schon berichtet, dass die Mannschaft sich darüber offen geäußert hat."

... zum Meisterschaftskampf: "Wir haben jetzt eine neue Situation, damit muss man erst einmal klarkommen. Wir haben jetzt einen von neun Spieltagen hinter uns, da kann noch einiges passieren. Man darf keine Mannschaften, gerade, wenn sie so stark sind wie Leipzig, abschreiben."

Thomas Müller (Torschütze und Kapitän FC Bayern München) ...

... zum Spiel: "Wir sind hier ganz klar mit dem Ziel angereist, die drei Punkte mitzunehmen. Das haben wir geschafft. An der einen oder anderen Stelle haben wir sicherlich noch Luft nach oben. Mit dem 1:0 hatten wir etwas mehr Sicherheit und vor der Halbzeit hätten wir eigentlich noch nachlegen müssen."

... zur besonderen Situation: "Es war natürlich ein bisschen Kribbeln da, weil es endlich wieder losgeht. Ein bisschen, wie beim ersten Bundesliga-Spieltag im August. Aber wirklich nervös, dass irgendetwas schiefgeht, war ich nicht. Wir waren ja aufgeklärt, was hier ablaufen wird, wie die Gegebenheiten sein werden. Sowohl Union, wie auch wir haben das super angenommen. Natürlich hat das etwas von ‚alte Herren 19.00 Uhr bei Flutlicht'-Atmosphäre. Vielleicht war das dann heute für uns auch ein kleiner Vorteil, weil natürlich gerade hier an der Alten Försterei die Stimmung schon das Zünglein an der Waage sein kann."

... zu den Einhaltungen der Vorkehrungen: "Wir versuchen das bestmöglich zu vermeiden, die Geschichten, die wir nicht machen sollen. Ich denke, wir sind jetzt strenger unter Beobachtung als Rest-Deutschland."

Markus Hoffmann (Co-Trainer 1. FC Union Berlin) zum Spiel: "Wir haben uns den Bayern aufdrängen können, dass sie auch lange Bälle gespielt haben, haben sie in viele Zweikämpfe verwickelt und immer wieder ihren Rhythmus gebrochen. Es war vielleicht nicht immer schön, aber es war wichtig für unser Spiel und wir hatten auch unsere Chancen."

Neven Subotic (1. FC Union Berlin) ...

... zum Spiel ohne Fans: "Es ist auf jeden Fall anders. Überhaupt schon hier anzukommen mit dem Bus. Normalerweise sieht man die Fans schon Vorfeiern. Wir merken, was diesen Job so besonders macht und das sind die Fans. Aber unser Job ist es auch, Fußball zu spielen. Diesen Wettkampf haben wir alle in uns und ich hoffe, dass es für die Zuschauer zu Hause ein spannendes Spiel war. Auf dem Feld hat es sich auch wieder richtig gut angefühlt."

Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln): "Ich sage nicht, dass ich zufrieden bin, aber wir können mit dem Punkt leben. Uns hat das Tor nicht so gut getan, danach waren wir passiv und der Gegner hat mehr Spielanteile gehabt. Es war ein Spiel mit einem offenen Visier, beide hatten Chancen. Die Abstimmung und die Abstände haben mir nicht so gut gefallen, da haben wir dem Gegner zu viele Räume gegeben. Aber das ist vielleicht normal nach dieser kurzen Vorbereitungszeit."

Achim Beierlorzer (Trainer FSV Mainz 05): "Wir haben das ganz toll hingekriegt. Damit meine ich den 1. FC Köln und den FSV Mainz 05. Wir haben ein tolles Fußballspiel abgeliefert mit einem gerechten Ausgang. Dieses 2:2 ist für uns hochverdient, ich kann nur die Moral der Mannschaft loben. Wir haben uns den Punkt redlich verdient."

Mark Uth (Torschütze 1. FC Köln) ...

... zum Spiel: "Wenn du zuhause 2:0 führst, musst du das eigentlich über die Zeit bringen. Das Spiel stand etwas auf Messer Schneide. Zum Schluss war es ein kleines Offensivspektakel, es ging nur hin und her. Wir haben uns natürlich mehr ausgemalt, aber für einen Start nach so einer Pause, ist ein Punkt okay."

... zur Frage, ob die Fans bei der 2:0-Führung den Unterschied gemacht hätten: "Wir wissen, was wir an unseren Fans haben. Die pushen einen durch das ganze Spiel, 90 Minuten lang. Gerade in Köln: Da sitzt keiner mehr, wenn du mit 2:0 führst. Aber es ist für jeden gleich. Da müssen wir uns dran gewöhnen."

... zur Frage, warum er immer gegen Mainz 05 trifft: "Weiß ich auch nicht so genau. Scheint mein Lieblingsgegner zu sein. Scheint so, als muss ich immer gegen die Mainzer ein Tor machen."

Rouven Schröder (Vorstand Sport 1. FSV Mainz 05) ...

... zum Spiel: "Es war echt ein begeisterndes Spiel. Es ging rauf und runter. Es ging auf der Wiese wie beim Straßenfußball zu. Es ist kein Zuschauer da, man muss sich messen im Eins gegen Eins und ich glaube, beide Seiten wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Am Ende ist das 2:2 ein verdienter Punkt für beide Seiten. Da war alles drin, die Jungs haben sich wirklich verausgabt. Für das erste Spiel nach acht Wochen war das wirklich gut "

... zum Comeback nach dem 0:2-Rückstand: "Man hat gemerkt, die Jungs wollten das nicht auf sich sitzen lassen. Nach fünf Minuten steht es 0:1, dann sind wir aber gut im Spiel gewesen, hatten zwei Großchancen und nicht genutzt. Nach der Halbzeit haben wir gepennt, 2:0 und uns dann trotzdem wieder aufgerafft. Am Ende des Tages war das eine Mentalitätsleistung und ein verdienter Punkt."

Borussia Dortmund - FC Schalke 04 4:0

Julian Brandt (Borussia Dortmund) ...

... zum Spiel: "Mir wäre es lieber, wenn die Rahmenbedingungen normal wären. Aber gut, am Ende ist es so und wir müssen uns alle anpassen. Fußball ist Fußball und man versucht schon auch seinen Spaß zu finden. Ich glaube den hatten wir heute teilweise. Am Ende wurde es dann ein bisschen weniger, weil die Kräfte nachgelassen haben. Da hat man die letzten sieben, acht, neun Wochen auch gemerkt. Aber im Grunde genommen: Was gibt es Schöneres als mit so einem Sieg wieder in die Saison einzusteigen."

Daniel Caligiuri (Kapitän FC Schalke 04) ...

... zum Spiel: "Wir haben uns viel vorgenommen, aber gerade in der ersten Halbzeit keinen Zugriff bekommen. Die Freiräume der Dortmunder Sechser waren zu groß, deshalb konnten sie sich immer aufdrehen und das Spiel verlagern. In die zweite Halbzeit sind wir mit unserer Umstellung auf Raute eigentlich gut gestartet. Aber dann kriegst du direkt das 0:3 und dann wird es schwierig für den Kopf, da nochmal zurückzukommen."

Roman Bürki (Torwart Borussia Dortmund) ...

... zur Geisterkulisse: "Wir haben vorher viele Gespräche geführt und wussten, dass es eigentlich nichts anderes ist als das Spiel, was wir früher als Kinder gespielt haben: Ohne Zuschauer und einfach Spaß haben. Das hat man heute der Mannschaft auch angemerkt. Das Resultat macht nun auch die Leute vorm Fernseher glücklich."

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund) ...

... zum Spiel: "4:0 gegen Schalke - das ist ganz okay. Der Schlüssel war, dass die Mannschaft gut zusammengespielt hat, auch defensiv. Das war sehr, sehr speziell. Du hast keinen Lärm, du schießt aufs Tor, machst einen Top-Pass, ein Tor - und nichts passiert. Das ist sehr, sehr komisch. Unser Publikum fehlt uns sehr. Es war ein ganz anderes Spiel als sonst. Es ist schwer, zu beurteilen, wie gut das Spiel war. Ich hatte das Gefühl, das war nicht so engagiert wie geplant. Die Spieler haben sich gut auf ihre Aufgabe konzentriert."

David Wagner (Trainer FC Schalke 04) ...

... zum Spiel: "Wir haben kein gutes Spiel gemacht und zu ganz schlechten Momenten die Gegentore bekommen. Mindestens zwei Tore wären einfach zu verteidigen gewesen. Derby-Niederlagen sind prinzipiell unangenehm, auch diese in skurriler Atmosphäre. Das Rückrundengefühl ist irgendwie noch nicht da. Die Situation ist ganz außergewöhnlich. Ich glaube nicht, dass wir große körperliche Defizite hatten. Wir hatten Defizite beim Verteidigen der richtigen Räume. Die Schnelligkeitsvorteile im BVB-Spiel sind dann auch der Situation geschuldet. Jedes Spiel ist eine Gelegenheit, es besser zu machen."

Clemens Tönnies (Aufsichtsratsvorsitzender Schalke 04): "Es gibt einiges aufzuarbeiten. Ich weiß nicht genau, was die Ursache war. Aber ich denke, darüber werden wir reden. Die Spieler waren sehr beeindruckt. Sie haben nicht so aufgespielt wie normal. Es geht um das Derby, da muss man alles hinter sich lassen und kämpfen. Das hat heute ein bisschen gefehlt."

RB Leipzig - SC Freiburg 1:1

Kevin Kampl (RB Leipzig) ...

... zum Spiel: "Ich glaube, wir sind fünfmal vorm leeren Tor gestanden und müssen das Ding einfach nur machen. Wir hatten heute Chancen für zwei Spiele. Nichtsdestotrotz haben wir heute ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir haben uns sehr viele Chancen erarbeitet, obwohl Freiburg wie im Hinspiel sehr tief stand. Daran sieht man, dass wir gut gearbeitet haben. Ich bin mir sicher, dass die Chancenverwertung in den nächsten Partien wieder besser werden wird."

Robin Koch (SC Freiburg) ...

... zum Spiel: "Es war gar nicht so einfach den Push rauszuholen, den man sonst so hat, wenn 50.000 auf den Rängen sind. Man muss sich irgendwie selbst motivieren, wenn man in ein leeres Stadion kommt. Wir haben es ganz gut hinbekommen und die Spannung hochbekommen. Es war für alle ungewohnt und es wird für alle noch eine Zeit lang ungewohnt bleiben. Aber es geht nicht anders und fürs erste Spiel haben wir es auch ohne Zuschauer schonmal ganz gut hinbekommen.

Manuel Gulde (Torschütze SC Freiburg) ...

... zum Spiel: "Wenn man die zweite Halbzeit sieht, muss man mit dem Punkt glücklich sein. Leipzig hat superstarken Druck gemacht und da haben wir auch Glück gehabt, dass wir nicht zwei oder drei Tore kriegen. Die erste Halbzeit war gut von uns, da hat Leipzig nicht viel gehabt. Aber in der zweiten Halbzeit kam natürlich nicht mehr viel von uns."

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig) ...

... zum Spiel: "Wir waren in den ersten 25 Minuten sehr dominant, danach waren wir etwas ungeduldig im Ballbesitz und haben nicht mehr so gut attackiert. Aus meiner Sicht hätten wir trotzdem vor der Pause schon in Führung gehen können. In den letzten zehn Minuten haben wir etwas den Zugriff verloren. Außer bei der Standardsituation war es aber eigentlich nicht gefährlich. In der zweiten Halbzeit waren wir dann extrem überlegen. Wir hatten sechs, sieben hundertprozentige Chancen und da musst du gegen einen so tiefen Gegner mal eine machen. In Anbetracht der Chancen hätte sogar ein hoher Sieg bei rauskommen müssen. Wenn wir drei oder vier Tore schießen, wäre es nicht ganz unverdient gewesen."

... zu Mängeln nach der langen Pause: "Heute hat nicht so viel gefehlt. Wir hatten eine gute Restverteidigung und einen sehr guten Charakter auf dem Feld. Wir haben schon auch guten Fußball gespielt und in der zweiten Halbzeit viel Risiko genommen. Es fehlt ein bisschen der Rhythmus, um die Chancen zu machen. Ich bin mir sicher, wenn wir sie in Zukunft auch so rausspielen, werden wir sie auch wieder machen."

... zum Meisterkampf: "In der Tabelle wird wie nahezu jedes Jahr alles über Bayern gehen. Wir haben ein bisschen viele Punkte liegenlassen zuletzt - gerade vor der Zwangspause. Wir müssen unsere Hausaufgaben wieder machen und schauen, dass wir auf die ersten vier Plätze kommen. Das ist unser Hauptziel, dann schauen wir, was am Ende rauskommt. Ich hake die Meisterschaft noch nicht ab. Aber wenn du zuhause 1:1 gegen Freiburg spielst und dort verlierst, sind das beispielsweise aus den beiden Spielen zu wenige Punkte um Deutscher Meister zu werden."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg) ...

... zum Spiel: "Wir freuen uns genauso, dass wir wieder unserer Arbeit nachgehen können wie der Koch, der den Menschen wieder ein gutes Gericht zubereitet. Wir freuen uns wie alle anderen Menschen, die versuchen Dinge kreativ umzusetzen. Von dem her war ich sehr froh, dass wir heute wieder ins Stadion gehen durften."

TSG Hoffenheim - Hertha BSC 0:3

Oliver Baumann (Torwart TSG 1899 Hoffenheim) ...

... zum Spiel: "Drei Viertel der Partie waren eigentlich in Ordnung von uns. Da haben wir auch unsere Möglichkeiten gehabt - eine Riesenmöglichkeit zum Ausgleich. Letztendlich hat es Berlin mit den Toren heute einen Ticken zu einfach gehabt."

Vedad Ibisevic (Torschütze Hertha BSC) ...

... zu Labbadia: "Es ist schon einiges passiert in den letzten Wochen mit ihm. Natürlich haben wir mit dem neuen Trainer immer wieder versucht, uns auf Fußball zu konzentrieren. Trotz aller Umstände, die wir sonst hatten. Das ist uns sehr gut gelungen. Wir haben alle sehr hart gearbeitet."

Alfred Schreuder (Trainer TSG Hoffenheim) ...

... zum Spiel: "Das 0:3 fühlt sich nicht gut an. Wir hatten zwei oder dreimal die Chance zum 1:0. Da machen wir das Tor nicht. Genau wie zu Beginn der zweiten Halbzeit. Nach dem 0:1 haben ein paar Jungs die Konzentration verloren. Defensiv waren wir individuell absolut nicht gut. Und vorne müssen auf dem Niveau die Chancen rein."

Bruno Labbadia (Trainer Hertha BSC) ...

... zum Spiel: "Der Mannschaft tut es wahnsinnig gut, sie hat die ganze Zeit super gut mitgemacht. Sie hat diesen Sieg fürs Selbstvertrauen gebraucht. Man darf nicht vergessen, wo wir herkommen und was rund um die Mannschaft im Verein los war. Ich bin sehr froh, dass wir diese drei Punkte geholt haben. Die Mannschaft ist das sehr, sehr geschlossen angegangen."

... zur Jubeltraube bei den Toren zum 2:0 und 3:0 "Ich weiß, dass jeder auf uns guckt. Eins ist aber klar. Der Fußball hat keine Subvention bekommen, sondern macht alles selber. Wir sind schon fünf- oder sechsmal getestet worden. Ich glaube, wir werden es nicht verhindern können. Es ist ja auch nur eine Empfehlung der DFL. Fakt ist, dass das zum Fußball dazugehört. Wir sind so oft getestet, dass man das auch zulassen kann. Wenn man nicht mehr feiern kann, geht noch mehr kaputt. Ich bin einfach froh, dass die Mannschaft heute Grund zum Jubeln hatte."

FC Augsburg - VfL Wolfsburg 1:2

Andreas Luthe (Torhüter FC Augsburg) ...

... zum Spiel: "Es ist unheimlich schwierig, sich selbst in eine gute mentale Verfassung zu bringen. Aber ich glaube, das haben wir als Team geschafft. Es war nicht einfach, dass auf einmal der Cheftrainer nicht dabei sein kann. Das ist natürlich scheiße. Aber wir haben es super hinbekommen. Wir waren als Mannschaft gerade in der zweiten Halbzeit richtig, richtig gut. Das macht schon Mut für die nächsten Wochen. Das hat gezeigt, dass wir nicht schlecht vorbereitet sind."

Daniel Ginczek (Torschütze VfL Wolfsburg) ...

... zu seiner Jokerrolle: "Ich habe schon gehofft und auch gedacht, dass ich von Anfang an spiele. Ich akzeptiere die Entscheidung vom Trainer. So wie es dann heute gelaufen ist, war natürlich gut für mich. Ich konnte ein bisschen Eigenwerbung machen. Wir haben gewonnen, ich habe das Tor gemacht. Jetzt geht es für mich unter der Woche weiter, um zu zeigen, dass ich in die Mannschaft will."

Tobias Zellner (Interimstrainer FC Augsburg) ...

... zum Spiel: "In der ersten Halbzeit haben wir ein bisschen gebraucht, da war uns Wolfsburg überlegen. Nach der Halbzeit hatten wir eine sehr gute Phase. Der Führungstreffer ist uns leider aberkannt worden. Für Wolfsburg war das ein Hallo-Wach-Effekt, uns hat das etwas runtergezogen. Am Ende haben wir leider in der Defensive gepatzt. Jetzt müssen wir den Blick nach vorne richten. Zu Heiko Herrlich hatte ich das letzte Mal am Freitagabend Kontakt. Das war natürlich eine Besonderheit zwei Tage vor dem Spiel. Aber Heiko hat die Verantwortung übernommen."

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg) ...

... zum Spiel: "Wir sind sehr glücklich, dass wir nach dieser langen Phase mit einem Sieg starten konnten. Dass wir in der Nachspielzeit getroffen haben, war natürlich etwas glücklich. Wir waren aber aus meiner Sicht über 90 Minuten die gefährlichere Mannschaft. Wir haben das Spiel im Großen und Ganzen im Griff gehabt. Nach dem aberkannten Tor des FCA haben wir den Druck erhöht, das hat mir gefallen. So ein Sieg ist genauso schön wie vor einem vollen Stadion. Natürlich möchtest du mit deinen Fans feiern. Die Freude war groß, aber wir müssen uns eben sehr disziplinieren."

Fortuna Düsseldorf - SC Paderborn 0:0

Kaan Ayhan (Fortuna Düsseldorf) ...

... zum Spiel: "Ich weiß nicht, ob man sich in ein, zwei Wochen an die Sachen gewöhnt hat oder ob die einen immer noch beschäftigen. Ab dem Moment, indem der Schiedsrichter anpfeift, gibt es einen Cut und man ist mit dem Fokus voll im Spiel und nicht 90 Minuten mit den Sachen drum herum beschäftigt."

Uwe Rösler (Trainer Fortuna Düsseldorf) ...

... zum Spiel: "Wir hatten heute richtig Pech. Wir hatten viermal Pfosten oder Latte. Die hatten nur eine Chance und so ein Spiel kannst du dann in der 88. Minute sogar noch verlieren. Wenn wir so spielen, steigen wir nicht ab."

Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn) ...

... zur Geisterkulisse: "Ich habe es schon gern, wenn Emotionen von den Rängen kommen. Dafür machen wir es ja auch. Wir machen es nicht dafür, dass wir irgendwo alleine auf einer Wiese spielen."

Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach 1:3

Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt) ...

... zu seiner Rettungstat gegen Jonas Hofmann: "Da war natürlich viel Glück dabei. Unser ganzes Spiel war ok, aber Gladbach ist ein Topteam. Wir haben die ersten Minuten verschlafen. Wenn man gegen ein solches Topteam 0:2 hinten liegt, dann wird es natürlich schwer."

... zur verschlafenen Anfangsphase: "Gladbach ist richtig gut reingekommen und macht mit dem ersten Schuss gleich das erste Tor. Das hat ihnen in die Karten gespielt und bei uns ist natürlich erstmal ein kurzer Knick da. Nach dem 0:2 sind wir gut ins Spiel gekommen, haben das Spiel offen gehalten und hätten etwas früher den Anschlusstreffer machen müssen, dann wäre es wieder richtig spannend geworden. So kam das 1:3 leider zu spät."

Kevin Trapp (Torwart Eintracht Frankfurt) ...

... zur Abstiegsgefahr: "Jeder sieht die Tabelle. Wir müssen weitermachen. Wir haben heute natürlich gegen einen guten Gegner gespielt. Wir haben die Anfangsphase komplett verschlafen, das hat Gladbach noch mehr in die Karten gespielt. Nichtsdestotrotz haben wir aus meiner Sicht ein gutes Spiel gemacht. Wir sind nach dem 0:2 besser in die Zweikämpfe gekommen, haben auch fußballerisch viel besser gespielt. Dennoch müssen wir hart weiterarbeiten, um die nötigen Punkte zu holen. Wie eng es noch werden kann, sieht man an der Tabelle."

... zur Anfangsphase: "Wir müssen uns das nochmal anschauen. Wir verlieren zweimal entscheidende Zweikämpfe, den ersten schon nach 30 Sekunden. Du gehst in ein Spiel rein, hast dir viel vorgenommen und kriegst gleich zwei Gegentore. Das darf so nicht passieren. Woran es gelegen hat, müssen wir in den kommenden Tagen besprechen. Wir hatten vier, fünf sehr ordentliche Wochen zuletzt. Das müssen wir in den kommenden Partien umsetzen. Das werden noch spannende Wochen."

Jonas Hofmann (Borussia Mönchengladbach) ...

... zu seinem Fehlschuss vorm leeren Tor: "Bei dem Endergebnis kann man drüber lachen. Aber das ist schon recht peinlich. Vielleicht habe ich schon ein bisschen abgeschaltet. Ich gucke erst hoch, was der Hinteregger für eine Bewegung macht. Dann gucke ich wieder auf den Ball und habe ihn mir wohl falsch ausgeguckt. Es geht weiter. Zum Glück haben wir gewonnen."

... zum Spiel: "Auf spielerischer Ebene haben wir uns teilweise echt schön von hintenraus kombiniert. Das ist nach 66 Tagen Pause nicht selbstverständlich. Das war schon ganz ordentlich fürs erste Spiel."

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt) ...

... zum Spiel: "Wir wollten anders ins Spiel gehen. Wenn du so früh zurückliegst, ist es gegen eine so gute Mannschaft sehr schwer. Das ist nicht verständlich, dass wir so schläfrig ins Spiel gehen und uns in den entscheidenden Zweikämpfen am Anfang nicht gut angestellt haben. Wir haben danach schon versucht nach vorne zu spielen. Gerade in der zweiten Halbzeit habe ich einige Sachen gesehen, die gut sind. Aber gegen so eine Klassemannschaft darfst du halt keine Fehler machen, deswegen haben wir heute auch verdient verloren. Speziell in der Anfangsphase haben wir den Sieg verspielt."

... zu einem Zwischenruf nach dem 0:2, dass dies kein Freundschaftsspiel sei: "Es war nicht von mir, aber als Weckruf nicht verkehrt. Aber trotz allem habe ich viele Sachen gesehen, die mir gefallen haben. Nach zehn Tagen Mannschaftstraining muss man aus dem ersten Spiel einfach die richtigen Schlüsse ziehen."

... zur Nachsicht mit seiner Mannschaft: "Es bringt nichts sich hierhin zu stellen und nach dem ersten Spiel gleich draufzuhauen. Das klären wir intern. Gladbach hat eine tolle Mannschaft. Ich habe in der Offensive viele Aktionen gesehen, bei denen nur der letzte Pass gefehlt hat."

... zum Elfmeter: "Für mich ist es ein Elfmeter, der sehr schmeichelt. Ich hätte ihn nicht gegeben. Das hat uns dann natürlich den Zahn gezogen."

... zu Abstiegssorgen: "Ich mache mir keine Sorgen, ich mache mir nur Gedanken. Wir wissen, in welcher Situation wir stecken. Es sind fünf Punkte, aber wir haben auch noch ein Spiel weniger. Die Mannschaft ist intakt und hat physisch bis zum Schluss alles gegeben. Wir fahren nach München und da hängen die Trauben nochmals um einiges höher. Aber unsere Spiele werden kommen und wir versuchen uns in der Trainingswoche wieder weiterzuentwickeln. Dafür werden wir einige Sachen klar ansprechen."

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach) ...

... zum Spiel: "Wir sind auf einem guten Weg. Das war heute eine sehr ordentliche Leistung. Man nimmt sich vorher etwas vor, ohne dass man genau weiß, wo man steht. Uns kam der Blitzstart zu Gute. Das hilft dir auswärts, um Ruhe in dein Spiel zu bringen. Es war insgesamt ein verdienter Sieg, "

... zum Fehlschuss von Jonas Hofmann: "Viele haben mit ihm in der Kabine Spaß gemacht, er fand es nicht ganz so witzig. Aber morgen kann er auch wieder drüber lachen. Er hat heute ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht und ist sehr viel gelaufen fürs Team. Das ist mir wichtiger. Ich habe ihn gefragt, ob er mir das nochmal zeigen kann, wenn ich mich auf die Linie stelle. Das fand er nicht so witzig."

... zum gelungenen Restart: "Wir sind mit drei Punkten in eine Phase gestartet, die nicht so einfach ist. Das sollte uns natürlich Rückenwind geben. Wir sind oben dabei und wollen dranbleiben. Gegen Leverkusen haben wir die Chance uns richtig festzubeißen."

... zu seinem Coachingverhalten: "Ich glaube, dass ich so gecoacht habe wie immer. Natürlich bist du dir bewusst, dass es drumherum leiser ist und du mehr gehört wirst. Aber ich habe gefühlt auch keinen Fokus daraufgelegt, sondern darauf meine Mannschaft zu unterstützen."

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