Bundesliga: Last Minute! Demirbay rettet Hoffenheim

Kerem Demirbay hat der TSG 1899 Hoffenheim mit seinem Last-Minute-Treffer die Teilnahme am internationalen Geschäft gesichert. Beim 1. FC Köln holte sich die Mannschaft von Julian Naglesmann ein 1:1 (0:0)-Remis.

Kerem Demirbay hat der TSG 1899 Hoffenheim mit seinem Last-Minute-Treffer die Teilnahme am internationalen Geschäft gesichert. Beim 1. FC Köln holte sich die Mannschaft von Julian Naglesmann ein 1:1 (0:0)-Remis.

Vor 48.000 Zuschauern im Rheinenergie-Stadion brachte Leonardo Bittencourt die Hausherren in Führung. Mustergültig wurde der Mittelfeldspieler in der 58. Minute von Hector bedient und musste nur noch einschieben.

Kerem Demirbay erzielte in der Nachspielzeit für nicht aufsteckende Hoffenheimer den Ausgleich. Damit ist der TSG die Teilnahme am internationalen Geschäft nicht mehr zu nehmen.

Mit dem Unentschieden untermauerten beide Mannschaften auch ihren Ruf als Remiskönige der Liga. Hoffenheim (13) und Köln (11) führen die deutsche Beletage in Sachen Punkteteilung an.

Hoffenheim ist eine Macht in der Schlussphase. Demirbays Treffer war bereits das 16. Tor der Kraichgauer in der Schlussviertelstunde.

Für Köln bleibt damit eine Serie bestehen. Die Geißböcke sind in dieser Saison weiterhin ungeschlagen, solange sie in dieser Saison in Führung gegangen sind.

Die Reaktion:

Peter Stöger (Trainer 1. FC Köln): "Wir haben uns vom Ergebnis vielleicht am Ende viel kaputt gemacht. Ansonsten sind wir so aufgetreten, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir sind mutig aufgetreten und haben es 60 Minuten richtig gut gemacht. Ich bin richtig zufrieden und richtig stolz auf die Jungs."

Julian Nagelsmann (Trainer 1899 Hoffenheim): "Es war nicht einfach, es war kompliziert für uns, weil Köln etwas anders verteidigt hat als zuletzt. Damit haben sie uns ein bisschen überrascht. Aber in den letzten Minuten war unser Druck sehr, sehr hoch. Deshalb geht der Punkt denke ich in Ordnung. Wir können damit heute leben."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff:

Der Effzeh läuft mit nahezu der gleichen Elf wie vergangenen Samstag auf. Lediglich Christian Clemens musste au die Bank weichen. Für ihn beginnt Konstantin Rausch.

1899-Coach Julian Nagelsmann muss im Vergleich zum Sieg über Gladbach nur eine Änderung vornehmen. Für den Gelb-gesperrten Benjamin Hübner rutscht Ermin Bicakcic ins Team.

7.: Jojic bringt einen Freistoß von halb rechts in den Strafraum. Bicakcics Rettungstat per Kopf verunglückt beinahe. Knapp streicht der Ball über die Latte.

28.: Kramaric rettet den Ball kurz vor der Auslinie und flankt von der linken Seite an den Fünfmeterraum. Demirbay legt unfreiwillig auf Szalai, der das Leder artistisch per Hacke aufs Tor bringt.

40.: Osako verlängert eine Jojic-Ecke von der rechten Seite auf den zweiten Pfosten. Dort köpft Heintz die Kugel unter Bedrängnis an den Pfosten.

58., 1:0, Bittencourt: Super Spielzug der Hausherren! Sörensen mit perfekten Flugball in den Lauf von Klünter. Der Rechtsverteidiger leitet mit dem zweiten Kontakt auf Hector weiter. Der Nationalspieler bringt den Ball von rechts flach in den Strafraum, wo Bittencourt nur noch einzuschieben braucht.

77.: Köln kontert im eigenen Stadion. Modeste schickt Osako. Der Japaner zieht aus spitzem Winkel ab. Baumann ist in der kurzen Ecke zur Stelle.

80.: Süle tankt sich im gegnerischen Strafraum durch, scheitert aber an Horn. Der Ball tänzelt an der am Fünfmeterraum. Klünter kann die Kugel vor Rupp wegdreschen.

90.+3.: Hoffenheim drückt und wird belohnt. Osako bringt den Ball nicht aus dem eigenen Sechzehner heraus. Süle übernimmt und spielt unfreiwillig quer auf Demirbay, der an der Strafraumgrenze mit Übersicht ins linke untere Eck verwandelt.

Fazit: In einem tempogeladenen Spiel hatte Hoffenheim eigentlich mehr von der Partie, muss sich am Ende mit einem Punkt begnügen. Dank eines wunderschön herausgespielten Tores geht Köln in Führung. Demirbay rettet Hoffenheim den Punkt mit seinem späten Ausgleich.

Der Star des Spiels: Jonas Hector. Machte zusammen mit Jojic das Mittelfeld dicht und ließ Demirbay nicht zur Entfaltung kommen. Arbeitete unermüdlich und gewann über 60 Prozent seiner Zweikämpfe. Bereitete zudem das 1:0 durch einen perfekten Laufweg mustergültig vor.

Die Fußballwelt im Netz auf einen Blick - Jetzt auf LigaInsider checken!

Der Flop des Spiels: Sandro Wagner. Hoffenheims Angreifer blieb über die komplette Partie wirkungslos. Der Mittelstürmer hatte keine einzige Torbeteiligung vorzuweisen. Verlor elfmal den Ball und gewann lediglich ein Drittel seiner Zweikämpfe.

Der Schiedsrichter: Marco Fritz. Umsichtige Leitung des Unparteiischen. Ließ korrekterweise beim Luftkampf zwischen Süle und Osako in der ersten Halbzeit weiterlaufen und entschied nicht auf Strafstoß. Ebenso als Klünter im Strafraum fällt, dabei jedoch Bicakcic foult. Zeigte Fingerspitzengefühl bei Heintz, der trotz früher Gelber Karte und weiteren Fouls nicht vom Platz gestellt wurde.

Das fiel auf:

  • Szalai und Wagner pressten früh an und schnitten den ballfernen Halbverteidiger immer wieder ab, weswegen Heintz und Sörensen zu weiten Bällen gezwungen wurden. Hoffenheim hatte dadurch in Hälfte eins mehr Ballbesitz, in Zählbares konnte das die Nagelsmann-Elf nicht umwandeln.
  • Kölns Außenverteidiger Konstantin Rausch und Lukas Klünter standen bei eigenem Ballbesitz enorm hoch und suchten Tiefe. Matthias Lehmann ließ sich dafür zwischen die Innenverteidiger fallen und leitete von dort aus den Spielaufbau.
  • Gegen Hoffenheims Dreierkette agierten die Hausherren in einem 4-3-3-System. Osako und Bittencourt flankierten Modeste und sorgten so dafür, dass die Halbverteidiger Süle und Bicakcic Probleme hatten in die Halbräume vorzustoßen sowie diese zu bespielen.
  • Dominique Heintz hatte Glück nicht vorzeitig vom Platz gestellt zu werden. Der Innenverteidiger holte sich früh nach eigener technischer Unzulänglichkeit die Gelbe Karte ab. Ende der ersten Halbzeit war Heintz schon platzverweisgefährdet. Stöger erlöste ihn kurz nach der Pause und brachte Neven Subotic.
  • Köln verpasste es in der Schlussphase für die Entscheidung zu sorgen. Mehrere gute Kontergelegenheiten wurden nur schlampig zu Ende gespielt.
Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen