Bundesliga: Leipzig vielleicht wieder mit Werner - Ohne Druck in die Champions League

Mit einem Sieg bei Hertha BSC könnte RB Leipzig den Einzug in die Champions League perfekt machen. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Top-Torjäger Timo Werner.

Mit einem Sieg bei Hertha BSC könnte RB Leipzig den Einzug in die Champions League perfekt machen. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Top-Torjäger Timo Werner.

Für das große Ziel beißt Nationalstürmer Timo Werner auf die Zähne. Eine Woche nach seiner schweren Prellung will der 21-Jährige den Rekord-Aufsteiger RB Leipzig bereits am Wochenende in die Champions League schießen.

"Er ist zwar noch nicht völlig schmerzfrei, aber es sieht nicht schlecht aus für das Wochenende", sagte Trainer Ralph Hasenhüttl vor dem Duell bei Hertha BSC (Samstag, 18.30 Uhr/Sky): "Ich denke, wir bekommen es soweit hin, dass er in jeden Zweikampf gehen kann. So wie es bisher aussieht, ist es noch nicht 100-prozentig sicher, aber ich bin trotzdem positiv. Wenn wir unseren torgefährlichsten Stürmer auf dem Platz haben, wäre das natürlich schön."

Die erste Enttäuschung aus der Vorwoche, als beim 0:0 gegen Ingolstadt nur ein Tor für die Königsklasse fehlte, ist längst verflogen. Die Hoffnung, den ersten Einzug eines Aufsteigers in die Champions League seit dem 1. FC Kaiserslautern 1998 perfekt zu machen, dafür umso größer. Fast 10.000 Fans sollen die Sachsen in die Hauptstadt begleiten.

Gewinnt RB ist die Champions League sicher

"Die Möglichkeit, drei Spiele vor Ende einen Champions-League-Platz fix machen zu können, ist sensationell. Das hätte niemand gedacht", sagte Hasenhüttl, der allerdings nichts von einem "Endspiel" oder zusätzlichem Druck wissen wollte: "Wir haben danach noch zwei Spiele. Aber je schneller wir die Punkte machen, desto besser. Von einem Endspiel zu sprechen, wäre aber vermessen."

Die Ausgangslage ist eindeutig: Gewinnt RB bei den heimstarken Berlinern, ist ihnen die Champions League schon am Samstag nicht mehr zu nehmen. Sollte 1899 Hoffenheim zuvor Borussia Dortmund besiegen, würde bereits ein Unentschieden reichen. "Das Ergebnis ist gar nicht so entscheidend. Es ist mir relativ egal, wie das ausgeht", sagte Hasenhüttl mit Blick auf das Verfolgerduell.

Entsteht im Saisonendspurt neuer Druck? "Wir haben in dieser Saison so viel erreicht, so viele Rekorde aufgestellt, so viele überrascht - was sollen wir für Druck haben? Der einzige Druck ist, dass wir jedes Spiel gewinnen wollen."

Bundesliga-Rekord der Bayern würde auch eingestellt werden

Ganz "nebenbei" würde RB mit einem Sieg auch einen Bundesliga-Rekord der Bayern einstellen. 20 Siege eines Aufsteigers in einer Saison hatten bisher nur die Münchner 1965/66 geschafft. Auch der Aufsteiger-Punkterekord der Lauterer (68) ist noch in Reichweite der Sachsen.

Der Tabellenfünfte Hertha richtet den Blick ebenfalls nur auf sich, für die Berliner geht es um den Einzug in die Europa League. "Ich beschäftige mich nicht mit dem Gegner, das wird ein Mentalitätsspiel", sagte Trainer Pal Dardai.

Mit Spannung wird zudem das Verhalten der Fans verfolgt werden. Im Hinspiel hatten Berliner Anhänger Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick mit einem geschmacklosen Plakat beleidigt. "Es gibt eine Sicherheitsbesprechung mit Vertretern beider Vereine und einen Austausch unter den Klubs. Wir wollen eine sportliche Auseinandersetzung mit Leipzig", sagte Hertha-Manager Michael Preetz: "Wir plädieren für den Fair-Play-Gedanken."

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