Bundesliga: Lewandowski: Haben in der Champions League Arbeit vor uns

Robert Lewandowski vom FC Bayern München hat sich in einem Interview mit ESPN FC über die Aussichten seines Klub in der Champions League geäußert. Außerdem blickte er zurück auf das knappe Aus gegen Real Madrid in der vergangenen Saison. Und erklärt, warum er den Ballon d'Or mittlerweile nur noch "lustig" findet.

Robert Lewandowski vom FC Bayern München hat sich in einem Interview mit ESPN FC über die Aussichten seines Klub in der Champions League geäußert. Außerdem blickte er zurück auf das knappe Aus gegen Real Madrid in der vergangenen Saison. Und erklärt, warum er den Ballon d'Or mittlerweile nur noch "lustig" findet.

Am Rande eines Sponsoren-Events mit Audi wurde der Pole auf das Ausscheiden der Bayern in der vergangenen CL-Saison angesprochen. Im Rückspiel hatten die Bayern erst in der Verlängerung gegen Real den Einzug ins Halbfinale verpasst. Der angeschlagene Lewandowski war da bereits ausgewechselt.

"Wir haben in Ancelottis erster Saison gut gespielt", betonte der Stürmer. "Ohne meine Verletzung hatten wir eine gute Chance auf das Finale. Wäre ich in Madrid zu 100 Prozent fit gewesen, glaube ich, dass wir ins Halbfinale hätten kommen können. Wer weiß, vielleicht hätten wir die Champions League dann gewonnen."

In dieser Saison gab es mit dem 0:3 bei Paris St.-Germain bereits eine kalte Dusche. "Wir haben noch Arbeit vor uns, um uns [für das Achtelfinale] zu qualifizieren. Wir müssen bis zum Ende spielen. Wer weiß: Vielleicht gewinnen wir dann die Champions League und die Bundesliga."

Lewandowski über Ballon d'Or-Wahl schockiert

Trotz einer starken Saison 2016 war Lewandowski bei der Wahl des Ballon d'Or nur auf Platz 16 gelandet, anschließend hatte er die Wahl als "Kabarett" bezeichnet. "Ich weiß nicht, warum manche Spieler auf Platz 50, Platz fünf oder Platz 25 landen", führte er seine Kritik aus. "Nur die ersten drei Plätze sind wichtig. Deshalb war ich im letzten Jahr ein bisschen ... wie soll ich sagen ... schockiert."

Schließlich spiele er für Bayern, habe 2016 das CL-Halbfinale erreicht, in der Liga eine Menge Tore gemacht und in der Königsklasse mit neun Toren nur Cristiano Ronaldo den Vortritt lassen müssen: "Ich weiß meine Platzierung nicht, aber es war schon ein bisschen lustig. Vielleicht ist das das richtige Wort."

Sonderlich wichtig sei ihm die Wahl sowieso nicht gewesen: "Erfolg mit Bayern ist wichtiger, vor allem in der Champions League."

Polens Chancen bei der WM 2018

Was die Chancen des polnischen Nationalteams bei der WM 2018 angeht, zeigte sich der 29-Jährige zurückhaltend: "Polen hat derzeit ein sehr gutes Team mit vielen guten Spielern. Manchmal spielen wir sehr gut und haben viel Potenzial, aber wir können auch noch viele Dinge verbessern."

Es käme auf die Auslosung der Gruppenphase an: "Bei der WM weiß man nie, jedes Spiel ist entscheidend." Mit 16 Toren in zehn Spielen hatte Lewandowski Polen fast im Alleingang nach Russland geschossen.

Seine jüngst abgeschlossene Bachelor-Arbeit erklärte der Angreifer mit seiner Mutter: "Nach meinem ersten Jahr hatte ich nicht mehr viel Zeit, deshalb hat es so lange gedauert. Aber meine Mutter hat mir immer wieder gesagt: 'Wenn es irgendwie geht, dann versuch, die Arbeit fertig zu machen.'" Es sei etwas, dass er seinen Kindern zeigen könne: "Papa hat nicht nur Fußball gespielt, sondern auch solche Dinge gemacht."

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