Bundesliga: Liga-Boss: Leipzig? "Keinen Schauprozess führen"

RB Leipzig erhitzt nicht erst seit dem Aufstieg in die Bundesliga die Gemüter - manch einer hatte wegen vermeintlichen Verstößen gegen die 50+1-Investoren-Regel gar gefordert, dass RB überhaupt keine Lizenz erhält. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert meldete sich dazu jetzt zu Wort, und fordert stattdessen eine offene Diskussion über die Regelung.

RB Leipzig erhitzt nicht erst seit dem Aufstieg in die Bundesliga die Gemüter - manch einer hatte wegen vermeintlichen Verstößen gegen die 50+1-Investoren-Regel gar gefordert, dass RB überhaupt keine Lizenz erhält. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert meldete sich dazu jetzt zu Wort, und fordert stattdessen eine offene Diskussion über die Regelung.

"Wenn suggeriert wird, man hätte bei RB Leipzig die Lizenz nicht erteilen sollen, kann ich nur erwidern: Wir werden uns als DFL immer an die von den Klubs beschlossenen Statuten halten und keinen Schauprozess führen, bei dem wir mit fliegenden Fahnen untergehen bei dem Versuch, etwas zu verhindern, was auf der Basis der 50+1-Regel nicht zu verhindern ist", erklärte Seifert im Gespräch mit dem kicker.

Stattdessen sollte man "lieber in eine Diskussion über die Ausgestaltung der Regel treten, das wäre hilfreicher. Diese weit auslegbare und rechtlich durchaus angreifbare Regel wurde Ende der 90er Jahre vom DFB entwickelt und von der Liga, nach ihrer Gründung im Jahr 2000, übernommen. Seither ist weltweit einiges passiert was Gesetzgebung, Kapitalflüsse und den Wunsch nach Mitbestimmung angeht."

Weiter betonte der DFL-Boss: "Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DFL ist es durchaus frustrierend, diese im Kern weiche Regel permanent zu verteidigen, um sich hinterher von einigen Akteuren aus der Liga anhören zu müssen, da hätte die DFL aber härter agieren müssen."

Seifert fordert "ehrliche Diskussion" über 50+1

Zwar stünden, so Seifert darüber hinaus, wichtige Errungenschaften mit der 50+1-Regelung in Verbindung - etwa sozialverträgliche Ticketpreise. Fakt sei aber auch: "Die Rechtsunsicherheit im Falle einer Klage ist nicht von der Hand zu weisen. Außerdem: Sollte Martin Kind mit Hannover aufsteigen und die Mehrheit übernehmen können, dann würden bereits vier von 18 Klubs nicht mehr unter diese Regel fallen und hätten andere Wettbewerbschancen."

So sei die Bundesliga in seinen Augen "stabil genug, um einmal eine ehrliche Diskussion über die Vor- und Nachteile dieser Regel zu führen".

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