Bundesliga-Spieltag startet mit Schweigeminute

SPORT1, dpa
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Wie von der DFL geplant hat der 27. Spieltag der Bundesliga mit einer Gedenkminute zu Ehren der Opfer der Corona-Pandemie begonnen.

So wurden die wenigen anwesenden Personen am Freitagabend vor dem Berliner Stadtderby zwischen der Hertha und Union vom Stadionsprecher zu Ruhe aufgerufen.


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Schweigeminuten auch in der 2. Liga

"Wir bitten Sie um einen Moment der Stille" hatte es zuvor auch in der zweiten Liga in den Partien zwischen Nürnberg und Erzgebirge Aue sowie Heidenheim gegen Wiesbaden geheißen.

In allen Stadien der beiden oberen deutschen Profiligen werden am 27. Und 28. Spieltag Spieler und Schiedsrichter Schweigeminuten für die Corona-Toten abgehalten, wie die DFL am Mittwoch bestätigt hatte.

"Die Ausbreitung des Coronavirus hat weltweit bereits viele Menschenleben gefordert. Der deutsche Profifußball möchte an den nächsten beiden Spieltagen geschlossen seine Anteilnahme zum Ausdruck bringen", sagte DFL-Boss Christian Seifert in der Verbandsmitteilung.


Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wurden in Deutschland bislang 8.090 COVID-19-Todesfälle verzeichnet (Stand 20. Mai, 15 Uhr). Weltweit beziffert die amerikanische Johns-Hopkins-Universität die Opferzahl derzeit auf knapp 324.000.

Schon zwei Gedenkminuten in dieser Saison

Die Bundesligaprofis werden die anstehenden Spiele mit einem Trauerflor bestreiten. Seifert will mit der Aktion nicht nur gedenken, sondern auch ein Signal aussenden. Es gebühre "all denjenigen großer Dank und höchste Anerkennung, die sich in Medizin, Pflege, Versorgung, Politik und vielen weiteren Bereichen in unserem Land unermüdlich im Kampf gegen die Auswirkungen der Pandemie einsetzen“, erklärte er.

Die Bundesliga und 2. Liga durften am vergangenen Wochenende als erste Sportligen in Deutschland und als mit die ersten Profiligen weltweit den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Aufgrund der andauernden Corona-Krise müssen alle Spiele bis mindestens Ende der Saison ohne Zuschauer und unter strengsten Hygiene- und Sicherheitsbedingungen stattfinden.

In der laufenden Spielzeit haben die Klubs der DFL bereits zwei Mal kollektive Gedenkminuten abgehalten. Einmal zum 10. Todestag des ehemaligen Nationaltorhüters Robert Enke im November. Das andere Mal im Gedenken an die Opfer des Terroranschlags von Hanau im Februar.

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