Bundesliga: Projekt Isak: Nur nichts überstürzen

Im Januar wechselte mit Alexander Isak vom AIK Solna das nächste europäische Supertalent zum BVB . Auf den ersten Blick wirkt die Akklimatisierung des 17-Jährigen im neuen Umfeld schwerfällig. Schaut man genauer hin, gibt es keinen Grund zur Beunruhigung. Sein ehemaliger Förderer ist sich jedoch sicher: Isak wird Stammspieler.

Im Januar wechselte mit Alexander Isak vom AIK Solna das nächste europäische Supertalent zum BVB. Auf den ersten Blick wirkt die Akklimatisierung des 17-Jährigen im neuen Umfeld schwerfällig. Schaut man genauer hin, gibt es keinen Grund zur Beunruhigung. Sein ehemaliger Förderer ist sich jedoch sicher: Isak wird Stammspieler.

In den ersten Wochen des Jahres verdrehte ein Jungspund der europäischen Fußball-Elite die Köpfe. Chelsea, Real, United - kaum ein Spitzenklub stand nicht auf der langen Interessentenliste. Alle wollten den "neuen Zlatan", wie ihn die schwedische Presse schon voller Euphorie taufte.

Letztlich entschied sich Isak für einen Wechsel zu Borussia Dortmund und gegen Hochkaräter wie Real.

Wenige Monate später ist der Hype um den 17-Jährigen abgeebbt. Der Youngster nimmt noch Anlauf für den großen Durchbruch. Von den großen Erwartungen ließ er sich allerdings ohnehin nicht den Kopf verdrehen: "Er ist immer noch der Alexander Isak, der er schon immer gewesen ist", versichert sein Entdecker, AIK Solnas Sportchef Björn Wesström, in einem Interview mit Goal.

"Alexander hat das gewählt, was für ihn am sinnvollsten ist. Um sich zu entwickeln, hat er die beste Umgebung in Dortmund gesehen. Das hat der BVB schon bei anderen Spielern bewiesen", so Wesström weiter.

Auch Isak selbst zweifelt keineswegs an seiner Entscheidung pro BVB. Dass viele junge Spieler in der Vergangenheit in Dortmund "eine Chance bekommen" haben, habe dem Stürmer "ein gutes Gefühl" gegeben.

Ersatz mit Perspektive

Auf seine Chance muss Isak allerdings noch etwas warten. Fünf Einsatzminuten beim Pokalspiel gegen die Sportfreunde Lotte sind aktuell der einzige Eintrag in seiner BVB-Akte.

Der Youngster wertet dies nicht als Zeichen geringer Wertschätzung seitens des Trainers, Thomas Tuchel. Vielmehr ist die Situation dem Zeitpunkt des Wechsels sowie der hohen Konkurrenz in der BVB-Offensive geschuldet.

Isak kam als Ersatz für Adrian Ramos - ein Ersatz mit Perspektive. "Er ist sehr dynamisch und sieht immer eine Lösung. Zudem hat er einen guten Abschluss. Alexander ist ein moderner Stürmer", beschreibt Wesström die Spielweise des schwedischen Nationalspielers.

Dass er sich zu Beginn hinten anstellen muss, ist nachvollziehbar: "Es ist schwer, die Konkurrenz ist groß - vor allem auch im Sturm und natürlich auf der Position neun. Da spielt Auba und wir haben mit Marco Reus und Andre Schürrle zwei, die nahtlos auf der Neun spielen können und sehr erfahren sind. Deswegen ist Geduld gefragt", erklärte Tuchel im Februar.

Neue Saison, neues Glück

In der laufenden Saison ist eine signifikante Steigerung der Spielminuten für den Schweden unwahrscheinlich. Aber schon im Sommer könnten die Karten für Isak neu gemischt werden.

Zum einen wird er zum ersten Mal mit ins Vorbereitungstrainingslager reisen, zum anderen ist ein Verbleib des Toptorjägers Aubameyang über die laufende Saison hinaus alles andere als sicher. Die Position im Sturmzentrum würde dann neu vergeben werden.

Auch wenn die Chancen für Isak als kurzfristiger Auba-Nachfolger eher gering sind, glaubt Wesström fest an den Jungen, den er schon seit seinem fünften Geburtstag kennt: "Sie haben mit Sicherheit einen Plan mit ihm - einen langfristig angelegten Plan. Ich bin mir sicher, dass er in dieser Mannschaft irgendwann einmal Stammspieler sein wird. Er kann die Erwartungen, die in ihn gesetzt werden, erfüllen. Er ist ein großes Talent."

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