Bundesliga: Arjen Robben: Brazzo rief wegen Coutinho an

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Arjen Robben hat sich erstmals seit der Verkündung seines Karriereendes beim FC Bayern München öffentlich geäußert und dabei über FCB-Neuzugang Philippe Coutinho, seinen besten Trainer und seine Pläne gesprochen.
Arjen Robben hat sich erstmals seit der Verkündung seines Karriereendes beim FC Bayern München öffentlich geäußert und dabei über FCB-Neuzugang Philippe Coutinho, seinen besten Trainer und seine Pläne gesprochen.

Arjen Robben hat sich erstmals seit der Verkündung seines Karriereendes beim FC Bayern München öffentlich geäußert und dabei über FCB-Neuzugang Philippe Coutinho, seinen besten Trainer und seine Pläne gesprochen.

Am vergangenen Freitag, wenige Stunden vor dem Eröffnungsspiel der neuen Bundesliga-Saison, kam Arjen Robben mit seiner Familie aus einem mehrwöchigen Urlaub zurück. Abends schaltete er den Fernseher ein, sah seinen Ex-Klub FC Bayern gegen Hertha BSC (2:2) in Führung gehen - und schaltete wieder aus. Statt mit den früheren Kollegen mitzufiebern trank Robben lieber mit seiner Frau Bernadien einen Rotwein. Auch Besuche an der Säbener Straße oder in der Allianz Arena sind vorerst nicht geplant.

"Ich will erstmal ein bisschen Abstand und Ruhe gewinnen und mehr Zeit mit der Familie verbringen. Es ist auch gut, wenn du so lange als Profi gelebt hast - und du hast wirklich nur als Fußballer gelebt - sechs Monate oder ein Jahr mal nichts mit Fußball zu tun zu haben. Und danach schauen wir mal", berichtete Robben am Rande des Sport Bild Awards, wo er den Sonderpreis der Chefredaktion erhielt.

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Es war Robbens erster Auftritt seit dem Statement über den Rückzug ins Privatleben Anfang Juli. "Die Entscheidung aufzuhören, ist mir sehr, sehr schwer gefallen. Aber am Ende glaube ich, ist es die Richtige", sagte der 35-Jährige. "Ich habe mit 16 schon angefangen als Profi und dein Leben besteht da 24 Stunden am Tag nur aus Fußball. Das musste die Familie mitmachen und jetzt ist es Zeit, das zurückzuzahlen. Wir haben den Urlaub voll ausgenutzt. Jetzt gehen die Kinder wieder in die Schule und dann fängt der Alltag wieder an."

Anruf von Salihamidzic wegen Coutinho

Sein früherer Alltag holt ihn allerdings schneller ein als gedacht, denn kurz vor der Verpflichtung von Philippe Coutinho klingelte bei Robben das Telefon. "Ich habe einen ganz netten Anruf von Brazzo bekommen. Er hat mir gesagt, Coutinho wolle die 10. Ich habe geantwortet, dass ich nur das Beste für den Verein will und wenn ihm die 10 guttut, ist das super und dann müssen die das machen", erzählte Robben über das Gespräch mit Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic.

Zehn Jahre, von 2009 bis zu seinem Abschied in diesem Sommer, trug der Niederländer selbst die 10 auf dem Rücken. Der vom FC Barcelona ausgeliehene Coutinho ist aus seiner Sicht ein würdiger Nachfolger. "Das ist ein Weltklassespieler, er wird dem Verein sicherlich weiterhelfen. Ein Super-Transfer. Er wird etwas Zeit brauchen, aber mit seinen Fähigkeiten wird er einschlagen", sagte Robben.

Trotz des Coutinho-Wechsels sieht der einstige Topstürmer den Kampf um die Meisterschaft zwischen dem Rekordmeister und Herausforderer BVB als völlig offen an: "Ich hoffe natürlich auf Bayern. Aber ich glaube, es wird ein interessantes und spannendes Duell mit Dortmund, denn sie haben sehr gut einkauft. Das ist schön für die Bundesliga und für alle Fans in Deutschland."

Robben verrät: Guardiola ist einfach genial

Robben selbst gewann mit dem FCB acht Meisterschaften, fünfmal den DFB-Pokal und 2013 die Champions League. In dieser Zeit wurde er unter anderem von Louis van Gaal, Jupp Heynckes und Carlo Ancelotti trainiert, arbeitete zudem auch mit anderen Hochkarätern wie Jose Mourinho oder Guus Hiddink zusammen. Bisher hatte er immer vermieden, einen Coach hervorzuheben - nun tat er das zum ersten Mal.

"Das ist natürlich schwierig. Aber wenn man mich fragt, wer der Beste war, sage ich Pep Guardiola. Mit ihm hat es mir am meisten Spaß gemacht. Fußballerisch ist er einfach genial", erklärte der 96-malige niederländische Nationalspieler. "Als Pep kam, war ich schon 30 Jahre alt. Da versuchst du eigentlich nur noch konstant zu bleiben und nicht schlechter zu werden. Aber unter ihm bin ich nochmal besser geworden. Da habe ich plötzlich auf verschiedenen Positionen gespielt, wo ich nie gedacht hätte, dass ich dort mal spielen würde. Er war schon der Allerbeste."

In Hamburg verriet Robben zudem seinen Plan, Guardiola als Coach nachzueifern. "Nächste Saison werde ich die Mannschaft von meinem jüngsten Sohn trainieren", sagte er und verwies grinsend auf seinen legendären Trick: "Dann wissen sie natürlich schon, was auf dem Trainingsplan steht: Von rechts nach innen ziehen und mit links schießen."

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