Bundesliga: Salafisten in Stadion-Security bei Werder?

Bei Werder Bremen und SC Paderborn haben in der Vergangenheit offenbar zwei Sicherheitskräfte mit Kontakten zu gewaltbereiten Islamisten gearbeitet. Die tschetschenischen Brüder waren nach WDR-Recherchen bis "vor kurzem" für eine Paderborner Sicherheitsfirma in den Stadien tätig.
Bei Werder Bremen und SC Paderborn haben in der Vergangenheit offenbar zwei Sicherheitskräfte mit Kontakten zu gewaltbereiten Islamisten gearbeitet. Die tschetschenischen Brüder waren nach WDR-Recherchen bis "vor kurzem" für eine Paderborner Sicherheitsfirma in den Stadien tätig.

Bei Werder Bremen und SC Paderborn haben in der Vergangenheit offenbar zwei Sicherheitskräfte mit Kontakten zu gewaltbereiten Islamisten gearbeitet. Die tschetschenischen Brüder waren nach WDR-Recherchen bis "vor kurzem" für eine Paderborner Sicherheitsfirma in den Stadien tätig.

Werder und der SCP haben dem Bericht zufolge die Polizei eingeschaltet, auch der Staatsschutz Bielefeld sei informiert.

"Insgesamt waren die beiden Ordner bei vier Spielen im Einsatz. Wir haben den DFB informiert und unsere Informationen an die Polizei weitergeleitet. Die beiden Männer sind nach unseren Informationen nicht mehr bei dem Sicherheitsdienst tätig", sagte Werders Kommunikationschef Michael Rudolph. Sein Klub habe vor den Einsätzen die notwendigen Informationen über durchgeführte Sicherheits-Checks vorliegen gehabt und "sämtliche, gesetzlich möglichen Überprüfungen ausgeschöpft". Werder wolle das "das Stadionerlebnis so sicher wie nur irgendmöglich gestalten."

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Die Brüder hatten demnach in sozialen Netzwerken Fotos von sich in den Bundesliga-Stadien gepostet. Andere Bilder zeigen die Familie mit gewaltbereiten Gefährdern, die später untergetaucht und ausgereist waren. Islam M., einer der Brüder, wurde 2015 zu einer Arreststrafe verurteilt, weil er Sympathie für das Attentat auf die Pariser Satirezeitschrift Charlie Hebdo bekundet hatte, bei dem 13 Menschen starben.

"Bei den Erkenntnissen, die jetzt im Raum stehen, ist auf jeden Fall ein Sicherheitsrisiko erkennbar. Das darf so nicht passieren", sagte Michael Mertens, stellvertretender Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, dem WDR: "Da müssen die Vereine und die DFL auch reagieren in ihrem eigenen Interesse. Das ist ziemlich geboten."

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