Bundesliga-Spieltag abgesagt! DFL von Aktualität überrollt

SPORT1
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Der 26. Spieltag der Bundesliga und 2. Bundesliga ist abgesagt!

Das gab die DFL am Freitagnachmittag bekannt. 

"Angesichts der Dynamik des heutigen Tages mit neuen Corona-Infektionen und entsprechenden Verdachtsfällen in direktem Zusammenhang mit der Bundesliga und 2. Bundesliga hat das Präsidium der DFL Deutsche Fußball Liga kurzfristig beschlossen, den ursprünglich heute beginnenden 26. Spieltag in beiden Ligen zu verlegen", teilte die Liga in einer Pressemitteilung mit. 

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Ursprünglich wollte die Liga den Spieltag komplett ohne Zuschauer austragen. Am Freitag überschlugen sich die Meldungen mit neuen Infektionsfällen und Absagen anderer Wettbewerbe.

Aktualität überrollt die DFL

"Hintergrund ist unter anderem, dass sich im Lauf des Tages der Verdacht auf eine Infektion mit dem Corona-Virus im Umfeld mehrerer Clubs und von deren Mannschaften ergeben haben und weitere Infektionen nicht auszuschließen sind", begründete die DFL ihr Vorgehen.

Nach wie vor sei es aber weiterhin das Ziel, die Saison bis zum Sommer zu Ende zu spielen. Die Länderspielpause Ende März soll unter anderem dazu genutzt werden, "zwischen allen Clubs unter Berücksichtigung der dann vorliegenden Erkenntnisse, zum Beispiel auch hinsichtlich des internationalen Spielkalenders, über das weitere Vorgehen zu befinden."


Spieler attackieren DFL, Rummenigge verteidigt Entscheidung

Zuvor hatten mehrer Profis scharfe Kritik am bis dato geplanten Geisterspieltag geübt.

"Fußballer werden in dieser Situation wie Affen im Zirkus behandelt", twitterte Union Berlins Torhüter Rafal Gikiewicz, und der spanische Mittelfeldspieler Thiago von Bayern München schrieb: "Das ist verrückt. Bitte hört auf herumzualbern und kommt in der Realität an."


Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge dagegen, hatte den ursprünglichen Beschluss der DFL begrüßt, zunächst den kommenden Spieltag in der 1. und 2. Bundesliga auszutragen. "So wie das von der DFL gehandhabt wurde, ist das der richtige Weg", sagte er am Freitagmittag in München. Er halte das Vorgehen für "sinnvoll", ergänzte er.

Eventuelle Kritik an der Entscheidung der DFL konterte Rummenigge mit dem Verweis auf wirtschaftliche Zwänge. "Es geht am Ende des Tages auch im Profifußball um Finanzen." Wenn die ausstehende Zahlung der TV-Broadcaster ausbleibe, bekämen viele kleinere und mittlere Klubs Liquiditätsprobleme, betonte Rummenigge: "Es steht ein größerer dreistelliger Millionenbetrag für die 1. und 2. Liga im Feuer."  

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