Termin für neue Saison steht - erster Klub mit Fans?

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Die neue Bundesliga-Saison soll am 18. September beginnen. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Deutschen Fußball Liga (DFL) hervor. Ein erster Klub hat grünes Licht für Zuschauer im Stadion.

Demnach habe die DFL im Zuge der Erstellung eines neuen Rahmenterminkalenders am Mittwoch die Klubs der Bundesliga und 2. Liga um ihre Einschätzung zu verschiedenen Planungsvarianten gebeten.

In der 2. Liga könnte der Ball schon wieder am 28. August rollen, sofern die Winterpause nicht verkürzt werden soll.

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Seifert: "Flexibilität erforderlich"

Der Start in der Bundesliga könnte laut DFL-Boss Christian Seifert indes ohne die Europacup-Teilnehmer erfolgen. "In diesen Zeiten ist eine gewisse Flexibilität erforderlich, das gilt für Verbände genauso wie für Klubs", sagte er im Interview mit der Welt: "Wir suchen nach einem für alle gangbaren Weg, das schließt die Spieler mit ein."

Da erst am 23. August das Champions-League-Finale stattfindet und Anfang September auch noch Länderspiele in der Nations League angesetzt sind, bangen Vereine und Profis vor dem Start der neuen Spielzeit um ausreichend Erholung. 

Der FC Bayern, der wie RB Leipzig noch in der laufenden Saison der Königsklasse vertreten ist, hatte bereits auf die unzureichende Pause seiner Topstars hingewiesen.

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Rummenigge kritisiert UEFA-Pläne

"Ich halte es ehrlich gesagt für nicht gut, was da diskutiert und hoffentlich noch nicht final beschlossen wurde", hatte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge vor zwei Wochen im ZDF-Morgenmagazin über die Nations-League-Pläne gesagt, die Spiele der DFB-Auswahl am 3. und 6. September gegen Spanien und in der Schweiz vorsehen.

Sollten deutsche Vereine die Finals der Champions- oder Europa League erreichen, hätten sie im schlimmsten Fall nur etwa eine Woche Pause.

Im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 hatte DFB-Direktor Oliver Bierhoff überrascht auf Rummenigges Aussagen reagiert. "Das wundert mich, weil bei den Entscheidungen auch Vertreter der Vereine dabei waren. Es ist problematisch, wenn die Spieler im Herbst kommen, da kann ich ihn schon verstehen. Das ist aber eine Entscheidung, die auf europäischer Ebene beschlossen wurde", sagte der Europameister von 1996.

Seifert betonte: "Die Belastungssteuerung der Spieler darf nicht hintenüberfallen." Die DFL befinde sich wegen des exakten Starttermins der Bundesliga "noch in Gesprächen mit dem DFB" befindet.

Seifert über Zuschauer: DFL legt nur Leitfaden fest

Wegen der Strapazen im Herbst will Seifert auch "ein Mindestmaß an Winterpause aufrechterhalten". Wie lange diese dann sein werde, könne er ebensowenig vorhersagen wie eine genaue Lösung in der Diskussion um den schrittweisen Wiedereinlass von Zuschauern.

"Ich bin kein Freund davon, sich generell auf 3000, 4000 oder 5000 Zuschauer festzulegen", sagte Seifert, der bei dieser Frage viel Verantwortung in die Hände der Klubs legen will: "Die DFL wird nur einen grundsätzlichen Leitfaden vorgeben. In den muss jeder Klub für sich standortspezifische Inhalte einfügen."

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Bild: RB Leipzig darf Fans ins Stadion lassen

Wie die Bild und SportBild berichten, hat RB Leipzig ein derartiges standortspezifisches grünes Licht schon erhalten. Demnach können die Roten Bullen bald wieder auf Unterstützung von der Tribüne zurückgreifen. Das Gesundheitsamt soll eine Auslastung von 50 Prozent, also rund 20.000 Zuschauer, genehmigt haben, sollten die Zahlen bis Mitte September stabil bleiben.

Dem Bericht zufolge haben auch diverse andere Klubs gute Chancen darauf, mit Zuschauern starten zu dürfen. Dazu zählen demnach der FC Bayern, der 1. FC Köln und Borussia Dortmund.

Text von Yahoo Deutschland, Sport1 und SID.

VIDEO: Die Tops und Flops der Bundesliga-Saison 2019/20

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