Bundesliga stellt bei Corona-Tests um

SID
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Die "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" der Deutschen Fußball Liga (DFL) hat eine Änderung an der Corona-Teststruktur für die Bundesliga und 2. Bundesliga beschlossen.

Auswärtsmannschaften dürfen sich "aus logistischen Gründen" bei hohem Pandemie-Level (über 35 Neuinfektionen pro 100.000) früher testen lassen.

Bislang konnte der Test maximal 36 Stunden vor dem Anstoß erfolgen, nun sieht das Regelwerk 52 Stunden vor.

Dies erleichtere "unter anderem Reiseabläufe sowie die Abstimmung mit Laboren und deren Arbeit", hieß es in einer Pressemitteilung am Donnerstag.

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Bundesliga reagiert auch auf Überlastung

Zuletzt hatte der Verband der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) über eine Überlastung seiner Einrichtungen geklagt, der Fußball habe darauf aber kaum Einfluss. Auch laut Task Force der DFL schränken die Testungen der höchsten deutschen Spielklassen die Kapazitäten für systemrelevante Bereiche wie die medizinische Versorgung nicht ein.

Seit April stehe man in ständigem Austausch mit allen Labor-Verbünden, die mit dem Ligaverband kooperieren. Man befasse sich auch mit dem theoretischen Fall "von durch den Profifußball verursachten Engpässen". Denkbar sei es beispielsweise, Testungen der jeweiligen Klubs "in temporär weniger ausgelasteten Laboren zu organisieren und durchzuführen".

Die DFL geht für die laufende Spielzeit von insgesamt etwa 3000 bis 3600 Tests pro Woche aus, die sich deutschlandweit auf mehr als zehn Labore verteilen. Dies entspreche einem Anteil von etwa 0,2 Prozent an der realen wöchentlichen Kapazität von 1.596.042 Tests, die laut Robert-Koch-Institut derzeit (45. Kalenderwoche) zur Verfügung stehen.

Änderung der Corona-Tests für 3. Liga und Frauen-Bundesliga

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte am Mittwoch mit einer Anpassung seines Corona-Hygienekonzepts auf zunehmende Test-Engpässe in Laboren reagiert.

Die Tests in der 3. Liga und der Frauen-Bundesliga werden laut Verband "ab sofort zwei Tage vor dem Spiel und nicht mehr einen Tag vor dem Spiel" durchgeführt, hatte der DFB auf SID-Anfrage erklärt.