Bundesliga: Stimmen: "Vor einer Woche waren wir tot"

Am 28. Spieltag gibt sich Thomas Tuchel nach der klaren Niederlage beim FC Bayern offen, während Wolfsburgs Trainer Andries Jonker "23 sauschlechte Minuten" von seiner Mannschaft sieht. Außerdem: Ingolstadt feiert seine Wiederauferstehung, bei Augsburg geht es in die andere Richtung.

Am 28. Spieltag gibt sich Thomas Tuchel nach der klaren Niederlage beim FC Bayern offen, während Wolfsburgs Trainer Andries Jonker "23 sauschlechte Minuten" von seiner Mannschaft sieht. Außerdem: Ingolstadt feiert seine Wiederauferstehung, bei Augsburg geht es in die andere Richtung.

FC Ingolstadt - SV Darmstadt 3:2

Maik Walpurgis (Trainer FC Ingolstadt): "Das waren heute für die Fans drei Spiele zu einem Preis. Da war alles drin, das war eine Achterbahnfahrt. Wir sind natürlich froh über die erneuten drei Punkte. Es war eine tolle Woche für uns. Wir sind da, werden weitermachen und Gas geben."

Torsten Frings (Trainer Darmstadt 98): "Wir sind sehr enttäuscht. Wenn man so lange führt, muss man auch was mitnehmen. Ich habe der Mannschaft die ganze Woche gesagt, wie stark Ingolstadt bei Standards ist. Umso schlimmer ist es, wenn man mit zwei Standard-Toren verliert. Das ist bitter, trotzdem war es kein schlechtes Spiel von uns. Wir haben Moral gezeigt."

Harald Gärtner (Geschäftsführer FC Ingolstadt): "Vor einer Woche waren wir tot. Jetzt können wir nach vorne schauen. Was ich in der zweiten Halbzeit gesehen haben, das zeichnet die Mannschaft aus. Wir haben nicht aufgegeben. Das wird zum Schluss den Ausschlag geben."

Pascal Groß (FC Ingolstadt): "Jetzt sind wir wieder mittendrin im Geschäft. Wir sind im Aufwind, andere im Sturzflug. Es ist alles möglich."

Hertha BSC - FC Augsburg 2:0

Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): "Wir haben im richtigen Moment die Tore gemacht. Wir hätten noch höher gewinnen können. Trotzdem bin ich sehr zufrieden. Wir sind weiter oben dabei. Es bestand nie die Gefahr, dass Augsburg nochmal zurückkommt."

Manuel Baum (Trainer FC Augsburg): "Wir hatten wieder mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen. Was wir in der ersten Halbzeit gezeigt haben, war zu wenig. Reden allein reicht nicht. Wir müssen unser Spiel mit Leben füllen. Gegen Köln wird eine andere Mannschaft auf dem Platz stehen."

Vedad Ibisevic (Hertha BSC): "Wir wollten heute wieder unser Spiel auf den Platz bringen, um die Negativserie zu beenden. Zum Glück ist uns das auch gelungen. Ich freue mich, dass der Trainer Vertrauen zu mir hat und freue mich umso mehr, dass ich es zurückzahlen kann."

Paul Verhaegh (Kapitän FC Augsburg): "Unserem Spiel fehlt einiges. Wir machen zu viele Fehler und verlieren zu viele Zweikämpfe. In einer Serie mit wenigen Punkten und vielen Gegentoren läuft man schon mal hinterher und hat das nötige Selbstvertrauen nicht. Wir müssen weiter hart arbeiten und jeder muss sein Maximum geben. Wir müssen den Abstiegskampf annehmen, bis zum Schluss ackern und das Glück auch mal erzwingen."

Eintracht Frankfurt - Werder Bremen 2:2

Niko Kovac (Trainer Frankfurt): "Wir haben nie aufgegeben, das ist der Charakter dieser Mannschaft. Dennoch: Heute war mehr drin. Aber mir müssen nehmen, was wir kriegen. Ich habe den Jungs in der Halbzeit gesagt, dass sie an sich glauben sollen. Das 1:2 in der 48. Minute war wichtig, die Jungs haben die zweite Luft bekommen. Ich weiß nicht, ob der Knoten jetzt geplatzt ist, aber zumindest ist er etwas gelockert. Es geht nur, wenn man daran glaubt. Im Grunde hat die schlechteste Chance der letzten Wochen zum Tor geführt. Das haben wir gebraucht."

Branimir Hrgota (Frankfurt): "Die zweite Halbzeit war überragend. Wir haben alles versucht, drei Punkte rauszuholen, aber es hat leider nicht ganz gereicht. Das Unentschieden nach dem Rückstand ist aber sehr wichtig für die Moral."

Alexander Nouri (Trainer Bremen): "Wir haben uns den Punkt mit einer unglaublicher Energieleistung erarbeitet und mit Willen verdient. Wir hatten viele Umstellungen und haben das gut kompensiert."

Fin Bartels (Bremen): "Wir hätten gerne den Dreier mitgenommen, aber letztlich war das Unentschieden verdient für Frankfurt."

1. FC Köln - Borussia Mönchengladbach 2:3

Peter Stöger (Trainer Köln): "Die bessere Mannschaft hat heute verdient gewonnen. Wir hatten gegen einen sehr guten, ballsicheren und laufstarken Gegner Schwierigkeiten Zugriff zu bekommen. Dank guter Moral sind wir zweimal zurückgekommen. Aber von der Spielidee und von der Passsicherheit her war Gladbach schon sehr stark."

... zur vorzeitigen Vertragsverlängerung von Torwart Timo Horn bis 2022: "Es ist ein weiterer Schritt der zeigt, wie wir unsere Mannschaft in den nächsten Jahren aufstellen wollen. Unsere Jungs spielen gut und stehen im Fokus. Wenn es uns dann gelingt, dass wir sie hier bei uns behalten, dann haben wir einen guten Job gemacht."

Dieter Hecking (Trainer Gladbach): "Wir sind als verdienter Sieger vom Platz gegangen. Köln hat Qualitäten, man muss sie ständig bespielen. Und ich hatte durchaus Zweifel, dass wir nach dem 2:2 zurückkommen. Aber wir haben diese Phase mit Bravour überstanden. Grundsätzlich wissen wir, dass wir den Ball gut laufen lassen können und dass es gegen uns schwierig wird, wenn die Maschine ans Laufen kommt."

... zur Belohnung für seine Spieler: "Vom Mannschaftsarzt habe ich gehört, dass wir morgen kein Training machen. Die Spieler sollen das jetzt mal zwei Tage genießen. Ein Derbysieg muss man auch ausgiebig feiern dürfen."

SC Freiburg - FSV Mainz 05 1:0

Nils Petersen (Freiburg): "41 Punkte haben uns zu diesem Zeitpunkt nur wenige zugetraut. Wir haben daran geglaubt und es im heimischen Stadion bei tollem Wetter gepackt. Es ist kein so schlechter Tag heute."

Christian Streich (Trainer Freiburg): "Ich wäre mit einem Punkt sehr zufrieden gewesen. So wie wir gespielt haben - das ist nicht so, wie Freiburg normalerweise spielt."

Martin Schmidt (Trainer Mainz): "Es wird natürlich immer enger, das macht die Arbeit nicht einfacher. Aber das Team lebt. Dass ich im Fokus stehe, das ist halt so in dem Geschäft."

Rouven Schröder (Sportdirektor Mainz) ...

... zur Situation von Trainer Martin Schmidt: "Martin Schmidt wird das Training morgen leiten. Es ist wichtig, runterzufahren und zu schauen, wie das Spiel gelaufen ist und wie die Eindrücke sind. Alle wollten gewinnen, das haben wir nicht getan. Aktuell sind wir sehr enttäuscht."

... zur Frage, ob U23-Trainer Sandro Schwarz eine Interimslösung sein könnte: "Diese Frage möchte ich gar nicht beantworten. Ich bin noch zu sehr beim 0:1 in Freiburg."

Hamburger SV - TSG 1899 Hoffenheim 2:1

Christian Mathenia (Hamburg): "Wir haben Hoffenheim keinen Raum geboten. Das war heute der Schlüssel zum Sieg. Wir haben es als Team sehr gut gemacht. Es ist ein sehr gelungener Tag. Wir leben nach wie vor und sind mittendrin. Hoffentlich wird es am Ende ein erfolgreicher Kampf gegen den Abstieg."

Markus Gisdol (Trainer Hamburg): "Das ist ein Sieg, der richtig gut tut. Die Mannschaft hat das fantastisch gemacht und den Gegner über 90 Minuten unter Druck gesetzt. Wir werden jetzt aber auf keinen Fall die Spannung abfallen lassen, in der Tabelle ist es immer noch sehr eng."

Oliver Baumann (Hoffenheim): "Wir waren heute einfach nicht gut genug. Leider haben wir unseren Plan nicht gut auf den Platz bekommen und das Spiel verloren."

Julian Nagelsmann (Trainer Hoffenheim): "Wir waren emotional nicht bei 100 Prozent, deshalb war es eine verdiente Niederlage. Aus taktischer Sicht waren wir nur zehn Minuten wirklich gut. Aber ich muss auch sagen, dass es ganz normal ist, dass man auch mal ein Spiel verliert."

RB Leipzig - Bayer Leverkusen 1:0

Ralph Hasenhüttl (Leipzig): "Das war die pure Leidenschaft und der pure Wille. Wir haben sehr viel investiert. Der kleine Unterschied war heute der letzte Wille, die Leidenschaft und die Entschlossenheit. Beim 1:0 war das alles drin. Deshalb war es ein verdienter Sieg für uns."

Julian Baumgartlinger (Leverkusen): "Wie so oft in dieser Saison haben wir es nicht geschafft, über die komplette Spielzeit alles zu verhindern. In der 93. Minute darf man da kein Tor bekommen, wir müssen mindestens mit dem Punkt hier rausgehen. Aber das ist ein Spiegelbild unserer Saison."

Tayfun Korkut (Trainer Leverkusen): "Das war ein ordentliches Auswärtsspiel von uns. Nach zehn Minuten hatten wir das Spiel im Griff und selbst einige Momente, in denen wir uns dem gegnerischen Tor genähert haben. Als eigentlich alle mit einem 0:0 rechnen, bekommen wir das Gegentor. Das ist ärgerlich. Aber die Niederlage wird uns nicht aus der Bahn werfen."

FC Schalke 04 - VfL Wolfsburg 4:1

Andries Jonker (Wolfsburg): "Die ersten 20 Minuten waren grottenschlecht, die ersten drei Minuten der zweiten Halbzeit waren grottenschlecht. Aber ich verfalle nach 23 sauschlechten Minuten nicht in Panik. Wir müssen ruhig bleiben. Es hat mich in Erstaunen versetzt, wie meine Mannschaft verteidigt."

Markus Weinzierl (Schalke): "Wenn du gewinnst, dann schaust du nach oben. Das ist klar. Aber wir haben noch nichts erreicht und schauen in beide Richtungen. Jetzt geht die Saison langsam richtig los. Wir haben noch sechs Spiele und können noch alles erreichen. International geht es am Donnerstag auch um alles."

... über seine Ausrichtung: "Wir waren offensiv aufgestellt und haben offensiv gut gespielt. Bei eigenem Ballbesitz hast du defensiv weniger Arbeit. Max Mayer war sehr gut, er war ein absoluter Gewinn für die Mannschaft und hat die Offensive in Schwung gebracht. Wir waren noch nie so nah dran an Platz fünf wie heute. Am letzten Spieltag wird abgerechnet."

FC Bayern - Borussia Dortmund 4:1

Carlo Ancelotti (Trainer Bayern): "Wir sind bereit für Real. Wir haben gut gespielt, alles war in Ordnung. Ich hoffe, dass Robert Lewandowski am Mittwoch gegen Real spielen kann."

Arjen Robben (Bayern) ...

... zum Spiel: "Wir haben ein richtig gutes und intensives Spiel gemacht. Jetzt kommt der Monat April, da musst du da sein. Wir haben das Tempo hochgehalten. 4:1 war ein deutlicher Sieg. Es macht super viel Spaß, und man will das nur genießen."

... zum Champions-League-Duell gegen Real Madrid: "Am Mittwoch gibt es das erste große Spiel. Hoffentlich folgen fünf weitere in der Champions League. Es wird sehr eng, es muss alles klappen für uns. Aber ich habe das Gefühl, dass wir bereit sind. Das Spiel heute muss Selbstvertrauen geben. Wir dürfen aber nicht denken, dass es jetzt von alleine geht. Mittwoch müssen wir noch einen drauflegen."

Jerome Boateng (Bayern) ...

... zum Spiel: "Wir wollten nach dem Dienstag heute gegen einen sehr guten Gegner eine Antwort geben. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt. Wir haben das Spiel über weite Strecken kontrolliert. Den Anschlusstreffer haben wir ihnen geschenkt. Aber wir können zufrieden sein, wir haben sehr gut gespielt."

... zur Frage, ob er gegen Real Madrid zunächst auf der Ersatzbank sitze: "Das wird man sehen. Glücklich wäre ich darüber nicht, aber ich kann es dann nicht ändern. Ich gucke positiv auf Mittwoch und will, dass wir ein gutes Ergebnis liefern."

Thomas Tuchel (Trainer Dortmund): "Es ist überhaupt nicht schwer zu akzeptieren. Alles andere als diese Dominanz und dieses Ergebnis hätte mich sehr überrascht. Dann hätten wir wahnsinnig über uns hinauswachsen müssen. Wir haben eine unglaublich komplizierte Ausgangslage. Bayern bietet das absolut höchste Niveau. Das ist vergleichbar mit einem Auswärtsspiel bei Real Madrid oder Barcelona. Wir bräuchten dafür unsere Top-Mannschaft in einer top Verfassung in diesem Jahr des Umbruchs. Unterm Strich können wir dieses Spiel sofort abhaken."

Roman Bürki (Torwart Dortmund): "Ich bin enttäuscht über das Resultat. Ich habe das Gefühl, dass es ein bisschen zu hoch ist. Aber sie haben halt ihre Chancen genutzt. Nach dem Spiel habe ich kein gutes Gefühl, weil wir in der zweiten Halbzeit wenig Ballbesitz hatten."

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