Bundesliga: Union feiert befreienden Sieg in Köln

SPOX

Union Berlin hat einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Im Aufsteigerduell beim 1. FC Köln gelang ein 2:1-Erfolg.

Die Handys wurden herumgereicht, und der Blick auf die Tabelle war eindeutig: Aufsteiger Union Berlin wird aller Voraussicht nach auch in der kommenden Saison in der Bundesliga spielen. "Das war ein enorm wichtiger Schritt, es fühlt sich auch so an", betonte Christian Gentner, der mit dem 2:0 (67.) den Sack im RheinEnergie-Stadion des 1. FC Köln für die Köpenicker zugemacht hatte, bei Sky.

Das 2:1 (1:0) war der erste Sieg des 1. FC Union seit Ende Februar. "Den nächsten Schritt wollen wir am Dienstag machen", sagte Gentner und blickte auf das Spiel gegen Schlusslicht SC Paderborn. Köln bleibt damit so etwas wie der Lieblingsgegner des langjährigen Stuttgarters, es war Gentners sechstes Ligator gegen die Geißböcke - gegen keine andere Mannschaft traf er so häufig.

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Mark Uth: "Der Schiri hat sich nicht getraut"

Die Erleichterung war den Unionern jedenfalls nach dem Coup in Köln anzuziehen, denn sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone sind mehr als komfortabel - und fast schon ausreichend.

Dasselbe gilt für die punktgleichen Kölner, die allerdings ihren Negativtrend fortsetzten. Sie haderten indes mit einem nicht gegebenen Foulelfmeter in der Nachspielzeit. "Das war ein klarer Elfer, aber der Schiri hat sich nicht getraut", meinte Mark Uth, der im Strafraum umgestoßen worden war. Zwar scheint der Klassenerhalt für die Geißböcke auch nur noch Formsache zu sein, aber Uth warnte angesichts der zahlreichen Pleiten seit der Saisonfortsetzung: "Wir müssen uns straffen!"

Seit der Corona-Unterbrechung hat die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol nicht gewonnen, am Samstag sorgten die Berliner Marvin Friedrich (39.) und Gentner dafür, dass es so bleibt. Jhon Cordoba (90.+2) erzielte den Treffer zum Endstand.

Union Berlin gefährlicher als Köln

Doch beide Mannschaften schleppten ihre Negativserien mit auf den Rasen, das war gerade in der Anfangsphase zu erkennen. Bemüht, Fehler zu vermeiden, wirkten FC und Union uninspiriert. Köln schaffte es nicht, das Spiel zu gestalten, die ersten Chancen des Spiels boten sich Berlin nach Ballverlusten der Gastgeber: Marcus Ingvartsen (5.) und Sebastian Andersson (21.) verfehlten jeweils das Tor von Timo Horn.

Köln hatte zwar häufiger den Ball, Union blieb tendenziell aber gefährlicher. Nach einer halben Stunde nahm Schiedsrichter Martin Petersen (Stuttgart) einen Handelfmeter nach Ansicht der Videobilder zurück (33.), sechs Minuten später war Friedrich nach einer Ecke per Kopf erfolgreich. Der Gast ging verdient in Führung.

In der Pause stellte Gisdol um, gab Uth und Cordoba in Anthony Modeste einen weiteren Stürmer zur Seite. Und der FC baute nun erstmals Druck auf. Modeste (50.) verfehlte per Kopf, Cordoba verpasste eine gefährliche Flanke haarscharf (55.), Florian Kainz (61.) zwang Gikiewicz zur nächsten starken Parade.

Effizient war aber weiterhin nur der Gast, wie schon bei der Führung nutzte Berlin eine Ecke: Gentner stand plötzlich völlig frei, verarbeitete den Ball stark und blieb vor Horn ruhig.

1. FC Köln - 1. FC Union Berlin: Die Aufstellungen

  • Köln: Timo Horn - Ehizibue (63. Schindler), Bornauw, Czichos, Schmitz (46. Leistner) - Skhiri (84. Höger), Hector - Drexler (46. Modeste), Uth, Kainz (70. Rexhbecaj) - Cordoba.

  • Union: Gikiewicz - Trimmel, Friedrich, Schlotterbeck, Reichel (71. Florian Hübner) - Prömel - Malli (63. Kroos), Gentner - Ingvartsen (89. Mees), Bülter - Andersson (63. Ujah).

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