BVB-Boss Watzke nach Anschlag: "Das ist eine Herkulesaufgabe"

Der Tatverdächtige im Fall des Anschlags auf den BVB-Mannschaftsbus schweigt weiter. Neues Material soll den 28-Jährigen nun weiter belasten:

Die Ereignisse vor dem Duell Borussia Dortmunds mit dem AS Monaco haben einen Schock hinterlassen. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke lenkt die Aufmerksamkeit langsam Richtung Nachholspiel.

"Es war schon eine sehr gravierende Erfahrung für die Spieler, das können sie nicht so einfach wegstecken. Sie waren extrem geschockt", gab Watzke in der Bild in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch an. Drei Explosionen nahe des Mannschaftsbusses hatten für eine Spielabsage gesorgt.

Für den Geschäftsführer verlief die Reaktion sehr professionell: "Da muss ich ein Kompliment machen an die Uefa, an die Polizei, an die Feuerwehr – das war alles sehr konstruktiv, wie da getagt wurde. Eine extreme Situation, aber die war von viel Professionalität und 'Common Sense' geprägt.“

Nun richtet sich der Blick auf das Nachholspiel am Mittwochabend (18.45 Uhr im LIVE-TICKER). Watzke denkt an Spieler und Trainer: "Mein persönliches Sicherheitsgefühl ist sehr gut. Die Frage ist, wie wir die Mannschaft davon lösen, helfen, das traumatische Erlebnis zu verarbeiten."

BVB nach Anschlag: Rückkehr zur Normalität schwierig

Es gelte nun "die komplette Logistik" wieder auf die Beine zu stellen und somit die Rahmenbedingungen so ideal wie möglich zu gestalten. Das Team übergibt er in die Hände von Sportdirektor und Trainer: "Ich werde mit Michael Zorc zum Start des Tages bei der Mannschaft sein, den Rest muss dann Thomas Tuchel lösen."

Für Watzke ist klar: "Wir müssen schnell zur Normalität zurückkehren, dazu gibt es keine Alternative." Inwiefern das innerhalb von wenigen Stunden möglich ist, bleibt fraglich: "Da geht es um Prozente an Konzentration und Fokussierung. Das ist die größte Aufgabe."

Er sieht "eine Herkulesaufgabe" auf Tuchel zukommen: "Die Logistik und so weiter, das kriegen wir alles hin. Aber wir müssen die Mannschaft in einen spielfähigen Zustand versetzen." Bis dahin hofft er: "Der Verein ist ohnehin unfassbar geschlossen. Natürlich schweißt das die Familie noch mehr zusammen."

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