BVB lässt nach Pokal-Coup überraschend Federn

SID
BVB lässt nach Pokal-Coup überraschend Federn

Borussia Dortmund hat nach dem Pokal-Coup von München in der Fußball-Bundesliga überraschend Federn gelassen. Drei Tage nach dem 3:2 bei den Bayern kam der BVB gegen den 1. FC Köln nicht über ein 0:0 hinaus und kassierte im Kampf um die direkte Champions-League-Qualifikation einen Dämpfer. Immerhin hielt die Heimserie, der BVB blieb auch im 36. Liga-Heimspiel in Folge ungeschlagen.
Die Kölner wahrten mit dem Punktgewinn ihre kleine Chance auf einen Europacup-Startplatz. FC-Trainer Peter Stöger blieb auch in seine sechsten Duell mit den Dortmundern ohne Niederlage.
Dortmund setzte die Kölner Abwehr mit BVB-Leihgabe Neven Subotic in der Zentrale direkt unter Druck, ging aber überaus fahrlässig mit seinen Chancen um. Zu Abseitstoren von Pierre-Emerick Aubameyang (14.) und Marco Reus (34.), der durch seine Ballberührung quasi einen Kopfballtreffer von Gonzalo Castro "verhinderte", gesellten sich zahlreiche weitere hochkarätige Möglichkeiten. Sie alle wurden mehr oder weniger leichtfertig vergeben, unter anderem von Reus (27.).
Köln lockerte seinen massiven Deckungsverbund vor 81.360 Zuschauern im ausverkauften Signal-Iduna-Park nur bei wenigen Kontern, von denen zwei allerdings brandgefährlich waren. Die Ex-Borussen Milos Jojic (28.) und Leonardo Bittencourt (32.) zeigten im Abschluss frei vor BVB-Torwart Roman Bürki aber Nerven.
Dortmunds Trainer Thomas Tuchel hatte seine Startelf von München auf vier Positionen verändert. Neben Lukasz Piszczek, Raphael Guerreiro und Sven Bender saß auch Matchwinner Ousmane Dembélé zunächst auf der Bank. Dessen unkonventionelle Aktionen fehlten dem BVB-Angriff auch in der Anfangsphase nach der Pause, in der Dortmund weiter drückend überlegen war. Doch Schüsse von Reus (46.) und Marcel Schmelzer (50.), die Kölns Keeper Timo Horn parierte, waren zunächst alles, was heraussprang.
Der FC verteidigte geschickt, zumeist mit Fünferkette und Subotic als Turm in der Schlacht. Der Serbe, der in der Winterpause auf Leihbasis an den Rhein gewechselt war und dessen Zukunft unklar ist, agierte auch nach der Pause bei seiner ersten Rückkehr an die alte Wirkungsstätte gemeinsam mit dem bärenstarken Frederik Sörensen kompromisslos und konsequent. BVB-Chancen wurden in der Folge seltener. 
In der 66. Minute brachte Tuchel für den glücklosen Reus, der im fünften Spiel nach seinem Comeback erstmals ohne Tor blieb, und Shinji Kagawa Guerreiro und Dembélé. Schon wenige Sekunden später prüfte Dembélé Horn mit einem Distanzschuss. Wenig später setzte er Aubameyang in Szene, der es aber gemeinsam mit Castro ebenfalls nicht fertig brachte, den Ball über die Linie zu drücken. Guerreiro hatte dann in der Nachspielzeit das 1:0 auf dem Fuß.






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