BVB: Thomas Tuchel kritisiert Ousmane Dembélé nach Robert Lewandowskis Freistoßtor

Jan Marschke
90Min

​Erst vergab er die riesige Chance zur 1:0-Führung, dann machte er den Weg frei für Robert Lewandowski. Ousmane Dembélé erwischte bei der gestrigen 1:4-Niederlage seines BVB einen gebrauchten Tag. Auch BVB-Coach Thomas Tuchel zeigte sich weniger erfreut über die Leistung seines Supertalents.

Foto: Getty Images

Es war die zweite Spielminute, als Ousmane Dembélé zwei Haken schlug und dabei Weltmeister Jerome Boateng ganz schön alt aussehen ließ. Doch was dann folgte war weder als Torschuss, noch als Pass in die Mitte genau auszumachen. Der Ball landete schließlich an der Eckfahne. Das Spiel wäre wohl anders verlaufen, hätte der Franzose das Rund einfach ins Tor genagelt. Doch der ansonsten stark aufspielende Ausnahmekönner, durchlebte einen rabenschwarzen Tag.


Auch ein paar Minuten später - der BVB lag bereits mit 0:1 hinten - stand der Franzose erneut im Rampenlicht. Robert Lewandowski schlenzte einen Freistoß unhaltbar für Keeper Roman Bürki ins Tor der Schwarz-Gelben. 0:2! Entscheidend aber hierbei: Dembélé, der in der Mauer stand, duckte sich vor dem heransausenden Leder in Sicherheit und ebnete somit den Weg für das 25. Saisontor des Polen. Pierre-Emerick Aubameyang hätte sich in diesem Moment wohl am liebsten wieder hinter seiner Maske versteckt.


Auch Thomas Tuchel ärgerte das Verhalten Dembélés: " Er war eingeteilt“, sagte der BVB-Trainer. "Es ist nicht so schwer, in der Mauer zu stehen.“ Dennoch versucht der Übungsleiter, dem Debakel etwas Positives abzugewinnen: " Für so hochtalentierte Spieler, die zum ersten Mal hier gespielt haben, ist das ein wichtiger Erfahrungsprozess. So etwas hilft auch, um sich in einem K.o.-Spiel besser zu verhalten.“


Deshalb gilt für Ousmane Dembélé: Mund abputzen, weitermachen und am Dienstag gegen seine Landsleute wieder eine Gala-Vorstellung abliefern.

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen