BVB nach verrückter Zitterpartie im Viertelfinale

SPORT1
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Borussia Dortmund hat sich nach einem wilden Auf und Ab der Gefühle ins Viertelfinale des DFB-Pokals gerettet.

Der BVB setzte sich im Achtelfinale gegen Zweitligist SC Paderborn mit 3:2 (2:0) nach Verlängerung durch, musste nach einem frühen Doppelschlag und einer kuriosen Schlussphase doch noch zittern. (Spielplan und Ergebnisse des DFB-Pokals)

Emre Can (6.) und Jadon Sancho (16.) stellten in der Anfangsphase die Weichen zunächst auf Sieg für die Mannschaft von Edin Terzic, die nach dem Zweitrunden-Aus des FC Bayern im Pokal zum Kreis der Topfavoriten zählt. Mit zunehmender Spieldauer wurde der Außenseiter aus Paderborn stärker und sorgte mit dem Anschlusstreffer durch Julian Justvan (79.) für Spannung in der Schlussphase. Prince Osei Owusu erzwang per Elfmeter (90.+7) die Nachspielzeit.

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Haaland-Tor zurückgenommen - Paderborn erzwingt Verlängerung

Erling Haaland (95.) traf in der Verlängerung für die Dortmunder, nachdem er eigentlich schon kurz vor Ende der regulären Spielzeit für das vermeintlich entscheidende 3:1 gesorgt hatte. Doch der VAR, der im Pokal erst ab dieser Runde zum Einsatz kommt, hatte etwas dagegen.

Nachdem Haaland nach einem Konter (90.+4) traf, protestierten die Paderborner vehement. Es ging um eine Szene im Dortmunder Strafraum unmittelbar vor dem Konter. Zunächst sah es so aus, als sei Felix Passlack der Ball an die Hand gesprungen, doch der Dortmunder spielte ihn mit der Brust. Allerdings traf Passlack beim Versuch eines Befreiungsschlags nur Gegenspieler Sebastian Schonlau. Schiedsrichter Tobias Stieler schaute sich die Szene lange in der Review-Area an und entschied schließlich auf Elfmeter für Paderborn und nahm Haalands Tor zurück.

Diskussionen um Haalands zweites Tor - Sancho muss angeschlagen raus

Statt 3:1 hieß es also 2:2 und Verlängerung.

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In der Verlängerung sorgte auch Haalands zweiter Treffer des Abends für längere Diskussionen. Die Szene wurde lange auf eine mögliche Abseitsposition Haalands gecheckt, der Treffer zählte aber schließlich.

BVB-Coach Terzic schwor sein Team beim Seitenwechsel noch mal ein. "Wir haben jetzt 15 Minuten Zeit um nochmal Vollgas zu geben. Kopf hoch, konzentriert sein. Position halten, nicht so eng", brüllte Trezic und forderte: "Vollgas!"

Allerdings musste wenige Minuten vor Schluss Jadon Sancho angeschlagen das Feld verlassen. Der Torschütze humpelte, gestützt von Betreuern, in die Katakomben.

BVB kurzfristig ohne Hummels

Zudem mussten die Dortmunder vor dem Anpfiff den nächsten personellen Rückschlag verkraften. Mats Hummels musste wegen Knieproblemen passen und ist auch für das Bundesligaspiel beim SC Freiburg am Samstag fraglich. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Trainer Terzic musste daher defensiv improvisieren: Manuel Akanji war der einzige nominelle Innenverteidiger in der Startelf. Ohnehin fehlte Stammtorwart Roman Bürki (Schulterverletzung), im Tor stand erneut Marwin Hitz.