BVB wirft bei Angstgegner TSG nächsten Sieg weg

Sportinformationsdienst, SPORT1
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Böse Bescherung kurz vor dem Fest: Die Aufholjagd von Borussia Dortmund ist vier Tage vor Heiligabend trotz eines Treffers von WM-Held Mario Götze brutal gestoppt worden.


Bei seinem Angstgegner TSG Hoffenheim verlor der BVB zum Auftakt des 17. Spieltags in der Fußball-Bundesliga mit 1:2 (1:0), der Abstand zur Tabellenspitze könnte am Wochenende auf sieben Punkte anwachsen.(SERVICE: Alle Ergebnisse im Überblick)

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In seinem ersten Startelf-Einsatz seit dem 9. November traf Götze (17.) für die Dortmunder, die auch im siebten Spiel nacheinander im Kraichgau ohne Erfolg blieben. Ausgerechnet Götze, der seinen nach der Saison auslaufenden Vertrag noch nicht verlängert und deshalb die Gerüchte um seine Zukunft befeuert hat.

Brandt: "Werde von diesem Spiel nicht sterben"

Am Freitag wurde der 27-Jährige vor 30.150 Zuschauern aber nicht zum Matchwinner, weil Sargis Adamjan (79.), der bereits gegen den FC Bayern einen Doppelpack erzielte, und Andre Kramaric (87.) in der Schlussphase die Partie noch drehen konnten.(LIVETICKER zum Nachlesen)

"Ich werde von diesem Spiel jetzt nicht sterben", sagte Julian Brandt enttäuscht im ZDF: "Aber jede Niederlage tut weh. Wenn man so viele Chancen hat wie in der zweiten Halbzeit, ist das schwer zu verdauen. Wenn du die Tore nicht machst, ist es im Fußball oftmals so, dass du am Ende noch einen frisst." Torschütze Adamjan meinte: "Ich bin einfach nur glücklich. Wir haben die erste Halbzeit gebraucht, und dann haben wir gemerkt, dass heute etwas geht."

Favre ging mit seinem Team hart ins Gericht: "Wir hatten das Spiel total im Griff. Wir nutzen unsere Torchancen nicht. Es war unglaublich." 

Dortmund dominiert Partie über weite Strecken

Damit blieb auch der von BVB-Sportdirektor Michael Zorc in Auftrag gegebene "gute Jahresabschluss" ein unerfüllter Traum. Sein befürchteter "Kraftakt" nach dem verrückten Topspiel unter der Woche gegen Tabellenführer RB Leipzig (3:3) bewahrheitete sich zunächst allerdings nicht, der BVB hatte alles unter Kontrolle.

Allerdings waren von den Gästen im Angriff extremes Engagement und Kreativität gefordert. Phasenweise traf die Abteilung Attacke, die ohne den verletzten Kapitän Marco Reus auskommen musste und stattdessen von Götze angeführt wurde, im Strafraum auf acht Hoffenheimer Feldspieler. Nur wenn es schnell über die Außenbahn ging, entstand Gefahr.

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So wie bei der Führung durch Götze, der eine flache Hereingabe des aktiven Achraf Hakimi gefühlvoll mit der Innenseite seines Fußes hinter die Torlinie streichelte. Bei einer ähnlichen Aktion (10.) war Götze zuvor noch am Ball vorbeigerutscht, zudem hätte Jungstar Jadon Sancho (20.) auch im achten Pflichtspiel in Serie treffen können.(SERVICE: Die Tabelle der Bundesliga)

Kramaric stellt Spiel auf den Kopf

Dass die Dortmunder danach für ein paar Minuten ihr Tempo drosselten, hätte Robert Skov (26.) beinahe bestraft. Er schickte den Ball per Freistoß auf eine äußerst tückische Flugkurve, die an der Unterkante der Latte endete. In der nun ausgeglicheneren Begegnung besaßen Hakimi (34.) und Thorgan Hazard (39.) noch aufseiten der Borussia gute Torchancen. Zur Halbzeitpause musste Mats Hummels ausgewechselt werden.

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Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit gingen die Gäste fahrlässig mit ihren Chancen um, angesichts der knappen Führung und zielstrebigen Hoffenheimern war das ein Spiel mit dem Feuer - sowohl von Julian Brandt (50.), der zu verspielt agierte, als auch von Hakimi (56.), der zu unpräzise abschloss.

"Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht, viele Offensivchancen gehabt. Aber wir haben es schlecht zu Ende gespielt. Wir sollten das schleunigst abstellen (Führungen in der zweiten Halbzeit zu verspielen, Anm. d. Red.). Aber wir haben auch ohne Marco (Reus, Anm. d. Red.) gespielt, Mats (Hummels; Anm. d. Red.) ist uns weggebrochen, und am Ende gehen wir auf dem Zahnfleisch", erklärte Weigl. Zorc sagte: "Die zweite Halbzeit war nicht berauschend. Am Ende haben ein bisschen die Körner gefehlt, wir haben es vielleicht zu schön machen wollen und sind nicht konsequent genug auf das 2:0 gegangen."


Nach rund einer Stunde setzten sich die Hoffenheimer erstmals über einen längeren Zeitraum in der Hälfte der Dortmunder fest. Da alle BVB-Akteure allerdings hinter dem Ball standen und geschlossen die Führung verteidigten, taten sich die Gastgeber schwer.

In der Schlussphase traf Adamjan dann doch aus dem Getümmel zum Ausgleich, ehe Kramaric die Partie per Kopf komplett kippen ließ.

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