BVB zieht angeblich Konsequenzen aus Sanchos Protz-Video

Goal.com

Die Vereinsführung von Borussia Dortmund hat angeblich erste Konsequenzen aus dem vieldiskutierten Urlaubsvideo von Jadon Sancho gezogen. Wie die Bild-Zeitung am Montagabend berichtet, soll sich Betreuer Joel Kunz nach der Zurschaustellung eines kostenintensiven Dubai-Trips auf der Instagram-Seite des englischen Nationalspielers während der trainingsfreien Zeit nun noch intensiver um den 19-Jährigen kümmern.

Kunz wurde im Sommer auf Initiative von Lizenspieler-Leiter Sebastian Kehl eingestellt, um junge und aus dem Ausland zum BVB gewechselte Spieler in den Klub, die Kultur und die Stadt zu integrieren und beim Einleben eine Starthilfe zu geben. Das vielbeachtete Protz-Video von Sancho war nur das jüngste Kapitel der Disziplinlosigkeiten des Offensivjuwels.

Ende November wurde Sancho aufgrund einer Verspätung bei der Mannschaftssitzung vor dem wegweisenden Champions-League-Spiel in Barcelona von BVB-Trainer Lucien Favre aus der Startelf gestrichen. Favre begründete seine Entscheidung damit, dass er "elf Spieler auf dem Platz brauche, die fokussiert und bereit sind".

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Sancho verspätet von Länderspielreise zurück

Bereits zuvor war Sancho nach einer Länderspielreise im Oktober einen Tag zu spät nach Dortmund zurückgekehrt. Deshalb wurde er für ein Spiel suspendiert und zu einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro verdonnert. In der Folge war Sancho nach kicker-Angaben intern in die Kritik geraten. Diksutiert werde der "Hang zur Arroganz", den er "kultiviert" habe, hieß es in einem Bericht Mitte November.

Sportlich hatte Sancho im Verlauf der Hinrunde eine kurzzeitige Leistungsdelle überwunden und war seit Ende November in der Bundesliga an zehn BVB-Treffern direkt beteiligt (sechs Tore, vier Vorlagen). Dass er über den Sommer hinaus in Dortmund bleibt, gilt derweil als unwahrscheinlich. Sancho soll durch seine guten Leistungen unter anderem das Interesse von Manchester United, Paris Saint-Germain, Real Madrid und dem FC Liverpool geweckt haben.

"Man muss kein Prophet sein, um zu sagen, dass Jadon sicherlich keine fünf Jahre mehr hier spielen wird", hatte Sportdirektor Michael Zorc bezüglich eines nahenden Abgangs des Offensiv-Juwels gesagt. Der Vertrag des Engländers in Dortmund läuft noch bis 2022.

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