Cantona ohne Reue: "Hätte gerne noch härter getreten"

SPORT1
·Lesedauer: 2 Min.
Cantona ohne Reue: "Hätte gerne noch härter getreten"
Cantona ohne Reue: "Hätte gerne noch härter getreten"

26 Jahre ist der legendäre Kung-Fu-Tritt von Eric Cantona gegen Crystal-Palace-Fan Matthew Simmons her. Immer noch befeuert Cantona die Diskussion über sein damaliges Vergehen.

Der ehemalige Stürmer-Star von Manchester United wurde 1995 des Feldes verwiesen. Auf dem Weg in die Katakomben wird der Franzose von einem Fan rassistisch beleidigt und bespuckt.

26 Jahre nach dem Kung-Fu-Tritt

Die United-Legende springt mit gestrecktem Bein über die Werbebande in den Zuschauerblock und attackiert Matthew Simmons mit einem Kung-Fu-Tritt, den keiner vergessen hat.

DAZN gratis testen und internationale Fußball-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Cantona heizt die Diskussion um diesen Tritt erneut an: "Ich bereue nur eine Sache: Ich hätte ihn gerne noch härter getreten."

Cantona: "Bin tausende Male beleidigt worden"

Der mittlerweile 54-Jährige beleuchtet in einem neuen Film "The United Way" den Aufstieg von Manchester United. In dem Film ist Cantona als Co-Writer und Sprecher beteiligt gewesen. Ab dem 24. Mai kann diese Szene dann erneut öffentlich diskutiert werden.

"Ich bin tausende Male beleidigt worden und habe nie reagiert, aber manchmal ist man eben empfindlich", rechtfertigte Cantona sich.

Trotz seiner langen Sperre von 9 Monaten, nahm Cantona damals bei einem Freundschaftsspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit teil. Hierbei wurde er von einem Journalisten abgelichtet. Er war kurz davor, seine Karriere zu beenden.

"Es war nur ein Freundschaftsspiel, aber der Journalist saß oben in einem Baum und machte ein Foto. Unglücklicherweise fiel er nicht runter. Am nächsten Tag war es in der Zeitung und der englische Fußballverband wollte mich noch länger sperren", erzälte er.

Ferguson wendet Karriere-Ende ab

Sein damaliger Trainer Alex Fergusen überzeugte ihn jedoch, seine Laufbahn fortzusetzen.

"Der Trainer fand die richtigen Worte, wie immer. Ich liebte und respektierte ihn. Wie einen Vater. Wenn ein Trainer so etwas für seinen Spieler tut, wird der Spieler sein Leben geben – für den Trainer, den Klub und die Fans. Sie standen alle zu mir. Manche Klubs hätten mich gefeuert, aber Manchester United hat mir einen neuen Vertrag angeboten. Das ist der Unterschied zwischen Manchester United und anderen Klubs", schwärmte Cantona.

Den Rücktritt erklärte er dann im Sommer 1997 mit gerade mal 30 Jahren: "Ich liebte das Spiel, das Feuer in mir, das Adrenalin. Ich spielte, weil es als Kind mein Traum war. Als dieser Traum zur Routine wurde, wollte ich nicht mehr spielen. Ich wollte ehrlich sein. Zu mir, den Fans und allen. Und es gibt so viel zu tun im Leben. Ich hatte keine Zeit zu verlieren. Es war Zeit, den Taktstock der nächsten Generation zu übergeben."