Champions League: Klopp: "Habe mir Sorgen gemacht"

Liverpool-Trainer Jürgen Klopp war nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus seines Ex-Vereins Borussia Dortmund tief betroffen und hat erklärt, wie er selbst die Situation erlebt hatte.

Liverpool-Trainer Jürgen Klopp war nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus seines Ex-Vereins Borussia Dortmund tief betroffen und hat erklärt, wie er selbst die Situation erlebt hatte.

"Man kann sich sicher vorstellen, dass es schwierig war für mich. Wir waren damals im gleichen Hotel und sind diese Strecke immer gefahren. Viele meiner Freunde waren in diesem Bus, deshalb habe ich mir natürlich große Sorgen gemacht", sagte Klopp. "Am Anfang dachte man ja, dass es vielleicht nicht so ernst gewesen ist, aber je mehr Details bekannt wurden, umso schwieriger wurde es."

Zu einigen Beteiligten hatte er danach sogar persönlichen Kontakt. "Ja, es gab einen kurzen Austausch, aber ich wollte sie nicht unnötig mit irgendwelchen Fragen belasten. Ich habe wie alle anderen auch auf weitere Informationen gewartet. Das Spiel war in dieser Situation aber das Letzte, an das ich gedacht habe", so Klopp weiter.

Als das Spiel am Mittwoch dann nachgeholt wurde, saß der deutsche Trainer natürlich vor dem Fernseher. "Ich habe mir die Partie angesehen und kann beide Seiten verstehen. Aber ich denke, dass es jeder verstanden hätte, wenn die Partie nicht gleich am Tag danach gespielt worden wäre. Ich war wirklich stolz auf Dortmund und sie haben es großartig gemeistert. Als ich nach dem Spiel jedoch die Gesichter der Spieler sah, hat man den Schock in ihren Augen erkennen können und das war nicht leicht für mich."

Klopp ohne Verständnis für Neuansetzung

Dass das Spiel keine 24 Stunden später erneut angesetzt wurde, stieß bei Klopp auf wenig Verständnis. "Wenn jemand, der nachher diese Entscheidung getroffen hat, im Bus gesessen hätte, hätte dieses Spiel nicht stattgefunden. Wer nicht im Bus war, kann sich nicht vorstellen, was genau geschehen ist", sagte der 49-Jährige.

Auf die Leistung der Borussia-Spieler, von denen einige in seinen Meisterteams 2011 und 2012 standen, sei er trotz der 2:3-Niederlage gegen die Monegassen "sehr stolz" gewesen. Als er "die Angst in den Augen" seiner früheren Spieler gesehen habe, habe er allerdings "das Ergebnis sofort vergessen".

Inwiefern die Vorfälle Auswirkungen auf die nahe Zukunft haben könnten, wollte Klopp nicht weiter einschätzen: "Es wird sicher eine Zeit dauern, bis die Spieler wissen, wie sie mit dieser Situation umgehen können. Wir alle können uns wahrscheinlich nicht vorstellen, was sie erlebt haben. Auch wenn es komisch klingt, aber sie werden lernen müssen, damit umzugehen."

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