Champions League: Leverkusen dank Eigentor und Torjäger Volland wieder im Rennen

Champions League: Leverkusen dank Eigentor und Torjäger Volland wieder im Rennen
Champions League: Leverkusen dank Eigentor und Torjäger Volland wieder im Rennen

Ein Eigentor von Thomas sowie der siebte Saisontreffer von Kevin Volland haben Bayer Leverkusen wieder ins Millionenspiel Champions League zurückgebracht. Durch das Missgeschick des ghanaischen Nationalspielers in der 41. Minute sowie Vollands ersten Treffer im laufenden Wettbewerb gewann die Werkself gegen Atletico Madrid verdient 2:1 (1:0) und darf sich nach zuvor drei Niederlagen in der Gruppe D sogar wieder Hoffnungen auf das Achtelfinale machen.
Bayer müsste dafür seine beiden ausstehenden Spiele bei Lokomotive Moskau und gegen Juventus Turin gewinnen und zudem auf weitere Ausrutscher der Spanier hoffen, die sieben Punkte auf ihrem Konto haben. Dabei wird Leverkusen wohl auf Nadiem Amiri verzichten müssen, der in der 84. Minute die Rote Karte sah. Alvaro Morata (90.+4) traf für die Gäste.
Durch den ersten Dreier hat Bayer einen großen Schritt in Richtung Trostrunde Europa League gemacht. Die Mannschaft von Trainer Peter Bosz hätte bei einer weiteren Niederlage vor dem Rückspiel am 26. November bei Lokomotive Moskau, das zum Gruppenauftakt unter dem Bayer-Kreuz 2:1 gewonnen hatte, mit dem Rücken zur Wand gestanden. Im letzten Gruppenspiel trifft Bayer im Dezember auf Juve mit Superstar Cristiano Ronaldo, das sich durch ein 2:1 in der russischen Hauptstadt bereits vorzeitig für die nächste Runde qualifizierte.
Vor 28.160 Zuschauern in der BayArena war Bayer von Beginn an die aktivere Mannschaft und setzte den spanischen Vizemeister mächtig unter Druck. Zwei Wochen nach der 0:1-Niederlage in Madrid, wo Bayer ebenfalls ordentlich mitgehalten hatte, war Leverkusen aber erneut im gegnerischen Strafraum zu harmlos.
Bosz hatte seine Startelf im Gegensatz zur 1:2-Niederlage in der Liga gegen Borussia Mönchengladbach auf zwei Positionen geändert. Für Stürmer Lucas Alario und Mittelfeldspieler Julian Baumgartlinger rückten der wiedergenesene Charles Aranguiz und Amiri ins Team. Dieser personelle Schachzug machte sich positiv bemerkbar. Der Chilene Aranguiz zog im defensiven Mittelfeld geschickt die Fäden, Nationalspieler Amiri sorgte vereinzelt mit guten Zuspielen für Gefahr.     
So auch in der 21. Minute, als er seinem Kapitän Volland glänzend auflegte. Der Bayer-Torjäger scheiterte aber an Atletico-Torwart Jan Oblak. Zumeist verpufften die Angriffsbemühungen der Hausherren aber am gegnerischen Strafraum.
Nach einer Hereingabe von Aranguiz unterlief dann Thomas das Eigentor, nachdem kurz zuvor Felipe bei einer Abwehraktion schon den eigenen Querbalken getroffen hatte. Oblak war chancenlos. Bereits gegen Moskau hatte ein Eigentor von 2014-Weltmeister Benedikt Höwedes noch für das zwischenzeitliche 1:1 gesorgt.
Ohne seinen angeschlagenen Kapitän Lars Bender wusste Bayer auch nach dem Seitenwechsel zu überzeugen. Ersatzspielführer Volland war es dann vorbehalten, das erste "richtige" Tor für Bayer in der aktuellen Königsklassen-Saison zu erzielen. Karim Bellarabi hatte Bayers einzige Spitze hervorragend in Szene gesetzt.
Atletico, das wie schon im Hinspiel auf  127-Millionen-Mann Joao Felix (Sprunggelenkverletzung) verzichten musste, erhöhte nach dem 0:2 noch einmal die Schlagzahl und brachte die Bayer-Abwehr ein ums andere Mal in Verlegenheit. Die Mannschaft von Trainer Diego Simeone hatte bei einem Freistoß von Thomas Lemar (62.) eine gute Möglichkeit zum Anschlusstreffer, Bayer-Torwart Lukas Hradecky war aber zur Stelle. Mit Glück und Geschick brachte Leverkusen aber seine ersten Punkte ins Ziel.








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