Charles Leclerc erkennt: Selbstkritik nicht immer hilfreich

Stefan Ehlen
motorsport.com

"Ich habe mich selbst stark runtergemacht, auch mental. Das war nicht gut." Zu dieser Erkenntnis ist Formel-1-Fahrer Charles Leclerc inzwischen gekommen. Doch über Jahre hinweg war genau das seine Methode, um besser zu werden: Selbstkritik zu üben, und das für viele Beobachter überraschend hart und auch öffentlich.

Nach einem Fahrfehler mit Reifenstapel-Kontakt im Qualifying zum Ungarn-Grand-Prix 2019 etwa hielt Leclerc fest: "Das war ein großer Fehler, absolut unnötig [und] total dumm zu dem Zeitpunkt."

Weil er schon beim vorherigen Rennen einen Fehler gemacht habe, sei dieser neuerliche Fauxpas "nicht so sehr akzeptabel" gewesen. Leclercs Fazit: "Ich muss mich mehr konzentrieren." Seinen Ferrari-Teamkollegen Sebastian Vettel schlug er übrigens trotzdem.

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So hat es Leclerc "schon immer" gemacht

Doch diese Art der extremen Selbstkasteiung war "schon immer mein Zugang", sagt Leclerc rückblickend bei 'Sky'. Er gesteht: "Vor sieben oder acht Jahren war es noch viel schlimmer, aber daran habe ich gearbeitet. Ich mache mich immer noch runter, wenn ich einen Fehler mache, aber ich erkenne auch die Dinge, die ich richtig mache."

Charles Leclerc, Ferrari SF1000

Charles Leclerc, Ferrari SF1000 <span class="copyright">Mark Sutton / Motorsport Images</span>
Charles Leclerc, Ferrari SF1000 Mark Sutton / Motorsport Images

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Gerade darin sehr er "eine meiner Stärken", nämlich "meine Rennen zu analysieren und zu sehen, was ich richtig und was falsch gemacht habe", so Leclerc weiter. "Ich bin sehr ehrlich zu mir selbst. Das hilft mir, um mich zu verbessern und auch zu erkennen, wenn ich einen Fehler gemacht habe."

Und bisher sei er "zufrieden" mit den Fortschritten, die er in der Formel 1 gemacht habe. Doch nach einem Jahr bei Ferrari hält Leclerc für sich fest: "Das muss jetzt so weitergehen. Ich muss also weiterarbeiten."

Weitere Schwächen abgestellt?

Wo er sich noch steigern könne? "Ich habe ein paar Schwächen ausgemacht. Das Reifenmanagement im Rennen zum Beispiel, daran habe ich hart gearbeitet und zumindest in den Tests habe ich mich da auch stark verbessert. Das macht mich glücklich", sagt Leclerc, schiebt aber sofort hinterher: "Ich muss trotzdem weiterarbeiten."

Ohne einen Renneinsatz lasse sich schließlich nicht einschätzen, wo er wirklich stehe. "Ich habe einfach noch keine Antwort darauf, ob ich einen großen Schritt vorwärts gemacht habe oder nicht. Wenn ich mir aber den Test ansehe, dann bin ich froh über meinen Fortschritt."

Mit Bildmaterial von LAT.

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