Charles Leclerc: Ferrari trotz mäßiger Tests und Corona nicht hoffnungslos

Ruben Zimmermann
motorsport.com

Angesichts der Coronakrise schreibt die Formel 1 aktuell vor allem Schlagzeilen, die nichts mit dem sportlichen Wettbewerb zu tun haben. Sobald die Saison 2020 allerdings beginnt - wann auch immer das letztendlich sein wird -, wird es wieder darum gehen, wer auf der Rennstrecke die schnellsten Zeiten fahren kann. Und da sieht Charles Leclerc Ferrari nicht in der Favoritenrolle.

"Während der Tests hatten wir Probleme. Wir müssen aufholen", so der Ferrari-Pilot, für den es auch 2020 wieder darum gehen wird, Weltmeister Lewis Hamilton und Mercedes zu schlagen. Weil Ferrari aber bereits im Winter Rückstand hatte, könnte sich das schwierig gestalten. Denn aktuell befinden sich die Teams im "Lockdown" und dürfen nicht an ihren Boliden arbeiten.

Und auch später wird nicht viel Zeit zur Weiterentwicklung bleiben. "Es wird eine schwierige Saison für alle werden, denn sobald sie einmal beginnt, gibt es keine Pause mehr", so Leclerc. Aktuell ist ein Saisonstart am 5. Juli in Spielberg geplant, anschließend soll es bis Jahresende noch so viele Rennen wie möglich geben. Da bleibt zwischen den einzelnen Rennen nicht viel Zeit.

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

"Ich denke daher, dass die Arbeit an der Strecke extrem wichtig sein wird - mehr als in jedem anderen Jahr. Denn wir werden eine Menge Zeit an der Strecke verbringen, sobald die Saison wieder läuft", erklärt auch Leclerc. Daher sei vor allem das Feedback der Fahrer wichtig, um das Team "in die richtige Richtung" zu lenken. Keine optimalen Voraussetzungen also für Ferrari.

Leclerc gibt sich trotzdem optimistisch und erklärt im Hinblick auf die Frage, ob man die Lücke zu Mercedes 2020 schließen kann: "Ich weiß nicht, ob wir das schaffen werden oder nicht. Aber im vergangenen Jahr haben wir während der Saison gute Fortschritte gemacht. Wir müssen also weiter so arbeiten wie im vergangenen Jahr. Und ich bin mir sehr sicher, dass die Ergebnisse dann auch kommen werden."

In der Saison 2019 blieb Ferrari bis zur Sommerpause komplett sieglos, anschließend gewann man dann in Spa, Monza und Singapur allerdings drei Rennen in Serie. 2020 wird das in der Form nicht möglich sein. Wer in der verkürzten Saison auf dem falschen Fuß startet, der wird vermutlich keine Zeit mehr haben, das Ruder hintenheraus noch einmal herumzureißen.

Mit Bildmaterial von LAT.

Lesen Sie auch