Charterflüge nach Saudi-Arabien: Rallye Dakar soll wie geplant stattfinden

Gerald Dirnbeck
·Lesedauer: 2 Min.

Die Rallye Dakar soll plangemäß vom 3. bis 15. Januar 2021 in Saudi-Arabien stattfinden. Anfang der Woche sorgte ein kurzfristig erlassenes Einreiseverbot in das Königreich für Fragezeichen. Der Flugverkehr wird für eine Woche ausgesetzt.

Die Bestimmungen könnten für eine weitere Woche verlängert werden. Damit will Saudi-Arabien eine Einschleppung der Coronavirus-Mutation, die in England entdeckt worden ist, unterbinden. Auch die Land- und Seegrenzen sind geschlossen.

Dadurch standen viele Teilnehmer, Teams und Mechaniker plötzlich vor dem Problem, wie sie nach Saudi-Arabien reisen sollen. Veranstalter ASO (Amaury Sport Organisation) arbeitet eng mit dem Sportministerium Saudi-Arabiens zusammen und wird zusätzliche Charterflüge organisieren.

"Ich vertraue der Organisation, dass sie alles unternehmen werden, damit die Leute zeitgerecht ankommen werden", sagt Titelverteidiger Carlos Sainz. "Uns wurde versichert, dass die Dakar stattfinden wird. Ich denke, wir werden auf einem Charterflug sein."

"Gestern hatte ich ein Telefongespräch und uns wurde alles versichert. 48 Stunden vor der Abreise muss man einen PCR-Test machen. Bei der Ankunft in Saudi-Arabien muss man sofort ins Hotel und für 48 Stunden in Quarantäne. Während der Rallye wird man stichprobenartig getestet."

Fahrzeuge auf dem Seeweg Richtung Saudi-Arabien

Die Fahrer und Beifahrer müssen während der etwas mehr als zwei Wochen in Saudi-Arabien vorsichtig sein und sich an die Gesundheitsprotokolle halten, um sich keine Infektion einzufangen. Auch im Biwak werden die Teams abgesondert und in eigenen Blasen sein.

Mit 58 Jahren nimmt Carlos Sainz seine 13. Dakar in Angriff

Mit 58 Jahren nimmt Carlos Sainz seine 13. Dakar in Angriff<span class="copyright">X-raid</span>
Mit 58 Jahren nimmt Carlos Sainz seine 13. Dakar in AngriffX-raid

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"Das heißt, man ist einerseits im Kampf um den Sieg unter Druck und andererseits, dass man sich nicht ansteckt", sagt Sainz. "Es wird auf alle Fälle eine andere Dakar werden. In der Biwak-Blase sind wir bei Mini in unserer eigenen Blase."

Da die Rallye Dakar für Saudi-Arabien ein Prestigeprojekt ist, will man die Veranstaltung durchführen. Deshalb bietet man der ASO volle Unterstützung bei der Anreise der Teilnehmer nach Dschidda.

Die Fahrzeuge wurden auf dem Seeweg nach Saudi-Arabien transportiert. Anfang Dezember wurde in Marseille (Frankreich) alles auf ein Containerschiff verladen. Das waren 75 Autos, 42 Trucks, 110 Motorräder und Quads sowie acht Helikopter und 15 Container mit weiterem Material.

Insgesamt wurden 679 Fahrzeuge verschifft, denn dazu zählt auch der Begleittross samt Wohnmobilen. Am 30. und 31. Dezember können die Teams ihre Fahrzeuge im Hafen von Dschidda abholen, wo das Schiff bereits angekommen ist. Die Technische Abnahme findet am 1. und 2. Januar statt. Anschließend folgt am 2. Januar am Nachmittag ein kurzer Prolog, in dem die Startreihenfolge für die erste Etappe ermittelt wird.

Mit Bildmaterial von X-raid.