Circuit Androrra: Perfekte Trainingsmöglichkeit für MotoGP-Fahrer

Gerald Dirnbeck
motorsport.com

Einige MotoGP-Fahrer, die im Fürstentum Andorra wohnen, nutzen den Circuit Grandvalira Andorra zum Training. Es ist die einzige permanente Rennstrecke in diesem Zwergstaat und sie liegt auf einer Höhe von rund 2.400 Metern über dem Meeresspiegel. Damit ist die kleine Anlage der höchstgelegenste Rundkurs in Europa.

Im Winter finden dort regelmäßig Eisrennen der Trophee Andros statt, während im Sommer auf dem asphaltierten Teil Supermoto-Rennen ausgetragen werden. Die Anlage wurde auch jüngst neu asphaltiert und modernisiert. Somit ist es eine perfekte Trainingsmöglichkeit für MotoGP-Fahrer, die in der Umgebung wohnen.

"Für diese Trainings verwende ich eine Supermoto-Maschine", sagt Pol Espargaro gegenüber 'Motorsport.com'. "Von allen Trainingsmethoden gefällt mir diese am besten und ich glaube, ich bin darin auch am besten. Ich habe die optimale Kontrolle und auch das Verletzungsrisiko ist am geringsten."

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"Mir gefällt auch Enduro und Motocross, aber ich finde, die Sprünge sorgen für zusätzliches Gefahrenpotenzial", vergleicht der KTM-Pilot. Zu den Fahrern die Motocross bevorzugen zählen unter anderem Marc und Alex Marquez, Andrea Dovizioso, Danilo Petrucci und Fabio Quartararo. Dovizioso wird Ende Juni in Italien sogar an einem Motocross-Rennen teilnehmen.

Seit Mitte Mai Lockerungen gegen die Corona-Maßnahmen gelten, herrscht auf dem Andorra-Circuit wieder reger Fahrbetrieb. Neben Espargaro sind auch Maverick Vinales, Tito Rabat, Alex Rins, Joan Mir und Jorge Martin oft sogar gemeinsam auf dieser Strecke unterwegs. Bis zum ersten MotoGP-Rennen wird das regelmäßig passieren.

Denn die rund 850 Meter lange Strecke ist in optimalem Zustand. "Der Kurs hat mich sehr überrascht", lobt Espargaro. "Es ist eine Anlage, die für Wettbewerbe im Winter konzipiert wurde, wenn Autos mit Spikereifen auf Schnee und Eis fahren. Es stimmt, dass die Strecke im vergangenen Jahr asphaltiert wurde, aber seither gab es einen Winter."

"Ich hätte gedacht, dass der Asphalt nicht in so einem guten Zustand ist, aber das ist er. Einige Sicherheitsfeatures fehlen, aber es ist trotzdem ein sehr guter Ort, um zu trainieren." Dazu kommt die Höhe, die zusätzlich beim Training eine Herausforderung für den Körper ist. Viele Fahrer sind in den Pyrenäen auch mit dem Rennrad unterwegs, um Ausdauer zu trainieren. Beispielsweise Aleix Espargaro.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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