CL-Turnier als Wegweiser für die Zukunft von Perisic und Coutinho beim FC Bayern

Florian Plettenberg
·Lesedauer: 3 Min.

Jetzt beginnt das Schaulaufen der Leihgaben! Philippe Coutinho und Ivan Perisic stehen mit und beim FC Bayern vor entscheidenden Tagen.

Am kommenden Freitag wartet der FC Barcelona im Viertelfinale der Champions League. Bei einem Sieg steigt am darauffolgenden Mittwoch in Lissabon das Halbfinale. Die möglichen Gegner wären Manchester City oder Lyon. Bei einer Niederlage werden die Münchner bereits am kommenden Samstag die Heimreise antreten.

Coutinho und Perisic wollen noch mindestens dreimal das Bayern-Dress tragen, was gleichbedeutend mit dem Einzug ins Finale am 23. August wäre.

Doch wie geht es für die beiden Leihen danach weiter?

Verbleib "nicht vorgesehen"

Der Abgang von Coutinho ist beschlossene Sache. Der Brasilianer muss vorerst nach Barcelona zurück. Beim kommenden Bayern-Gegner hat der 29-Jährige noch einen Vertrag bis 2023. Die Katalanen planen aber scheinbar nicht mehr mit Coutinho. Auch die Bayern nicht. Auf das Ziehen der Kaufoption hat der Verein ohnehin verzichtet. Auch etwaige Nachverhandlungen scheinen ausgeschlossen zu sein.

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge sagte im Interview mit der Abendzeitung, dass ein Verbleib von Coutinho, ebenso wie der von Real-Madrid-Leihgabe Álvaro Odriozola „nicht vorgesehen” ist – sogar unabhängig von Coutinhos Darbietungen in Lissabon. Ob er dort überhaupt regelmäßig zum Einsatz kommt? Seine Aussichten auf einen Startelfeinsatz sind mau. Auf den Außenbahnen setzt Flick auf Serge Gnabry, Kingsley Coman und Perisic. Coutinho heimste zwar vor dem Achtelfinal-Rückspiel viel Lob von Flick ein („Physisch topfit”), musste aber trotzdem auf die Bank.

In der nächsten Saison will der Edeltechniker wieder regelmäßig in der Startelf stehen. Zuletzt machten Gerüchte um ein Interesse vom FC Arsenal die Runde.

"Das ist ein Spieler, der mir gefällt."

Die Bayern-Zukunft von Perisic ist hingegen offen. Der Kroate will nach SPORT1-Informationen und trotz anderer Offerten unbedingt in München bleiben. In den kommenden Tagen will sein Management mit seinem Stammverein Inter Mailand und dem FC Bayern Gespräche führen. Dabei soll es vor allem um die Ablöse gehen, denn die Perisic-Seite hofft, dass die Italiener die Ablöse-Forderung senken. Bei der „Nerazzurri” hat er kroatische Nationalspieler noch einen Vertrag bis 2022.

„Bei Perisic muss ich sagen: Das ist ein Spieler, der mir gefällt. Er spielt vielleicht nicht immer spektakulär, aber er ist effektiv wie am Samstag gegen Chelsea und erfüllt seine Aufgabe”, outete sich Rummenigge in der „AZ” als Perisic-Fan.

Dass ihn die Münchner fest verpflichten, ist also weiterhin möglich.

Würde Perisic, dem auch in den Trainingseinheiten ein großer Einsatzwille nachgesagt wird, ein dauerhafter Bestandteil des FCB-Kaders werden, dürfte vor allem Flick zufrieden sein, denn der Cheftrainer wünscht sich zur kommenden Saison vier Flügel-Optionen. Mit Leroy Sané, Gnabry und Coman hat er schon drei.

Allerdings verdient Perisic bei Inter Mailand ein ordentliches Gehalt, welches sich die beiden Vereine derzeit teilen. Dieses soll über 10 Millionen Euro brutto pro Jahr betragen. Um für die Münchner ein ernsthaftes Alternative zu sein, wird der 31-Jährige Gehaltseinbußen hinnehmen müssen.