Claire Williams: Dank Zoom komme ich endlich auch mal zu Wort!

Ruben Zimmermann
motorsport.com

Auf persönliche Meetings muss die Formel 1 aktuell verzichten. In der Coronakrise hat auch die Königsklasse, wie so viele große Unternehmen, auf Videokonferenzen umgestellt. Claire Williams verrät gegenüber 'Sky', dass das zu einer veränderten Diskussionskultur geführt hat. Davon profitiere vor allem sie, die sich bei den Treffen der Formel-1-Alphatiere sonst eher zurückhalte.

"Es ist toll, [...] denn ich bin die einzige Frau, die an diesen Meetings teilnimmt", erinnert sie und berichtet: "Meistens sind das ungefähr 30 Männer und ich. Und meistens komme ich bei diesen Treffen kaum zu Wort. Aber [bei den Videokonferenzen] haben wir dieses System, bei dem jeder seine Hand heben muss. Nikolas Tombazis von der FIA kümmert sich um diese Meetings, und er macht das großartig."

"Niemand darf sprechen, wenn man nicht die Hand hebt. Und er beachtet die Reihenfolge, in der man seine Hand hebt", verrät Williams, die von dieser Vorgehensweise profitiere. Sie gesteht: "Ich bin noch immer nervös bei diesen Meetings und nervös, wenn ich meine Hand hebe. Aber ich bekomme die Chance dazu, und dann sagt Nikolas: 'Jetzt darf Claire sprechen.'"

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Zudem dürfe man einen anderen Teilnehmer, der gerade spricht, nicht unterbrechen, erklärt die stellvertretende Williams-Teamchefin. Grundsätzlich seien die Treffen momentan "produktiv", und Formel 1 und FIA hätten in der Krise bislang einen "fantastischen Job" gemacht. Chaotisch sind die Videokonferenzen laut Williams zwar nicht - dafür allerdings ziemlich anstrengend.

Denn teilweise gingen die Treffen bis zu fünf Stunden. "Das ist eine ziemlich lange Zeit für ein [Video]-Meeting. Manchmal fragt man sich, wie man schnell mal ins Bad verschwinden kann, ohne dass die anderen merken, dass man weg ist", lacht sie. Insgesamt ist sie mit der neuen Form der Meetings aber sehr zufrieden.

Mit Bildmaterial von LAT.

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