Claire Williams: George Russell erinnert "ein bisschen" an Nigel Mansell

Ruben Zimmermann

George Russell beendete seine Formel-1-Debütsaison 2019 ohne einen einzigen WM-Zähler. Im unterlegenen Williams FW42 waren unter normalen Umständen keine Top-10-Ergebnisse möglich. Trotzdem zeigt sich Claire Williams begeistert von ihrem neuen Piloten, der auch 2020 wieder für Williams fahren wird. "George hat mich umgehauen", verrät sie gegenüber 'motorsport.com'.

"Wenn man [2019] nicht im Team war, dann weiß man nicht, wie hart es war. George wusste, worauf er sich eingelassen hat. Er konnte es selbst sehen, und wir hatten ihn auch gewarnt, wie es werden würde", erklärt Williams. Man habe Russell keine falschen Versprechungen gemacht, und der Rookie habe gewusst, dass er in der Regel am Ende des Feldes fahren würde.

"Er hat sich von Anfang an vorbildlich verhalten", lobt Williams und erinnert: "Für ihn war es hart, nicht das Auto zu haben, das er gerne gehabt hätte." Während Russells ehemalige Formel-2-Rivalen regelmäßig um Top-10-Plätze kämpfen konnten, fuhr der Brite hinten im Feld meistens sein eigenes Rennen. 2018 hatte er die Formel 2 noch vor Lando Norris und Alexander Albon gewonnen.

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Williams glaubt, dass Russell auch in der Formel 1 ganz vorne mitmischen kann - sobald er das richtige Auto bekommt. Im Qualifying sei seine Leistung bereits 2019 bemerkenswert gewesen. Das interne Duell gegen Robert Kubica gewann er mit 21:0. "Wenn er ins Auto steigt, dann versammeln sich die Jungs [in der Box] an den Bildschirmen. Sie freuen sich, ihm zuzusehen", verrät Williams.

"Es ist ein bisschen wie bei Nigel [Mansell]. Er holt [auf einer Qualirunde] einfach alles heraus. Ja, ihm fehlt dann vielleicht eine Sekunde, um es in Q2 zu schaffen. Aber er legt trotzdem einige ziemlich beeindruckende Runden hin", so Williams. Auch außerhalb des Autos habe Russell in seinem ersten Formel-1-Jahr mit viel Wissen beeindruckt und wertvolle Informationen geliefert.

"Ich kann ihn gar nicht genug loben", sagt Williams und verrät, dass der 21-Jährige von allen im Team gemocht wird. "Ich bin George enorm dankbar, denn er hat schnell verstanden, welche Rolle im Team er spielen kann, ergänzt sie und verrät: "Hin und wieder beklagt er auch einmal etwas - so wie wir alle. Aber er ist zuversichtlich geblieben und hat den Job erledigt, um den wir ihn gebeten haben."

"Und er hat sogar noch mehr gemacht und eine große Rolle dabei gespielt, die Moral im Team aufrechtzuerhalten und in dieser Hinsicht eine Führungsrolle übernommen", lobt Williams und fügt hinzu: "Ich bin sehr stolz, dass wir einen Fahrer wie George in unserem Auto haben. [...] Ich möchte einfach dafür sorgen, dass wir ihm ein Auto hinstellen, mit dem er zeigen kann, zu was er in der Lage ist."

Mit Bildmaterial von LAT.

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