7 aus 7! Clemens dominiert - Münch mit Leistungssteigerung

Stefan Schnürle
Sport1

6:3, 6:0, 6:2, 6:3, 6:2, 6:2, 6:3.

Diese Zahlen zeigen deutlich, wie dominant Gabriel Clemens am ersten Wochenende der HYLO CARE PDC Europe Superleague Germany in Ismaning auftrat.

Sieben Siege in sieben Partien - und in keiner einzigen musste Clemens ernsthaft um seinen Sieg und damit die Tabellenführung in Gruppe A bangen. Keine Frage, das Ticket zur Darts-WM in London führt über den 36-Jährigen.

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Nachdem der "German Giant" bereits den Samstag nach Belieben dominiert hatte, rechneten viele damit, dass er am Sonntag aufgrund starker Gegner wie Kevin Münch mehr Probleme bekommen würde. (Alle Infos zur HYLO CARE PDC Europe Superleague Germany)


Clemens lässt Bunse keine Chance

Doch Clemens belehrte alle eines Besseren. Nachdem er zunächst den weiterhin glücklos agierenden Christian Bunse dank eines starken 97er-Average mit 6:2 besiegte, kam es zu dem mit Spannung erwarteten Topduell mit Münch.

Münch, der bei der WM 2018 sensationell den zweimaligen Weltmeister Adrian Lewis aus dem Turnier geworfen hatte, präsentierte sich am Sonntag in seinen ersten beiden Partien deutlich verbessert - zu mehr als einem kurzem Aufbäumen nach 0:3-Rückstand sollte es gegen Clemens jedoch nicht reichen.

Im SPORT1-Interview fasste Münch das Spiel dann folgendermaßen zusammen: "Ich habe anfangs zwei Chancen nicht genutzt, die er bestraft hat. Dann komme ich 2:3 ran und komme einfach nicht aus der Pause heraus. Völlig verdient verloren."


Unterbuchner mit sieben perfekten Darts

Auch Michael Unterbuchner, der am Sonntag ähnlich wechselhaft wie am Samstag agierte, konnte gegen Clemens nicht viel ausrichten. Unterbuchner sorgte aber mit sieben perfekten Darts im fünften Leg zumindest für das Highlight des Tages.

Immer, wenn Unterbuchner am Ausgleich schnupperte, schlug Clemens jedoch umgehend wieder zurück und feierte letztendlich auch im sieben Spiel noch einen souveränen Erfolg.

"Ich bin natürlich zufrieden. Ich freue mich jetzt auf mein Zuhause, meine Familie. Aber ich bin natürlich glücklich, dass ich alles gewonnen habe", zog Clemens bei SPORT1 Bilanz.


Münch deutlich besser als am Vortag

Aber nicht nur bei dieser Partie gab es deutlich bessere Leistungen als noch am Vortag zu sehen. "Man sieht heute generell, dass sich alle gesteigert haben zu gestern und mit dem Rhythmus besser zurechtkommen. Jetzt sind wir langsam angekommen", sagte Clemens.

Trotz der Niederlage gegen Clemens stand Münch stellvertretend für die Leistungssteigerung der Spieler am Sonntag, die sich nun offenbar an die aufgrund der Corona-Krise ungewohnten Atmosphäre in Ismaning gewöhnt hatten.

Alle Ergebnisse und der Spielplan in der Übersicht - hier entlang!

Während der 6:3-Sieg gegen Underdog Jens Kniest noch zu erwarten war, beeindruckte Münch beim 6:3-Erfolg gegen den am Samstag so stark auftretenden Steffen Siepmann mit einem 97er-Average. Auch gegen den am Sonntag zuvor dreimal siegreichen Kai Gotthard konnte er sich klar mit 6:2 durchsetzen.

"Das war gestern Gewöhnungssache. Ich habe versucht, einen Ablauf zu kriegen. Nicht so sehr darauf zu achten, ob das Schild auf grün geht oder nicht. Zwischendurch hapert es noch, aber es geht", erklärte Münch seine Leistungssteigerung.


Unterbuchner weiter wechselhaft

Mitfavorit Unterbuchner agierte hingegen auch am Sonntag wechselhaft. Der WM-Halbfinalist der BDO (2018 und 2019) verlor am Sonntag gleich drei seiner vier Partien. Lediglich gegen Bunse erkämpfte sich "T-Rex" einen knappen 6:5-Sieg, nachdem er zuvor eine 5:2-Führung verspielt hatte.

Der bisher so enttäuschende Bunse konnte aber zumindest seine letzte Partie der Hinrunde erfolgreich gestalten und sich im Duell der bis dato Sieglosen klar mit 6:2 gegen Kniest durchsetzen.

In der letzten Partie des Tages musste ausgerechnet der einzig echte Clemens-Verfolger Sascha Stein einen Rückschlag hinnehmen. Trotz einer 5:2-Führung verlor Stein gegen Siepmann noch mit 5:6. Für den Überraschungsmann vom Samstag war es der einzige Sieg am Sonntag.

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Kurz als Titelverteidiger am Start

Bei der Superleague Germany treten 16 deutsche Spieler ans Oche und kämpfen um ein Ticket für die PDC Darts-Weltmeisterschaft in London 2021.

Gespielt wird in zwei Gruppen mit jeweils acht Teilnehmern. Die ersten Vier einer jeden Gruppe qualifizieren sich für die Playoffs.

Im Vorjahr hatte sich Nico Kurz über die Superleague für die WM qualifiziert. Im SPORT1-Interview sprach der Titelverteidiger von seinem Wunsch, "unbedingt wieder" auf die Bühne in London zurückkehren zu wollen.

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