Comeback gescheitert: Pressestimmen zu Serena Williams’ Wimbledon-Niederlage in der ersten Runde

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Statt eines triumphalen Comebacks erlitt Serena Williams in Wimbledon eine bittere Niederlage in der ersten Runde. Schock und Enttäuschung über eine "rostige" Williams zeigt auch die internationale Presse.

Statt eines triumphalen Comebacks erlitt Serena Williams in Wimbledon eine bittere Niederlage in der ersten Runde (Bild: Rob Newell - CameraSport via Getty Images)
Statt eines triumphalen Comebacks erlitt Serena Williams in Wimbledon eine bittere Niederlage in der ersten Runde (Bild: Rob Newell - CameraSport via Getty Images)

Glorreiche Comebacks gehören seit jeher zur Karriere von Serena Williams. 2003 hatte sie eine Knie-OP und gewann innerhalb eines Jahres nach ihrer Rückkehr auf den Platz schon wieder einen Grand Slam. 2007 trat sie auf Platz 81 der Weltrangliste bei der Australian Open an - und siegte. 2011 hätte eine Lungenembolie sie beinahe das Leben gekostet, doch sie kämpfte sich zurück und erlebte eines der besten Jahre ihrer Karriere. 2017 war es die schwierige Entbindung ihrer Tochter, die ihre Gesundheit gefährdete, doch danach schaffte sie es in vier Grand-Slam-Finals.

Ein solches Comeback hätte auch Serena Williams' Auftritt in Wimbledon 2022 werden sollen. Dort stand sie nach fast einem Jahr Match-Pause auf dem Platz, nachdem sie einen Riss in der hinteren Oberschenkelmuskulatur erlitten hatte. Doch statt dem erwarteten Triumph erlitt Williams eine bittere Niederlage in der ersten Runde gegen die Newcomerin Harmony Tan aus Frankreich, die aktuell auf Platz 115 rangiert: Williams unterlag der Französin mit 5:7, 6:1, 6:7 (7:10).

"Rostig": Internationale Pressestimmen zum Aus von Serena Williams

New York Times: Niemand außer Tan wusste, was kommen würde. Williams, die schon zu ihren besten Zeiten gegen derart variable Spielerinnen verloren hat, sah am Anfang oft verwirrt aus. Sie wirkte so angespannt wie eine Klaviersaite und hatte Mühe, ihre natürliche Kraft fließen zu lassen und verpasste massenhaft Volleys und Annäherungsschläge, während sie sich abrackerte, sich dynamisch zu bewegen.

Washington Post: Der verehrte Champion, der scharf auf eine tolle Erinnerung war, kam der Ziellinie am Dienstagabend immer wieder nahe, aber die verdammte Linie wich immer weiter zurück. Sie wich zurück, nachdem Serena Williams im ersten Set bei 4:2 aufschlug. Sie wich zurück, als sie im dritten mit 3:1 führte. Sie wich zurück, als sie im dritten Set beim Matchball aufschlug und mit 4:0 im neumodischen 10-Punkte-Tiebreaker führte, der heutzutage die Spiele zu entscheiden scheint.

Harmony Tan: Hinter ihrem großen Wimbledon-Coup steckt eine Legende

ESPN: Gegen Tan - die als Nummer 115 der Welt geführt ist und ihr Debüt im Hauptfeld des Turniers gab - zeigte Williams vor einem sie anfeuernden Publikum zugleich Anzeichen für Rost und Anzeichen der für sie typischen Brillanz.

The Guardian: Die Zeit holt uns alle ein, und an einem sengenden Abend auf dem Centre Court zeigte sich, welche Herausforderung im letzten Kapitel ihrer Karriere auf sie wartet. Rostig und knapp an Selbstbewusstsein, gegen eine Spielerin, die ihr nichts schenkte, erholte sich Williams von einem Set Rückstand und kämpfte wacker, bevor sie sich in der ersten Runde geschlagen geben musste.

The Independent: Serena Williams konnte ihre alte Magie nicht abrufen, als ihre Rückkehr zu Wimbledon in einem Aus in der ersten Runde gegen Harmony Tan endete. In ihrem ersten Single-Match, seit sie vor zwölf Monaten den Platz verletzt und tränenüberströmt verlassen musste, zeigte sich Williams rostig und fehleranfällig. Der Wille war da, und - angefeuert von einer unterstützenden Menge - sah es so aus, als würde sie über die Ziellinie taumeln, nur um am Ende den Kürzeren zu ziehen.

Associated Press: Serena Williams hat ihr Comeback in Wimbledon nach 364 Tagen ohne Einzelwettkampf begonnen - und beendet - und sah so aus wie jemand, der genauso lange nicht gespielt hat. Sie verpasste Schläge, schüttelte den Kopf, rollte mit den Augen.

Gazzetta dello Sport: Die fast 41-Jährige tat sich schwer mit der Französin Tan - eine Gegnerin, die sie zu besseren Zeiten wohl mit links geschlagen hätte. Stattdessen steckte Serena gegen die 25-Jährige eine üble Niederlage in drei Sätzen ein. Wird es ein vorübergehendes Auf Wiedersehen oder ein endgültiger Abschied für Serena?

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