Corona-Nachwirkungen: Ringer-Weltmeister nicht zur WM

SID
·Lesedauer: 1 Min.

Der dreimalige Ringer-Weltmeister Frank Stäbler wird wegen heftiger Nachwirkungen einer Corona-Infektion nicht an der für den 12. bis 20. Dezember in Belgrad geplanten WM teilnehmen können.

"Mich hat es erwischt", sagte der 31-jährige, "bei einem Belastungstest hatte ich einen richtigen Einbruch, meine Pumpe hat gebrannt wie Sau."

Stäbler: "Hatte leichte Symptome"

Stäbler war vor drei Wochen an COVID-19 erkrankt. "Ich hatte leichte Symptome, wie eine leichte Erkältung. Dazu konnte ich nichts schmecken und riechen." Nach der zweiwöchigen Quarantäne hatte Deutschlands Ringer-Aushängeschild dann wieder mit leichtem Training begonnen. Bei einem Diagnostiktest in Heidelberg wurden nun aber die akuten Probleme deutlich.

In den nächsten vier bis sechs Wochen muss sich Frank Stäbler auf ärztliches Anraten zurückhalten und die Folgen für Lunge und Bronchien mit Sprays behandeln. An einen WM-Start war nicht mehr zu denken. "Dabei hatte ich so darauf gehofft", sagte er, "sie war als Zwischenziel auf dem Weg zu Olympia in Tokio gedacht. Ich brauche die Wettkämpfe."

Nun hofft Stäbler, bei der EM im Februar wieder an den Start gehen zu können. Bis dahin soll auch seine Schulterverletzung vollständig auskuriert sein. Er hatte sich in der linken Schulter eine Eckgelenksprengung zugezogen. "Wenn ich etwas Positives sehen will, dann dass ich nun beides ausheilen kann."

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Leicht fällt ihm dies aber nicht. "Ich will fighten, ich befinde mich im Endspurt meiner Karriere", sagte Stäbler. Eine Olympiamedaille - möglichst Gold - zum Abschluss ist sein großes Ziel.