Nach Corona-Pause: Pirelli nimmt Arbeit an 18-Zoll-Reifen wieder auf

Norman Fischer
motorsport.com

Pirelli nimmt seine Entwicklungsarbeiten an den neuen 18-Zoll-Reifen wieder auf, nachdem COVID-19 die Arbeiten für einige Zeit fast komplett zum Erliegen gebracht hatte. "Wir hatten nicht viele Möglichkeiten", sagt Pirelli-Manager Mario Isola. "Wir waren zwar nicht Teil des FIA-Shutdowns, aber in Italien hatten wir den Lockdown, der ziemlich massiv war."

Pirelli war es daher einige Wochen lang "unmöglich", irgendwelche Aktivitäten in die Richtung zu unternehmen. Zwar konnte man zuhause Simulationen am Computer durchführen, allerdings keine Tests unternehmen. "Jetzt fangen wir wieder an und haben die Möglichkeit, einige Prototypen herzustellen und Entwicklung vorzunehmen, ohne die Reifen auf der Strecke zu testen."

Eigentlich hätten bis jetzt schon einige der insgesamt geplanten 25 Reifentests der 18-Zoll-Pneus stattfinden sollen, doch bislang war lediglich Charles Leclerc im Februar mit seinem Ferrari in Jerez auf der Strecke.

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Allerdings hat sich das Thema durch die Verlegung des neuen Reglements ohnehin um ein Jahr verschoben. Die neuen Niederquerschnittsreifen werden erst mit dem neuen Formel-1-Auto 2022 eingeführt werden, somit bleibt Pirelli die komplette Saison 2021, um zu testen.

Bis dahin muss man die Entwicklung aber erst einmal ohne Testfahrten weiterführen - leider aus Sicht von Isola: "Es ist immer wichtig, das zu validieren, was du mit Simulationen oder in der Fabrik getestet hast", sagt er zu 'Motorsport-Total.com'.

Zumindest habe Leclercs Testfahrt zusammen mit den drei Tests im Vorjahr schon eine Basis geliefert. "Das ist unser Ausgangspunkt", sagt Isola. "Wir haben den Teams bereits alle Daten dazu übermittelt, dann mussten wir aufhören."

Mit Bildmaterial von Formel 1.

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