Coronavirus: Die wichtigsten Meldungen des Tages

Das Coronavirus hat weltweit gesundheitliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen. Hier finden Sie die wichtigsten Meldungen des heutigen Tages im Überblick.

Entwicklungen rund um das Coronavirus (Bild: Getty Images)
Entwicklungen rund um das Coronavirus (Bild: Getty Images)

Die aktuellen Zahlen:

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  • Weltweit: Über 9,1 Millionen Infizierte (Todesfälle: über 472.790; genesen: über 4,5 Millionen) - Quelle für alle Zahlen in diesem Abschnitt: Johns Hopkins University

  • Bestätigte Fälle in Deutschland: Über 192.430 (Todesfälle: über 8900; genesen: über 175.740)

  • Am schwersten betroffen sind die USA mit über 2,3 Millionen Infizierten (Todesfälle: über 120.400; genesen: über 640.190)


NRW verhängt regionalen Lockdown für Kreise Gütersloh und Warendorf

Über 1550 Arbeiter des Fleischverarbeiters Tönnies haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Die NRW-Regierung zieht die Notbremse. Regierungschef Armin Laschet verkündet einen regionalen Lockdown und massive Tests in der Bevölkerung.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (Bild: dpa)
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (Bild: dpa)

Erstmals in Deutschland werde ein gesamter Kreis wegen des Corona-Infektionsgeschehens wieder auf die Schutzmaßnahmen zurückgeführt, die noch vor einigen Wochen gegolten hätten, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag in Düsseldorf. Im Kreis Gütersloh handele es sich um das bisher “größte Infektionsgeschehen” in NRW und in Deutschland.

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Auch für den Nachbarkreis Warendorf werden Maßnahmen ergriffen. Auch dort gebe es Kontaktbeschränkungen, Sport in geschlossenen Räumen und zahlreiche Kulturveranstaltungen würden verboten, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag. Ab Donnerstag würden zudem Schulen und Kitas im Kreisgebiet geschlossen.

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Bayern erlässt Beherbergungsverbot für Menschen aus Risikoregionen

Angesichts des massiven Corona-Ausbruchs im Kreis Gütersloh (Nordrhein-Westfalen) untersagt Bayern die Beherbergung von Menschen, die von dort und aus anderen schwer betroffenen Landkreisen in das südliche Bundesland einreisen.

Beherbergungsbetriebe in Bayern dürfen künftig keine Gäste mehr aufnehmen, die aus einem Landkreis einreisen, in dem die Zahl der Neuinfektionen in den zurückliegenden sieben Tagen bei mehr als 50 pro 100 000 Einwohner liegt. Das teilte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in München mit. «Das ist eine Schutzmaßnahme, die wir für wirklich notwendig halten», sagte er. Eine Ausnahme gibt es nur für Menschen, die einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können.

Drosten warnt vor zweiter Welle: “Alle Alarmsensoren anschalten”

Der Virologe Christian Drosten befürchtet nach Corona-Ausbrüchen unter anderem in Nordrhein-Westfalen eine unbemerkte Ausbreitung des Coronavirus in die Bevölkerung.

Christian Drosten (Bild: dpa)
Christian Drosten (Bild: dpa)

Die Verbreitung über die Gegend hinaus zu verhindern, sei jetzt das Entscheidende, sagte der Charité-Wissenschaftler am Dienstag im NDR-Podcast. Generell gebe es aktuell in mehreren Orten, darunter auch in Berlin, eindeutige Anzeichen, dass Sars-CoV-2 wieder komme.

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Studie: Deutschland ist für Pandemien weniger anfällig

Deutschland ist dank seiner Wirtschaftsstruktur und seines Gesundheitssystems deutlich besser aufgestellt, um Pandemien zu bewältigen, als viele andere Ländern Europas. Das ist das Ergebnis einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Wirtschaftauskunftei Creditreform zu den ökonomischen, gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgen eines potenziellen Pandemieausbruchs auf die EU-Länder und Großbritannien.

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Gesundheitsminister beraten über Vorgehen nach Corona-Ausbrüchen

Die deutschen Gesundheitsminister wollen am Mittwoch in einer Telefonkonferenz über ein gemeinsames Vorgehen nach den massenhaften Corona-Neuinfektionen im Kreis Gütersloh beraten. Das hat Schleswig-Holsteins Landesregierung angekündigt. Ziel sei ein bundeseinheitliches Vorgehen.

Das nördlichste Bundesland will Reisende aus Corona-Hotspots künftig in eine zweiwöchige Quarantäne schicken. Sie müssen unverzüglich nach der Einreise in ihre Wohnung oder in eine andere geeignete Unterkunft, um sich dort 14 Tage lang zu isolieren. Als Grenzwert gelten mehr als 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen in einem Gebiet.

Die Telefonkonferenz der Gesundheitsminister soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch um 9.00 Uhr beginnen. Ursprünglich war sie demnach für den späten Dienstagnachmittag vorgesehen.

Reproduktionswert steigt an

Der im Zusammenhang mit dem Coronavirus viel genannte Reproduktionswert steigt an. Zudem gibt es mehr Neuinfizierte als Patienten, die die Infektion überstanden haben. Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut 503 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 190.862 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI meldete (Datenstand 23.06., 0 Uhr).

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Männer sterben häufiger an Covid-19 als Frauen

Nach Daten der Forschungsinitiative Global Health 50/50 aus mehr als 20 Ländern wie auch nach Zahlen des des Robert Koch-Instituts (RKI) für Deutschland infizieren sich Frauen ähnlich häufig wie Männer. Bei den Sterberaten liegt die Verteilung jedoch etwa bei einem Drittel zu zwei Dritteln.

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RKI: Zweite Welle könnte in Deutschland ausbleiben

Der Chef des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, ist nach eigenen Worten "sehr optimistisch", dass in Deutschland eine zweite Welle der Corona-Pandemie verhindert werden kann. Die Menschen würden die Hygieneregeln kennen und seien immer noch vorsichtig.

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Texte: dpa, AFP


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