Coronavirus: Die wichtigsten Meldungen des Tages

Das Coronavirus hat weltweit gesundheitliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen. Hier finden Sie die wichtigsten Meldungen des heutigen Tages im Überblick.

Die Corona-App kommt nach Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) passend zur jetzigen Phase weiterer Corona-Lockerungen. (Bild: Clemens Bilan - Pool / Getty Images)
Die Corona-App kommt nach Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) passend zur jetzigen Phase weiterer Corona-Lockerungen. (Bild: Clemens Bilan - Pool / Getty Images)

Die aktuellen Zahlen:

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  • Weltweit: Über 8 Millionen Infizierte (Todesfälle: über 437.000; genesen: über 3,8 Millionen) - Quelle für alle Zahlen in diesem Abschnitt: Johns Hopkins University

  • Bestätigte Fälle in Deutschland: Über 188.000 (Todesfälle: über 8800; genesen: über 172.000)

  • Am schwersten betroffen sind die USA mit über 2,1 Millionen Infizierten (Todesfälle: über 116.000; genesen: über 576.000)

Corona-App gestartet - Regierung setzt auf breite Verwendung

Im Kampf gegen das Coronavirus ist nach wochenlangen Vorbereitungen die staatliche Warn-App zum freiwilligen Verwenden für alle Bürger gestartet. "Sie herunterzuladen und zu nutzen, ist ein kleiner Schritt für jeden von uns, aber ein großer Schritt für die Pandemiebekämpfung", sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) am Dienstag in Berlin. Sie sei nach den Vorbereitungen nicht die erste Corona-App weltweit, sie sei aber die beste. Die Bürger könnten sich auf hohe Standards beim Datenschutz verlassen. Die Ärzte unterstützen die Anwendung. Die Opposition forderte erneut ein ergänzendes Gesetz.

Die App kommt nach Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) passend zur jetzigen Phase weiterer Corona-Lockerungen. Sie sei "kein Freifahrtschein, aber ein wichtiges weiteres Werkzeug in der Pandemie". Etwa auf Demonstrationen, in Bussen und Bahnen gebe es nun zunehmend "anonyme Nähe" zu anderen Menschen. Die App ermögliche dann Meldungen an Personen, die darüber sonst nie hätten informiert werden können. Spahn verwies auch auf die Urlaubszeit, wenn sich Deutsche im Ausland und bei Ferien im Inland träfen oder von Reisen zurückkommen.

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Datenschutzbeauftragter sieht noch Schwachstellen bei Corona-App

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber sieht noch Nachbesserungsbedarf bei der deutschen Corona-Warn-App. "Aus Sicht des Datenschutzes sehe ich keinen Grund, der gegen eine Installation spricht. Aber es gibt noch Schwachstellen", erklärte Kelber am Dienstag zum Start der Anwendung. Vor allem stört er sich an einem Verfahren, bei dem der Nutzer eine TAN von einer Telefon-Hotline bekommt, um sein positives Testergebnis in der App einzutragen.

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Europäische Corona-Apps sollen Daten untereinander austauschen können

Die verschiedenen Corona-Apps der EU-Staaten sollen künftig Informationen untereinander austauschen können und so die Kontaktverfolgung von Infizierten über Ländergrenzen hinweg möglich machen. Darauf einigten sich Deutschland und mehrere andere Länder, wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte. Dabei sind alle Länder, deren Apps auf eine dezentrale Speicherung der Daten setzen. Neben Deutschland, das seine Corona-Warn-App am Dienstag startete, sind das rund 15 andere EU-Länder sowie Liechtenstein und Norwegen. Davon hat bislang allerdings nur ein kleiner Anteil seine Apps gestartet. Unter anderem Frankreich, das Land mit den zweitmeisten Einwohnern in der EU, ist nicht dabei.

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Es soll schon bald eine Meldepflicht für Corona-Fälle bei Tieren geben. (Bild: Getty)
Es soll schon bald eine Meldepflicht für Corona-Fälle bei Tieren geben. (Bild: Getty)

Corona: Meldepflicht für Haustiere kommt

Besonders oft passiert es wohl nicht, aber es kommt vor: Auch bestimmte Haus- und Zootiere können sich mit dem Coronavirus anstecken.

Um das besser zu erforschen, soll es schon bald eine Meldepflicht für Corona-Fälle bei Tieren geben. Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) setzt darauf, dass der Bundesrat am 3. Juli grünes Licht gibt. Das heiße aber nicht, dass Hunde- oder Katzenbesitzer mit ihren Lieblingen gleich zum Tierarzt müssen. Es gebe auch keine Hinweise, dass Haustiere ihre Halter anstecken, betonte Klöckner.

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369 Haushalte in Berliner Wohnblock in Quarantäne

Nachdem es in einem Wohnblock im Berliner Bezirk Neukölln einen größeren Corona-Ausbruch gegeben hat, stehen 369 Haushalte unter Quarantäne.

Die Betroffenen lebten an sieben Standorten in verschiedenen Kiezen, sagte Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU). Pro Haushalt werden demnach bis zu zehn Bewohner vermutet, genaue Zahlen lagen zunächst nicht vor. Inzwischen hat sich Liecke zufolge die Zahl der positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Menschen in dem Zusammenhang auf 57 erhöht, darunter auch Kinder.

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China versucht neuen Corona-Ausbruch einzudämmen

Wohngebiete werden abgeschottet, in Teilen Pekings gelten erneut strikte Ein- und Ausgangskontrollen: Mit strengen Maßnahmen versuchen die Behörden in China das Entstehen einer neuen Corona-Welle zu verhindern.

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Großbritannien setzt ab sofort Wirkstoff Dexamethason gegen Covid-19 ein

Großbritannien wird ab sofort den Wirkstoff Dexamethason zur Behandlung von Covid-19-Patienten einsetzen. Das Steroid-Medikament soll noch am Nachmittag auf die Liste der Standardverfahren des Nationalen Gesundheitsdienstes NHS gegen Covid-19 gesetzt werden, teilte Gesundheitsminister Matt Hancock am Dienstag in London mit. Zuvor hatte eine klinische Studie ergeben, dass das Medikament die Sterblichkeit von Schwerstkranken um ein Drittel senkt. (AFP)

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Institute: Deutschland kommt glimpflich durch die Corona-Rezession

Das Land kommt aus Sicht mehrerer Institute noch relativ glimpflich durch die schwere Corona-Rezession. Doch ob die Bürger künftig ruhig schlafen können, hängt vor allem davon ab, ob die Pandemie noch einmal aufflammt.

«Die deutsche Wirtschaft wurde von der Pandemie schwer getroffen», stellte das Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) am Dienstag fest. «Allerdings ist der Einbruch nicht so tief wie in den großen Nachbarländern im Euroraum, wo die Zahl der Erkrankungen und Sterbefälle relativ zur Bevölkerung höher liegt.» Die Essenz des Konjunkturberichts aus Halle: «Die Rezession dürfte im zweiten Quartal an ihrem Tiefpunkt sein, denn die Epidemie ist im Mai und Juni zurückgegangen und die Restriktionen wurden gelockert.»

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Corona beschleunigt massive Umwälzung der Weltwirtschaft

Der Wunsch nach kürzere Lieferketten und mehr Nachhaltigkeit, aber auch Protektionismus haben den Welthandel schon vor Corona verändert. UN-Ökonomen zeigen auf, wie der Wirtschaftsschock durch die Pandemie den tiefgreifenden Wandel der Weltwirtschaft beschleunigt.

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Texte: dpa (bis auf AFP-Text zu “Großbritannien setzt ab sofort Wirkstoff Dexamethason gegen Covid-19 ein”)

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