Coronavirus: Die wichtigsten Meldungen des Tages

Das Coronavirus hat weltweit gesundheitliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen. Hier finden Sie die wichtigsten Meldungen des heutigen Tages im Überblick.

Als Lehre aus der Corona-Krise fordert unter anderem Kanzlerin Merkel eine bessere Vorbereitung der Europäischen Union auf die nächste Pandemie. (Bild: Mika Schmidt-Pool/Getty Images)
Als Lehre aus der Corona-Krise fordert unter anderem Kanzlerin Merkel eine bessere Vorbereitung der Europäischen Union auf die nächste Pandemie. (Bild: Mika Schmidt-Pool/Getty Images)

Die aktuellen Zahlen:

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  • Weltweit: Über 7,2 Millionen Infizierte (Todesfälle: über 412.000; genesen: über 3,4 Millionen) - Quelle für alle Zahlen in diesem Abschnitt: Johns Hopkins University

  • Bestätigte Fälle in Deutschland: Über 186.000 (Todesfälle: über 8700; genesen: über 170.000)

  • Am schwersten betroffen sind die USA mit über 1,9 Millionen Infizierten (Todesfälle: über 112.000; genesen: über 524.000)

Pandemie-Vorsorge: Merkel für Schulterschluss in der EU

Als Lehre aus der Corona-Krise fordern Deutschland und fünf andere EU-Staaten eine bessere Vorbereitung der Europäischen Union auf die nächste Pandemie.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wandte sich dazu zusammen mit Frankreich, Polen, Belgien, Dänemark und Spanien in einem Brief an EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Deren Sprecher Eric Mamer begrüßte den Vorstoß am Mittwoch. Viele Punkte habe man bereits aufgegriffen.

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Reisewarnung für mehr als 160 Länder bis Ende August

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für Touristen wegen der Corona-Pandemie für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union bis zum 31. August verlängert. Allerdings können Ausnahmen für einzelne Länder gemacht werden, in denen die Verbreitung des Virus ausreichend eingedämmt ist.

Bei der Beurteilung sollen die Entwicklung der Infektionszahlen, die Leistungsfähigkeit der Gesundheitssysteme, Testkapazitäten, Hygieneregeln, Rückreisemöglichkeiten und Sicherheitsmaßnahmen für Touristen berücksichtigt werden. Einen entsprechenden Beschluss fasste das Kabinett am Mittwoch in Berlin. Die Tourismusbranche forderte differenzierte Reisehinweise statt einer pauschalen Verlängerung.

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Grenzkontrollen werden an Landesgrenzen beendet

Vom kommenden Dienstag an soll an den deutschen Landesgrenzen wieder weitgehend Normalbetrieb herrschen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) unterrichtete am Mittwoch das Bundeskabinett über die geplanten Änderungen.

EU-Bürger und Schweizer können gemäß dem Beschluss der Bundesregierung ab dem 16. Juni wieder ungehindert, also ohne Kontrollen und ohne Quarantäne-Vorschriften, einreisen - von wenigen Ausnahmen abgesehen. So werden etwa die Kontrollen für Ausländer, die mit dem Flugzeug aus Spanien kommen, erst am 21. Juni enden. Auch Spanien lässt erst dann - in den ersten acht Tagen begrenzt auf einige Ferieninseln - die ersten Touristen ins Land.

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Woidke: Einreisebeschränkungen nach Polen fallen

Polen öffnet nach Informationen deutscher Behörden seine Grenzen zu Deutschland. Die Einreise-Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie werden in der Nacht von Freitag auf Samstag 0.00 Uhr aufgegeben. Darüber habe das polnische Innenministerium Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD), der auch Polen-Koordinator der Bundesregierung sei, informiert, teilte die Staatskanzlei am Mittwoch mit.

Ein Sprecher des Innenministeriums in Warschau wollte diese Informationen nicht kommentieren. Woidke sagte, dies sei ein wichtiger Schritt bei der Rückkehr zur europäischen Normalität. Darauf habe man lange gewartet.

Seit dem 15. März hatte es umfangreiche Einreisebeschränkungen und eine Quarantänepflicht gegeben, die nun wegfallen.

Lockerung der Corona-Regeln: Was ist der aktuelle Stand in den Bundesländern? (Symbolbild: Getty)
Lockerung der Corona-Regeln: Was ist der aktuelle Stand in den Bundesländern? (Symbolbild: Getty)

Lockerung der Corona-Regeln: Der aktuelle Stand in den Bundesländern

Die Bundesländer können im Kampf gegen die Corona-Pandemie über die schrittweise Öffnung des öffentlichen Lebens weitgehend in eigener Verantwortung entscheiden.

Hier der aktuelle Stand der Lockerungen in den Ländern in ausgewählten Lebensbereichen

OECD: Corona löst schlimmste Rezession seit 100 Jahren aus

Bürger, Unternehmen und Staaten müssen sich nach Einschätzung der Industriestaatenorganisation OECD wegen der Covid-19-Pandemie auf äußerst schwere und lang anhaltende Folgen einstellen.

Es sei die schlimmste Rezession zu Friedenszeiten seit 100 Jahren zu erwarten, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris in einem Konjunkturbericht mit.

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Inlandstourismus bricht ein - Hilfe vom Bund gefordert

Die Corona-Einschränkungen haben im April den Inlandstourismus in Deutschland fast komplett zum Erliegen gebracht. Die Zahl der Gästeübernachtungen brach im Vergleich zum Vorjahresmonat um 89,3 Prozent auf 4,3 Millionen ein, wie das Statistische Bundesamt errechnete.

Das war nach Angaben der Wiesbadener Behörde vom Mittwoch der stärkste Rückgang gegenüber eines Vorjahresmonats seit Beginn der Aufzeichnungen 1992. «Und die Krise ist noch nicht vorbei», so eine Sprecherin des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga.

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Der Anteil über 80-Jähriger an Corona-Infizierten sinkt. (Symbolbild: Getty)
Der Anteil über 80-Jähriger an Corona-Infizierten sinkt. (Symbolbild: Getty)

Anteil über 80-Jähriger an Corona-Infizierten sinkt

Weniger Infizierte in der Hochrisikogruppe: Laut dem aktuellen Lagebild des Robert Koch-Instituts (RKI) sinkt der Anteil der über 80-Jährigen an den Corona-Infizierten seit vier Wochen (Meldewoche 19) kontinuierlich.

«Im Vergleich dazu nimmt der Anteil der Fälle in den jüngeren Altersgruppen zwischen 0 und 29 Jahren zu», heißt es im aktuellen Lagebericht des RKI (Datenstand 09.06. 0 Uhr).

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Angehörige von Corona-Toten in Italien reichen Klage ein

50 Angehörige von Opfern der Corona-Pandemie in Italien haben Strafanzeige wegen des Umgangs mit der Krise erstattet. Die Sammelklage gegen Unbekannt wurde am Mittwoch bei der Staatsanwaltschaft der besonders schwer betroffenen Stadt Bergamo in der Lombardei eingereicht, weil diese zum Symbol der landesweiten Corona-Welle wurde, wie Mitinitiator Stefano Fusco sagte. Weitere 150 Klagen seien in Vorbereitung. (AFP)

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Holland dankt mit Matjes für Behandlung von Corona-Patienten

Mit rund 4000 Matjesheringen der neuen Fangsaison wollen sich die Niederlande symbolisch für die Behandlung von Corona-Patienten in Deutschland bedanken. «Matjes-Meisjes» solle die Leckerbissen am kommenden Montag gratis an Mitarbeiter des Universitätsklinikums Münster (UKM) ausliefern, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP am Mittwoch. 

Deutsche Kliniken hatten in den Hochzeiten der Coronavirus-Pandemie zahlreiche Patienten aus dem Nachbarland aufgenommen, weil es dort anfangs nicht genügend Plätze auf Intensivstationen gab. Allein in Nordrhein-Westfalen hatten Krankenhäuser bis Anfang April mehr als 100 Betten für niederländische Corona-Patienten zur Verfügung gestellt. 

Das Universitätsklinikum Münster hatte die NRW-Hilfsaktion koordiniert. Deshalb werde das erste für Deutschland bestimmte Fass «Holländischer Matjes 2020» an den nordrhein-westfälischen Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) und den Medizinischen Direktor des UKM, Hugo van Aken, überreicht, teilte die Vermarktungsorganisation Holländisches Fischbüro mit.

Texte: dpa (bis auf AFP-Absatz und “Die aktuellen Zahlen”)

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