Coronavirus: Einige Bundesligisten verbieten Autogramme

Ben BarthmannSports Editor
Yahoo Nachrichten Deutschland

Das Coronavirus hat inzwischen Deutschland erreicht und stellt die Bevölkerung vor eine große Aufgabe. Auch Sportklubs wollen ihre Spieler und Trainer schützen - und nehmen Abstand.

Werder Bremen schützt sich vor dem Coronavirus. (Bild: Getty Images)
Werder Bremen schützt sich vor dem Coronavirus. (Bild: Getty Images)

Bundesliga-Fans müssen sich wohl auf ein paar enttäuschende Tage oder Wochen einstellen. Um sich vor dem umgehenden Coronavirus zu schützen, habe diverse Bundesligisten Maßnahmen angekündigt. Hertha BSC und Werder Bremen etwa empfehlen ihren Spielern, zukünftig auf Autogramme und Selfies mit Fans zu verzichten.

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“Ich glaube, dass die Fans für die aktuellen Maßnahmen Verständnis haben, weil es zum Schutz aller dient”, erklärte Bremens Trainer Florian Kohfeldt. Die Bundesligisten schlossen sich damit Maßnahmen der US-amerikanischen Basketball-Liga NBA an, die Autogramme grundsätzlich untersagte. Den Spielern wird zudem empfohlen, sich nicht mehr gegenseitig die Hand zu reichen, sondern sich mit Faust-an-Faust zu begrüßen.

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Sportteams anfällig für Infektionskrankheiten

Die Angst der Klubs ist klar: Sportmannschaften sind extrem empfindlich gegenüber leicht übertragbaren Krankheiten. Die Spieler treffen schwitzend auf engem Raum aufeinander, verbringen viel Zeit miteinander. Zum Teil trinken sie aus den gleichen Flaschen. Eine einzige Infektion könnte schwere Auswirkungen haben.

Leipzig-Trainer Julian Nagelsmann erklärte bereits vor einigen Tagen, dass seine Spieler sich aktuell nur per Ellbogen begrüßen würden. Dies sei allerdings “Prophylaxe gegenüber allen möglichen Viren” und in der Grippesaison ein normaler Vorgang.

Entsprechend eng stehen die Bundesligisten im Kontakt mit dem Gesundheitsamt. Es soll schnell und adäquat reagiert werden. Während in Italien schon Spiele abgesagt oder vor leeren Rängen ausgetragen wurden, scheinen derartige Maßnahmen hierzulande aber noch nicht in Betracht gezogen zu werden.

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