Coulthard fürchtet um Formel 1 als Königsklasse des Motorsports

Stefan Ehlen
motorsport.com

Mehr Einheitsteile machen die Formel 1 kostengünstiger. Doch das ist eine These, der David Coulthard betont kritisch gegenübersteht. Im 'Autosport'-Podcast erklärt der mehrfache Grand-Prix-Sieger, warum er fürchtet, dass zu viel Gleichmacherei der Formel 1 eher schaden als nutzen könnte.

Er wolle Einheitsteile per se nicht kategorisch ausschließen, sagt Coulthard, aber auf die Komponenten beschränken, "die nicht absolut leistungsrelevant sind", wie er meint. Die Formel 1 dürfe nicht zu einer Einheitsserie verkommen, in der sich die Autos nur geringfügig voneinander unterscheiden.

"IndyCar hat kein weltweites Publikum, weil es eben keine Raketenwissenschaft ist", sagt Coulthard und meint: "Es braucht [in der Formel 1] halt eine gewisse Magie. Es dürfen nicht einfach Autos von der Stange sein. Ich weiß schon, dass die Regeln nicht so weit gehen, aber wenn es zu viele Einheitsteile werden ..."

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Warum Coulthard keine Einheitsautos will

Die Verantwortlichen müssten in jedem Fall sicherstellen, dass die Formel 1 "die schnellste Rundstrecken-Rennserie" bleibe, und zwar "mit Abstand", wie Coulthard erklärt. Das mache den großen Reiz der Grands Prix aus.

Und: Dass die Teams ihre Autos in allen wesentlichen Belangen selbst konstruieren, das dürfe für die Zukunft nicht verhandelbar sein: "Die Formel 1 war stets die Königsklasse, und dort muss dein Auto einfach zum größten Teil dein geistiges Eigentum sein."

Coulthard fürchtet jedoch, neue Maßnahmen wie die Budgetobergrenze und vor allem die Entwicklungsvorteile für die schlechteren Teams in der Konstrukteurswertung könnten den Wert der Formel 1 verwässern. O-Ton: "Ich habe gewisse Bedenken bei allem, das Erfolg mit einem Handicap versieht."

"Ich denke, die Basis der Formel 1 war schon immer, dass es ein Reglement gibt, das jeder interpretieren und mit seinen individuellen Möglichkeiten umsetzen kann", sagt Coulthard.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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