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CR7 und ManUnited: Passt das überhaupt noch?

·Lesedauer: 5 Min.
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CR7 und ManUnited: Passt das überhaupt noch?
CR7 und ManUnited: Passt das überhaupt noch?

Es wirkte, als müsste Cristiano Ronaldo es allen beweisen. Dass er es noch drauf hat. Dass der Hype der vergangenen Tage seine Berechtigung hatte.

Also schlug CR7 mal wieder entscheidend zu, in der 89. und in der sechsten Minute der Nachspielzeit von Portugals WM-Qualifikationsduell mit Irland. Aus 0:1 mach 2:1 - Ronaldo sei Dank, dem jetzt alleinigen Tor-Weltrekordhalter für Länderspiele.

Auf ähnliche Heldentaten hoffen sie künftig auch wieder bei Manchester United - dort, wo er zwischen 2003 und 2009 zum globalen Mega-Star aufstieg.

In 292 Spielen traf Ronaldo 118 Mal für United, hinzu kamen 69 Vorlagen und unzählige Momente für die Ewigkeit. Die Fans lieben ihn nach wie vor. Als er 2013 erstmals mit Real Madrid ins Old Trafford zurückkehrte, wurde er mit tosendem Applaus empfangen, an dieser Einstellung zum Portugiesen dürfte sich nicht viel geändert haben.

Doch wie passt Ronaldo überhaupt ins taktische Konstrukt der Red Devils? (Kommentar: Man kann den Ronaldo-Deal nur staunend zur Kenntnis nehmen)

Solskjaer bieten sich zahlreiche Optionen

Ole Gunnar Solskjaer, der Ronaldo als “den besten Spieler aller Zeiten” bezeichnete, verfügt bereits über einige flexible Optionen für seinen Angriff. Jadon Sancho, der für 85 Millionen Euro (plus Bonuszahlungen) von Borussia Dortmund auf die Insel wechselte, ist fit, Mason Greenwood in Topform und Marcus Rashford steht zudem kurz vor seiner Rückkehr nach einer Verletzung.

Am naheliegendsten ist wohl, dass Ronaldo ins Sturmzentrum rückt - mit Sancho und Greenwood auf den Flügeln.

Diesen Plan bekräftigte Solskjaer auch. “Cristiano hat sich als Spieler weiterentwickelt. Früher spielte er rechts außen, links außen und vorne. Aber im Moment ist er für mich eher ein Mittelstürmer. Auf jeden Fall”, sagte der Norweger nach dem 1:0-Sieg in Wolverhampton am Sonntag. Er schloss aber nicht aus, dass er ihn auch mal in anderer Rolle einsetzen wird.

Sollte Rashford wieder im Vollbesitz seiner Kräfte sein, wäre es durchaus denkbar, den 23-Jährigen für Greenwood und neben Ronaldo und Sancho auflaufen zu lassen. Da Greenwood allerdings in guter Frühform ist, hätte er gute Chancen, Sancho kurzfristig zu ersetzen. (Cristiano Ronaldo zu Manchester United: Pressestimmen)

Kehrt Ronaldo auf den linken Flügel zurück?

Nicht auszuschließen ist auch, dass Ronaldo in manchen Spielen auf den linken Flügel zurückkehrt, während Edinson Cavani in die Mitte rückt und Sancho auf der rechten Seite für Wirbel sorgt. Eine solche Kombination würde United wohl mehr Durchschlagskraft bieten, aber weniger Beweglichkeit im Sturm.

Sollte Solskjaer ein engeres Zusammenspiel mit Ronaldo in der Sturmspitze bevorzugen, wäre da auch noch Anthony Martial. Allerdings steht der Franzose aufgrund seiner teils mangelnden Einstellung bei Solskjaer nicht gerade hoch im Kurs.

Ronaldo und Cavani - funktioniert das?

Eine weitere Option wäre das Sturmduo Ronaldo und Cavani. Dieses Zusammenspiel könnte Uniteds berühmte Konterangriffe mit hohem Tempo aber möglicherweise behindern. Sollten die Red Devils jedoch in der Schlussphase ein Tor benötigen und einen Angriff nach dem anderen starten, könnten die beiden eine wunderbare Lösung sein.

Noch ist aber gar nicht sicher, ob Cavani in Manchester bleiben wird. Der Uruguayer machte nach der Verpflichtung Ronaldos sicherlich keine Jubelsprünge, denn eigentlich wollte er als Oldie mit Tordrang glänzen.

Und dann wäre da ja noch die Frage nach der Nummer 7: Aktuell trägt diese noch der Uruguayer - aufgrund seiner Vergangenheit bei ManUnited und dem Markennamen CR7 gibt es aber wohl keine Zweifel, dass Ronaldo diese gerne übernehmen würde.

Allein: Die Regularien der Premier League lassen eigentlich keinen Spielraum zu. Regel M.4. besagt, dass ein Spieler die ihm zugeteilte Nummer während der gesamten Saison behält. Sollte ein Spieler den Klub allerdings verlassen, darf seine Rückennummer neu vergeben werden.

Cavani bleibt wohl bei United

Passend dazu wurde zuletzt spekuliert, dass es Cavani zurück nach Südamerika ziehen könnte. Cavanis Bruder und Agent Walter Guglielmone wies diese Vermutungen jedoch zurück und betonte, dass der Stürmer seinen im Sommer unterzeichneten Einjahresvertrag einhalten werde. (NEWS: Alles zum Transfermarkt im SPORT1-Transferticker)

Ganz egal, ob mit oder ohne Cavani: Mit Ronaldo stehen Solskjaer zahlreiche Optionen zur Verfügung, die das Angriffsspiel von United noch einmal auf eine andere Stufe bringen können. Das Ziel dürfte insbesondere nach Platz 2 in der Vorsaison klar sein: Meisterschaft.

Der letzte Titel in der Premier League liegt bereits acht Jahre zurück. Nach dem Champions League-Triumph 2008 gewann Manchester lediglich 2016 den FA Cup und ein Jahr später die Europa League. Über diese Titelflaute kann auch das gute tabellarische Abschneiden als Dritter und Zweiter der vergangenen beiden Jahre hinwegtrösten.

Ronaldo soll ersten Meistertitel seit 2013 holen

Ronaldo soll nun also endlich den ersten Meistertitel in der Post-Ferguson-Ära garantieren. Fest steht: Der fünfmalige Weltfußballer gehört auch im fortgeschrittenen Alter von 36 Jahren noch zu den besten Spielern der Welt. Arbeitsmoral, Gewinnermentalität, spielerische Klasse, Erfahrung und eine exzellente Fitness bringt er weiterhin mit, um Uniteds Qualität zu erhöhen.

Dass CR7 für eine Mannschaft aber auch eine große Bürde sein kann, wurde zuletzt bei Juventus immer deutlicher.

Trotz 101 Treffern in 134 Pflichtspielen für die Alte Dame - eine perfekte Symbiose war es nie. Der ehemalige Juve-Präsident Giovanni Cobolli Gigli sagte kürzlich bei SeriaANews: “Ronaldo behindert Juventus’ Angriffsspiel. Ohne ihn sind sie in der Lage, als Kollektiv exzellente Dinge zu vollbringen.”

Wie das Spiel von Manchester United mit Ronaldo aussehen wird, bleibt abzuwarten. Dazu gratulieren, einen der besten Spieler der Welt verpflichtet zu haben, darf man den Engländern aber allemal.

Dass er weiterhin den Unterschied machen kann, hat CR7 am Mittwochabend im Nationalmannschaftstrikot noch einmal eindrucksvoll bewiesen. Dass es seiner späten Heldentaten womöglich gar nicht bedurft hätte, wenn er nach 15 Minuten beim Stand von 0:0 nicht vom Elfmeterpunkt gescheitert wäre - geschenkt.

Cristiano Ronaldo wäre schließlich nicht Cristiano Ronaldo ohne ein bisschen Drama. Im Old Trafford freuen sie sich schon wieder darauf.

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