Crash in Monza! Danner:„Psychologische Kriegsführung“

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Crash in Monza! Danner:„Psychologische Kriegsführung“
Crash in Monza! Danner:„Psychologische Kriegsführung“

Für Lewis Hamilton und Max Verstappen war der Große Preis von Italien frühzeitig beendet. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Die großen WM-Rivalen sind in Monza nach einem Crash im direkten Duell bereits in der 26. Runde ausgeschieden.“

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Christian Danner bezeichnete den Vorfall im AvD Motor & Sport Magazin bei SPORT1 als „die Szene des Jahres“ und erklärte: „Sowas haben wir noch nie gesehen.“

Verstappen vs. Hamilton: Crash im direkten Duell

Angefangen hatte alles mit einem Boxenstopp von Verstappen, der für ihn zum Debakel wurde. Ein Problem am rechten Vorderrad führte zu einer Standzeit von 11,1 Sekunden.

„Der ging in die Hose. Red Bull hat eigentlich immer die schnellsten Stopps. Das haben sie einfach perfektioniert. Das war heute aber keiner. Er ist einfach nicht losgefahren. Es hat furchtbar lange gedauert“, lautete Danners Bewertung.

Dadurch habe Verstappen verzweifelt versucht, vor Lewis zu kommen, obwohl er eigentlich hinten dran war, so der frühere Formel-1-Fahrer. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Kurz darauf kehrte auch Hamilton nach einem Boxenstopp auf die Strecke zurück. Verstappen rauschte von hinten heran. In der folgenden ersten Schikane fuhren die beiden Rivalen Seite an Seite, bis ihnen der Platz ausging.

Verstappen „hat fundamentalen Fehler gemacht“

Verstappen wurde von Hamiltons Boliden ausgehebelt und landete letztlich auf dem Auto seines größten Verfolgers in der WM-Wertung, das im Kiesbett zum Stehen kam. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

„Er hat einen wirklich fundamentalen Fehler gemacht. Verstappen war hinten dran und wollte nicht nachgeben. Statt vom Gas zu gehen und innen abzukürzen, ist er draufgegangen und so blöd geflogen, dass er komplett aufs Dach gefahren ist“, so Danner.

Verstappen bekam für die Kollision die Hauptschuld und muss beim nächsten Rennen in Russland drei Startplätze zurück. Für Danner die richtige Strafe: „Das konnte man erwarten. Es war klar zu sehen, dass Hamilton ihm genug Platz gelassen hat. Außerdem war Verstappen hinten dran und hätte den Unfall vermeiden können.“

Und weiter: „Bei den beiden mussten sie irgendwann mal vehement eingreifen. Sie mussten ein Exempel statuieren und sagen: ‚Wir wollen nicht, dass ihr euch von der Strecke haut.‘ Die drei Plätze Strafversetzung gehen in Ordnung. Es ist blöd, aber für Verstappen kein so großer Beinbruch. In Sotschi kann man gut überholen.“

Verstappen zieht nach Crash mit Hamilton ab

Verstappen stieg nach der Kollision als erster der beiden Kontrahenten aus seinem Boliden und zog von dannen. Eine Entschuldigung blieb aus.

„Das war eine Retourkutsche für Silverstone. Das war eine persönliche Sache, die fast mit einem Schmunzeln zu beobachten war. Das kann man als psychologische Kriegsführung abhaken“, erklärte Danner.

Beim Großen Preis von Großbritannien war es auch schon zum Crash gekommen. Verstappen war im Anschluss im Krankenhaus untersucht worden, während Hamilton ausgelassen seinen Sieg feierte. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

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