Dárdai diktierte Hertha die Bedingungen

Reinhard Franke
·Lesedauer: 1 Min.

Pál Dárdai ist zwar wieder Cheftrainer bei den Profis von Hertha BSC. Doch im Gegensatz zu seiner ersten Amtszeit zwischen 2015 und 2019, als er nur Einjahresverträge abgeschlossen hatte, handelte der 44-Jährige dieses Mal einen Vertrag bis 2022 aus.

Nach SPORT1-Informationen haben Hertha-Boss Carsten Schmidt und Sportdirektor Arne Friedrich bei Dárdai daheim auf der Couch verhandelt. Und der Ungar, der bis zuletzt die U16 der Berliner trainiert hatte, hielt alle Trümpfe in der Hand.

Dárdai stellte ganz klare Forderungen, weil er seinen Wert für den Verein kennt. Er wollte einen deutlich besser dotierten Vertrag als bei seiner ersten Cheftrainerzeit, seinen unbefristeten Vertrag bei der Alten Dame behält er weiterhin. (Tabelle der Bundesliga)

Dárdai kennt Hertha BSC wie kein anderer

Interessant: Dárdai hat eine Punkte-Klausel in seinem neuen Arbeitspapier. Wie SPORT1 auch erfuhr, spielte Dárdai mit offenen Karten - nur bis zum Sommer habe er aber nicht einspringen wollen.

Unter seiner Führung hatte die Hertha 2015 zunächst den Klassenerhalt und dann den Sprung ins internationale Geschäft geschafft. Er wohnt nur wenige Minuten vom Stadion entfernt und kennt den Verein wie kein anderer. Nach seinem Aus als Trainer bei den Profis machte Dárdai ein Sabbatical, bevor er 2020 die Berliner U16 übernahm.

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Nach ihm versuchten Ante Covic, Jürgen Klinsmann, Alexander Nouri und zuletzt Bruno Labbadia, die Alte Dame auf Vordermann zu bringen - alle schafften es nicht, aus der Hertha den vielzitierten "Big City Club" zu machen.